IFA 2015: Huawei bringt Mate S Phablet mit und ohne „Force-Touch“-Ableger

Huawei Mate S

Der Nachfolger des Huawei Mate 7 heißt Mate S. Das Phablet verfügt über ein 5,5 Zoll großes Super-AMOLED-Display mit der Full-HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten. Die Pixeldichte ist mit 401 ppi genauso hoch wie beim Vorgänger Mate 7. Das Aluminiumgehäuse ist auf der Rückseite abgerundet und wasserfest. Trotz des großen Displays fallen die Abmessungen bei einer Höhe von 7,2 mm moderat aus. Huawei hat das Display bis an den linken und rechten Rand bis auf 2,65 mm herangezogen und nutzt den Platz auf der Front damit nahezu maximal aus. Damit dürfte das Mate S wie schon der Vorgänger Mate 7 das kompakteste Phablet seiner Display-Klasse sein und wiegt 156 g.

Im Inneren arbeitet der Hersteller-eigene HiSilicon Kirin 935 Octa-Core Prozessor mit maximal 2,2 GHz Takt auf Basis von 2 x 4 Cortex-A53-Architektur. Integriert ist eine Mali-T628 MP4 Grafik. An Arbeitsspeicher gibt es zeitgemäße 3 GB LPDDR3. Als Betriebssystem setzt Huawei auf Android Lollipop 5.1.1 und stülpt darüber seine Emotion UI Oberfläche EMUI 3.1. An Flash-Speicher stehen lediglich 32 GB in der deutschen Ausstattungsvariante zur Verfügung. Ob die 64-GB-Version nach Deutschland kommt, ist unklar. Huawei verzichtet allerdings nicht wie andere Hersteller auf eine Speichererweiterung, sondern spendiert dem Mate S einen microSD-Karten-Slot für Speicherkarten mit bis zu 128 GB.

 

Die rückseitige Hauptkamera löst mit 13 Megapixeln auf, die von einem zweifarbigen Blitz unterstützt wird, der unterschiedliche Farbtemperaturen erzeugt. Ein angepasster RGB-Sensor mit dedizierten Weiß-Pixeln soll auch bei schlechten Lichtverhältnissen für eine ordentliche Bildqualität sorgen, der optische Bildstabilisator Verwacklungen vermeiden. Die Kamera-Software hat Huawei aufgewertet, sodass manuelle Einstellungen etwa für ISO-Wert und Belichtungszeit eingestellt werden können. Die Frontkamera löst mit 8 Megapixeln auf und erhält ein Blitzlicht zu besseren Ausleuchtung von Selfies.

Unter der Hauptkamera befindet sich ein Fingerabdruckscanner, der etwas größer ausfällt als beim Mate 7 und eine verbesserte Erkennungsleistung und -geschwindigkeit liefern soll. Der Sensor kann zusätzlich beispielsweise zur Steuerung der Benachrichtigungsleiste, zum Annehmen von Anrufen oder zum Abschalten des Alarms genutzt werden. Weitere Funktionen lassen sich über Knuckle Control 2.0 auslösen. Mit dem Fingerknöchel zeichnet man dazu Gesten auf das Display, um beispielsweise die Kamera aufzurufen oder klopft auf das Display zur Aufnahme eines Screenshots.

Huawei Mate S Seitenansicht

Der Akku hat eine Kapazität von 2700 mAh. Das lässt eine kurze Akkulaufzeit vermuten.

Eine weitere Version des Mate S soll über eine Art „Force Touch“ verfügen, wie es Apple in seine kommende Generation der iPhones einbaut, die am 9. September vorgestellt werden. Das Display reagiert auf unterschiedliche Druckstufen des Fingers und kann so beispielsweise Kontextmenüs oder kontextbezogene Funktionen aufrufen, in Bilder hineinzoomen oder als Waage dienen. Ob und wann das Mate S mit Force Touch nach Deutschland kommen wird, ist noch offen.

Das Huawei Mate S ist ab Ende September in Deutschland in den Farbvarianten Mystic Champagne und Titanium Grey mit 32 GB Speicher für 649 Euro (UVP) erhältlich.

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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