Im Kurztest: Acer Aspire VN7-791G und Acer Aspire VN7-591G

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Zur Gamescom und auch zur IFA hat Acer mit der V-Nitro Serie seine neuen Multimedia- und Gaming-Notebooks vorgestellt. Die Serie erstreckt sich dabei vom Mittelklasse Notebook bis hin zum Oberklasse Gaming-Boliden. Daher wollten wir uns natürlich auch mal anschauen, was Acer denn so auf die Beine gestellt hat.

Für den Test haben wir uns für die leistungsstärksten Modelle entschieden, um das Kühlsystem auch richtig an seine Grenzen treiben zu können. Genauer gesagt haben wir uns das Acer Aspire VN7-591G-77A9 mit 15,6-Zoll-Display und das Acer Aspire VN7-791G-59UB mit 17,3-Zoll-Display ausgesucht.

Die wichtigsten technischen Daten sind bei beiden fast identisch:

  • Display: 39,6 cm (15,6″) bzw. 43,9 cm (17,3″) Acer Comfy View™ mattes Hoch-Helligkeits IPS-TFT-Display mit LED-Hintergrundbeleuchtung
  • Auflösung: 1.920 x 1.080 (Full-HD), 16:9
  • Prozessor: Intel® Core™ Quad-Core-Prozessor i7-4710HQ (4x 2,5 GHz, bis zu 3,5 GHz Intel Turbo Boost, 6 MB 3rd Level Cache)
  • Grafik: NVIDIA® GeForce® GTX 860M mit 2 GB GDDR5 VRAM
  • Arbeitsspeicher: 8 GB DDR3 (1600 MHz)
  • Speicherlösung: 1.000 GB HDD (S-ATA, 5400 U/min) + 128 GB SSD (in M.2-Slot verbaut)
  • Netzwerk: Giga-Bit-Lan, Wireless LAN (802.11 a/g/n), Bluetooth® 4.0
  • Eingabegeräte: hintergrundbeleuchtete Tastatur mit Nummernblock, Multi-Gesture-Touchpad
  • Sound: 4 Stereo-Lautsprecher, High Definition Audio Support
  • Akku: 3-Zellen Li-Ion-Akku, 52,5 Wh, 4605mAh, bis zu 8,5 Stunden Akkulaufzeit
  • Abmessungen / Gewicht: 389,6 x 257,5 x 23,9 mm / ca. 2,4 kg (15,6″) bzw. 3 kg (17,3″)
  • Betriebssystem: Microsoft® Windows® 8.1 (64-Bit)

Bevor es richtig los geht hier erstmal unsere Hands-On Videos zu den beiden Modellen:

Bei den Anschlüssen gibt es noch einen kleinen Unterschied: Das 17,3-Zoll-Modell hat 2x USB 2.0 sowie 2x USB 3.0, das kleinere Modell hingegen „nur“ 3x USB 3.0. Daneben haben beide Geräte einen HDMI-Anschluss sowie Mikrofon und Audio-out und einen Ethernet-Netzwerkanschluss.
Etwas nervig: Beim 15,6-Zoll-Modell sind alle Anschlüsse auf der rechten Seite. Linkshänder werden sich vermutlich freuen, Rechtshänder wie ich einer bin aber eher fluchen, weil ständig Kabel im Weg hängen.

Hinsichtlich der Verarbeitung machen beide eine sehr gute Figur. Sie wirken sehr solide, die gummierte Oberfläche fühlt sich zudem auch nicht billig an. Das kleinere Modell hat sich nur einen groben Schnitzer erlaubt: Das Gehäuse ist leicht verzogen, wodurch ein Standfuß nicht richtig aufliegt. Die Folge ist ein klappriges Geräusch beim Schreiben, da das Gerät leicht kippelt.
Bei den Spaltmaßen gibt es auch hier und da mal kleinere Ungenauigkeiten, aber die fallen erst bei nur sehr genauem Hinsehen auf.

Große Öffnungswinkel...

Große Öffnungswinkel…

Die Ausstattung ist wie man schon am Datenblatt sieht sehr üppig, wobei ich mir bei den Topmodellen noch Unterstützung für WLAN nach dem Standard 802.11ac gewünscht hätte. Dem 15,6-Zoll-Modell fehlt zudem das optische Laufwerk. Wer wert darauf legt, sollte sich also eine Alternative suchen. Der Akku ist zudem bei beiden Modellen fest verbaut. Beim Lieferumfang befindet sich neben dem Notebook noch das Netzteil.

Softwareseitig wurde dafür ordentlich geklotzt! Rund 56 Programme installiert. Nach einem Rundumschlag und deinstallieren von Programmen wie „Wild Tangent Games“, einem Acer-App-Launcher oder der McAffee Security belief sich die Liste dann noch auf rund 20 Programme. Fünf davon hatte ich selbst installiert. Also nach der Ersteinrichtung ist erstmal Großputz angesagt um die ganze Adware loszuwerden. An, für den einen oder anderen, nützlicher Software sind lediglich die Cyberlink Fotoverwaltung und der Cyberlink Videoeditor erwähnenswert. Auf den Geräten mit optischem Laufwerk ist zudem ein Cyberlink Player installiert.

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Größenvergleich 15,6 Zoll zu 17,3 Zoll

Bei den Displays liegt wie ich finde der größte Unterschied zwischen den beiden Modellen, nicht nur aufgrund der Größe, sondern auch aufgrund der Qualität. Beide haben Full-HD, beide sind matt, und dennoch wirkt das 17,3-Zoll-Panel einfach einen Tick knackiger, die Farben kräftiger und komischerweise auch schärfer. Woran das genau liegt ist schwer zu sagen, denn eigentlich sollte das 15,6-Zoll-Panel durch seine höhere Pixeldichte auch schärfer wirken. Eventuell haben wir aber auch einfach ein Gerät mit „montagspanel“ erwischt, denn auch der Blickwinkel ist bei der 17,3-Zoll-Variante deutlich größer. Allgemein sind die Displays aber wirklich gut. Schöne Farben, gute Blinkwinkel, matt und vor allem auch hell genug. In die direkte Sonne setzen sollte man sich damit zwar trotzdem nicht, aber für helle Umgebungen reicht es ansonsten locker aus.

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schlankes Gehäuse

So, jetzt aber zum wichtigsten, der Leistung: Fangen wir mal direkt mit den Spielen an, wofür diese beiden Modelle hier prädestiniert sind. Zum Testen ziehe ich wieder Risen 3 heran, das mit mittleren bis hohen Details und Full-HD-Auflösung auf rund 35-45 FPS läuft. Die Performance schwankt hier recht stark je nach Gebiet, Anzahl der Gegner und so weiter, bleibt aber immer im spielbaren Bereich.

Keine Überraschung dürfte es sein, dass Diablo 3 auf maximalen Details und in Full-HD-Auflösung mit mindestens 80 FPS butterweich läuft.
Im Alltagsgebrauch merkt man am meisten die SSD – alles startet extrem schnell und läuft flüssig. Ladezeiten gibt es nur noch bei Spielen oder sehr aufwändiger Software wie z.B. Adobe Premiere.

Die Emissionen – also Hitzeentwicklung und Lautstärke unter Last – sind ja oftmals die Achillesferse von Gaming Notebooks. In diesem beiden Punkten unterscheiden sich die beiden recht stark, daher jeweils ein Absatz pro Notebook.

Das 17,3 Zoll große Aspire VN7-791 macht in Sachen Lüftung und Lautstärke alles richtig. Im normalen Desktopbetrieb ist es nicht hörbar, die meiste Zeit wird es komplett passiv gekühlt. Erst bei HD-Videos springen die Lüfter mal an, aber auf so geringer Drehzahl, dass sie nur dann hörbar sind, wenn man sein Ohr fast schon auf das Lüftungsgitter legt.

Weiterer Pluspunkt: Wird das Gerät nicht genutzt, schaltet das Kühlsystem alle drei Stunden die Lüfter kurz auf Volllast, aber entgegengesetzt der normalen Drehrichtung. Damit werden Staub und andere Ablagerungen aus den Kühllamellen gesogen und durch eine Öffnung nach draußen geleitet. So bleibt das Kühlsystem möglichst lange sauber und leistungsfähig.

Bei sehr hoher Last muss natürlich entsprechend gekühlt werden, die Lüfter drehen also ordentlich auf. Dennoch bleibt es erstaunlich ruhig und vor allem gibt es keine hochfrequenten Pfeiftöne oder ähnliches. Man hört nur ein niederfrequentes surren und summen der Lüfter. Eines der leisesten Gaming-Notebooks, die wir hier jemals im Test hatten.

Die Temperaturen steigen unter maximaler Last natürlich recht schnell an, die CPU pendelt sich nach einigen Minuten bei ca. 90°C ein, die GPU schwankte immer irgendwo zwischen 80 und 85°C. Viel Luft nach oben ist also nicht mehr bei der Kühlleistung. Allerdings bleibt das Gehäuse an den meisten Stellen kühl. Lediglich mittig über der Tastatur wird es recht warm – das ist aber ein Bereich den man aber recht selten anfasst. Die Tastatur wird mittig maximal handwarm, in den anderen Bereichen ist sie kälter. Also auch hier sehr gut gelöst das Kühlkonzept.

Kommen wir zum kleinen Bruder VN7-591G. Aufgrund der Baugröße ist das Kühlsystem etwas kleiner ausgefallen, bei identischer Hardware. Dadurch laufen die Lüfter fast durchgehend, aber bei geringer Last auch kaum hörbar. Das „Dust-Defender“ System fehlt hier leider.

Bei voller Last zeigt sich aber die andere Seite der verringerten Größe: Die Lüfter drehen deutlich höher, was in einem leichten Pfeifen resultiert. Das Gerät ist zwar dennoch leiser als die meisten Gaming Notebooks die wir bisher hatten, aber an das 17,3-Zoll-Modell kommt es einfach nicht ran.
Trotz der höheren Drehzahlen werden die Komponenten wärmer: 96-98°C bei der CPU, 80-85°C bei der GPU.
Aber man muss hier auch deutlich anmerken, dass die Belastungen bei einem solchen Stresstest während der normalen Nutzung nahezu nie vorkommen.
Das Gehäuse bleibt trotzdem angenehm kühl und erhitzt sich wie beim großen Modell nur mittig über der Tastatur.

Die Aufrüstmöglichkeiten sind auch immer ein vielgefragter Punkt. Ich sags mal so: Bis auf die HDD und beim 15,6-Zoll-Modell, die SSD, solltet ihr lieber die Finger davon lassen. Um den RAM auszutauschen muss bei beiden Geräten das komplette Mainboard entfernt werden. Die M.2 SSD lässt sich nur beim 15,6″ Modell ohne weiteres tauschen, beim größeren Modell sitzt diese neben dem RAM.

Fazit: Insgesamt hat Acer hier ein gutes Gesamtpaket zusammengestellt. Hardwareseitig gibt es keine großen Schwächen, lediglich in Sachen Software nervt es einfach, dass die Geräte derart voll mit Drittprogrammen sind. Aber das lässt sich ja binnen weniger Minuten und mit etwas Klickarbeit beheben.

Bei der Kühlung des 15,6-Zoll-Modells fehlt mir auch der Puffer nach oben. Irgendwann setzen sich die Lüftergitter mit Staub zu und schnell werden dadurch die Temperaturen nach oben getrieben. Und für den passionierten Gamer sicher auch ein dickes Minus ist die mangelnde Aufrüstbarkeit. Zwar ist das Gehäuse durch diese Bauweise stabiler, aber nichts erweitern zu können ist schon sehr nervig.

Wer eine Alternative mit Laufwerk sucht sollte sich vielleicht einmal die MSI Gaming-Serie ansehen. Zwar sind die Geräte etwas lauter, bieten dafür aber auch ein Super-Preis-Leistungs-Verhältnis und sind sehr leicht aufzurüsten – zumindest die meisten Modelle ;).

 

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8 Antworten auf Im Kurztest: Acer Aspire VN7-791G und Acer Aspire VN7-591G

  1. avatar VN7-591G Besitzer sagt:

    sind die game videos gleich? audio hörte sich gleich an.
    könnt Ihr was zum touchpad sagen? bei meinem VN7-591G gibts Probleme. Es reagiert nicht sofort, hakt bei kleinen Bewegungen. Lässt man den Finger auf dem Touchpad und der Mauszeiger sich einmal bewegt hat, sind kleine Bewegungen kein Problem mehr.
    Das mit dem kippeln ist minimal, ist mir aber auch aufgefallen.
    Wlan ist echt schlecht, da war meine alte möhre besser. So hab ich jetzt Problem es in der Küche zu benutzen.
    Was noch auffällt, dass der Abstand von Display zur Unterseite zu kleine ist. so bekommt man wenn man es zuklappt den Schmand von der Unterseite aufs Display. Tuch reinlegen hilft aber wer will das.
    Netzteil ist auch lauter als mein altes.
    zum „montagspanel“ meins muss auch eins sein 8-). Farben recht gut Winkel komisch.ein Winkel ist recht klein ab dem wird das display dunkler, bleibt dann aber erstmal auf dem level.

    Cooler vergleich!
    hab mich für das kleine entscheiden, weil ich es besser transportieren kann.
    Schön ist auch der schlichte elegante Look, aber mal sehen wie lange die gummibeschichtung halten wird.

  2. avatar Sebastian S. sagt:

    Ich überlege zur Zeit mir ein „ACER Aspire VN7-591G-75M1“ zu kaufen oder lieber den „Dell Inspiron 15 7537“.

    Welches Gerät ist besser?

  3. avatar Hannes sagt:

    Hi Sebastian,

    welches Modell des DELL denn genau? Inspiron 15 7537 ist quasi nur die Serie, da gibt es unterschiedliche Ausführungen.
    Aber prinzipiell hat der Acer das bessere Gesamtpaket: Besser Grafikkarte, größere und schnellere SSD, mattes statt glänzendes Display (dafür halt kein Touch beim Acer), deutlich stärkere CPU..

  4. avatar Christopher sagt:

    Welche der vorinstallierten Programme kann ich alles bedenkenlos deinstallieren?

  5. avatar Pezi sagt:

    ich formatiere die komplette hdd/ssd/sshd nach dem kauf. alles mist was drauf ist.

  6. avatar Patrick sagt:

    Sehe ich das richtig, dass die 15“ Version ein M2 Modul verwendet und bei der 17“ Variante eine 2. HDD eingebaut werden kann?

  7. avatar Moruk sagt:

    Stimmt es, dass die 17 Zoll variante eher zu empfehlen ist als die 15 Zoller?

    Ich kann mich nämlich nicht entscheiden.. das Display soll ja bei der 17 Zoll variante auch besser sein …

  8. Pingback: Welches Notebook für Minecraft? Eine Übersicht der Systemanforderungen » notebooksbilliger.de Blog

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