Huawei Band 7 im Test: Schlichte Eleganz

      Huawei Band 7 im Test: Schlichte Eleganz

      Smartwatches sind aus unserem Leben mittlerweile nicht mehr wegzudenken. Großer Nachteil: Ihre vergleichsweise kurze Akkulaufzeit. Wer eine längere Akkulaufzeit haben möchte, für den sind die Fitness-Bänder verschiedener Hersteller eine gute Alternative. Jüngstes Mitglied dieser Gruppe: das Huawei Band 7.

      Die Akkulaufzeit ist für mich persönlich der zweitgrößte Kritikpunkt an Smartwatches. Ich habe einfach keine Lust auf noch ein Gerät, das jeden Abend nach der Steckdose schreit. Der größte Kritikpunkt ist, dass sie in vielen Fällen einfach klobig und dick wirken. Aus diesen Gründen durfte auch noch nie eine Smartwatch jenseits einer Anprobe mein Handgelenk zieren. Für mich waren und sind die Fitness-Bänder interessanter.

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      Ich habe alle wichtigen Funktionen, kann Sport tracken und bekomme zudem eine lange Akkulaufzeit von zwei Wochen oder auch mehr. Privat nutze ich ein Mi Band 5. Das Huawei Band 7 sah aber verlockend genug aus, um es für eine Weile im Alltag zu testen.

      Inhalt:

      Design und Verarbeitung – schlichte Eleganz

      Ich mag es. Das ist die kurze Version dieses Kapitels. Das Band 7 ist in verschiedenen Farben erhältlich. Huawei war so nett, mir sowohl die schwarze als auch die rote Version zu schicken. Beide sehen richtig klasse aus. Wobei ich für den Alltag die schwarze Version bevorzuge.

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      Durch das vergleichsweise breite Display wirkt das Band 7 auch nicht so hoch wie andere Tracker. Dabei ist es nur unwesentlich niedriger als mein Mi Band 5. Mit gerade einmal 16 Gramm Gewicht ist es auch sehr leicht, so dass du schon einmal vergessen kannst, dass du es angelegt hast.

      Optisch sticht natürlich das 1,47“ große AMOLED-Display ins Auge. Es löst mit 194×368 px auf und reagiert präzise auf deine Eingaben. Und natürlich sieht AMOLED klasse aus. Die Farben sind lebendig und satt, die Schwarzwerte schön tief. Macht richtig Spaß.

      Das Display ist übrigens auch hell genug, um es in der Sonne gut ablesen zu können. Einzig beim seitlichen Blicken ist es bei direkter Mittagssonne für meinen Geschmack etwas zu dunkel. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

      Die Kanten sind leicht abgerundet und trotzdem hat das Band 7 einen leicht kantigen Look. Das gefällt mir sehr gut. Die Armbänder sind aus Kunststoff und machen einen stabilen und wertigen Eindruck. Es kam im Testzeitrum nicht einmal vor, dass sie sich gelöst haben.

      Es ist bis 5 ATM wasserdicht, so dass es auch kein Problem ist, es einmal mit unter die Dusche zu nehmen. Die Verbindung zum Smartphone läuft über Bluetooth 5.0.


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      Klar strukturierte Software

      Das Band 7 wird über Gesten und den kleinen Button an der rechten Seite gesteuert. Ein Wisch von oben nach unten öffnet die Shortcuts. Ein Druck auf den Knopf öffnet die einzelnen Menüs auf dem Band 7. Mit einem Wisch von links nach rechts geht es zurück. Die Steuerung ist intuitiv und klappt reibungslos.

      Damit du das Huawei Band 7 nutzen kannst, benötigst du eine Huawei ID und die Huawei Health App. Die Einrichtung geht schnell vonstatten und ist in fünf Minuten erledigt. Nach dem Pairing gab es bei mir als Erstes ein knapp 60 MB großes Firmware-Update.

      Alle Daten des Band 7 laufen in der Health-App zusammen. Die App ist übersichtlich gegliedert und stellt dir auf dem Homescreen die wichtigsten Daten in mehreren Kacheln übersichtlich dar. Ein Klick auf die entsprechende Kachel bietet dir dann tiefere Einblicke. Das gibt es eindeutig schlechter gemachte Software.

      Und wie schlägt sich die Steuerung im Alltag? Kurze Antwort: Gut.

      Ich hatte das Band 7 jetzt knapp zwei Wochen im Test und mir ist nichts aufgefallen, was mich gestört hat. Bei Anrufen und Benachrichtigungen vibriert das Band 7, so dass du es gut mitbekommst. Anrufe lassen sich kommentarlos oder mit einer vordefinierten Nachricht ablehnen. Annehmen kannst du sie nicht, da das Band 7 kein Mikrofon besitzt.

      Sofern du Musik auf deinem Telefon gestartet hast, kannst du sie über das Band 7 steuern. Ebenfalls möglich: Du kannst das Band 7 als Fernauslöser für deine Smartphone-Kamera nutzen.

      Wenn du deine Trainingsdaten aufzeichnen willst, dann kannst du dich entweder auf dich selbst verlassen und jedes Mal manuell ein Training starten. Falls du das nicht möchtest und dich vorzugsweise mit Gehen, Laufen und Rudern beschäftigst, kannst du dich auch vom Band 7 daran erinnern lassen, dass du ein Training starten sollst. Der Tracker erkennt dann automatisch Veränderungen in der Aktivitätsintensität und meldet sich. Der Gang vom Schreibtisch an den Kühlschrank lässt sich allerdings nicht automatisch als Training definieren. Dazu ist offenkundig die Veränderung in der Aktivität nicht groß genug. Insgesamt stehen dir 96 verschiedene Trainingsmodi zur Verfügung.


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      Knapp zwei Wochen Akkulaufzeit

      Huawei behauptet, dass das Band 7 knapp 14 Tage ohne Steckdose auskommt. Und das ist machbar. Allerdings unter der Voraussetzung, dass du die ganzen Dinge wie Herzfrequenz- und Blutsauerstoffmessung oder auch Trainings nicht allzu intensiv nutzt. Wer den Tracker in erster Linie als Uhrenersatz und zur Kenntnisnahme von Benachrichtigungen nutzt, kann die 14 Tage schaffen.

      Ich bin zwei Mal wöchentlich gelaufen und habe all meine Fußwege getrackt. Dazu kamen regelmäßige Messungen und die Musiksteuerung, wenn das Smartphone mal an der Steckdose lag. Meinen Schlaf habe ich nicht getrackt. Es ist also eine mittlere Intensität bei der Nutzung. Damit habe ich pro Woche 50-60% Ladung verloren. Die 14 Tage sind machbar, aber dürften in meinem Fall nicht immer erreicht werden.

      Nutzt du andere Trainings und trackst du deinen Schlaf, dann dürfte die Akkulaufzeit auf eine Woche oder sogar etwas weniger sinken. Insgesamt macht Huawei hier aber alles richtig. Mit meinem 40 Watt-Netzteil brauchte ich nicht ganz eine Stunde für eine vollständige Ladung des Band 7.
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      Fazit Huawei Band 7: Schick und ziemlich gut

      Ich gebe es gerne zu: Mir gefällt das Huawei Band 7. Es bietet alles, was ich für meinen persönlichen Usecase benötige. Es hat eine lange Akkulaufzeit und erkennt die Trainingsmodi zuverlässig. Dazu kommt eine hervorragende Verarbeitung und ein schönes Display.

      Damit gehört das Band 7 definitiv zu den besten Fitness-Armbänder, die es derzeit auf dem Markt gibt. Falls du also nach so einem Gerät suchst, kann ich dir nur empfehlen, es dir anzuschauen. Mit knapp 60 Euro ist es aber auch einer der teureren Tracker.

      Auf Features wie NFC oder Mikrofone zum Telefonieren musst du hier allerdings verzichten. Die sind dann den richtigen Smartwatches vorbehalten.

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      Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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