Im Test: Gigabyte Brix GB-BXi5H-5200 Intel Core i5-5200U Barebone

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Barebones sind eine feine Sache: Man bekommt einen fast fertigen PC, in dem alles Wichtige enthalten ist. Stark vom Nutzer bzw. Einsatzzweck abhängige Bauteile, wie den RAM und HDD/SSD, baut man dann anschließend selbst ein. So lässt sich in der Regel der eine oder andere Euro sparen gegenüber Komplettsystemen. Auch gibt es viele verschiedene Versionen, vom kleinen Celeron bis hin zum Core i7 Prozessor. Für den Test habe ich die Version mit Core i5 5200U gewählt.

Lieferumfang

Der Lieferumfang ist durchaus umfangreich: Neben dem Barebone und dem dazugehörigen externen Netzteil ist eine Anleitung und Driver/Utility DVD enthalten. Auch eine VESA-Halterung, um den Gigabyte Brix Barebone rückseitig an einem Monitor oder PC zu befestigen ist mit enthalten. Alle benötigten Schrauben um z.B. eine mSATA SSD einzubauen sind ebenfalls dabei.

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Verarbeitung

Hier gibt’s nichts zu meckern: Die Spaltmaße sind gleichmäßig, das Material fühlt sich hochwertig an und sieht auch so aus. Die Anschlüsse sitzen gerade in den Slots, leider oftmals keine Selbstverständlichkeit. Einzige Ausnahme, aber hierüber kann man auch wunderbar streiten, ist die Oberseite. Das Hochglanz-Finish verkratzt leicht und man sieht jedes Staubkorn. Steht er irgendwo unsichtbar hinter einem Monitor ist das ok, steht er gut sichtbar auf dem Schreibtisch stört es aber.

Montage

Das System muss natürlich nach dem Kauf erstmal mit den fehlenden Komponenten bestückt werden. Das hat Gigabyte gut durchdacht: Die vier Schrauben auf der Unterseite gelöst, Boden abgezogen, schon hat man Zugriff auf die RAM-Slots, den SATA Port und den mSATA Slot. Anschließend Bodenplatte wieder drauf, Schrauben fest ziehen, fertig. Schon ist der PC einsatzbereit.

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Leistung

Die Leistung zu beurteilen ist natürlich schwierig, schließlich ist sie auch davon abhängig, welche Komponenten wie RAM und SSD verbaut werden. In unserem Test habe ich 8GB (2x4GB) Crucial Ballistix DDR3L 1600 RAM nebst einer Crucial M550 256GB mSATA SSD verwendet. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen:

In einer ähnlichen Konfiguration sollte der Brix daher keine Probleme haben den Alltag zu bewältigen. Hohe Display-Auflösungen bis hin zu 3840×2160 Pixeln sind übrigens auch kein Problem.

Benchmarks von SSD etc. spare ich mir an der Stelle.

Gaming ist nur sehr beschränkt möglich. Einfachere Titel, wie Diablo 3, laufen zwar einigermaßen, aber wirklich Spaß macht das nicht.

Emissionen

Die Leistung stimmt, aber kann sie auch gekühlt werden? Intels fünfte Generation Core i5 CPU glänzt ja besonders durch die Energieeffizienz, was auch bedeutet, dass weniger Abwärme entstehen sollte. Soweit die Theorie. In der Praxis sieht es aber nicht groß anders aus. Bei normaler Nutzung wie Surfen im Internet, Videos, währenddessen Musik hören usw. bleibt der kleine Gigabyte nahezu unhörbar. Ein leichtes Lüfterrauschen ist zu hören wenn man sehr nah ran geht, aber z.B. im Grundrauschen eines Büros geht das komplett unter.

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Unter absoluter Vollast, also wenn wirklich alles zu 100% ausgelastet ist, ist er natürlich nicht mehr ganz so still – das ist aber auch ganz normal. Der Lüfter dreht deutlich höher, was ein gut hörbares Rauschen erzeugt. Ab einer gewissen Dauer der Belastung driftet der Lüfter auch leicht ins Hochfrequente. Das kann durchaus sehr nervig sein, betrifft aber wie erwähnt nur die seltenen Momente, wenn das System wirklich zu 100% ausgereizt ist. Sofern man nicht permanent Benchmarks laufen lässt, erreicht man diese Auslastung bei normaler Nutzung eigentlich nie. Auch während der Benchmarks war der Lüfter kaum wahrnehmbar.

Allerdings muss er sich definitiv dem Acer Aspire REVO One geschlagen geben. Der Acer ist selbst unter absoluter Volllast kaum wahrnehmbar.

Fazit

Der Gigabyte Brix GB-BXi5H-5200 schlägt sich sehr gut und liefert eine ordentliche Performance ab. Der normale Büroalltag oder der Einsatz als Multimediazentrale sind überhaupt kein Problem.

Einzig die Lautstärke bei andauernder Last könnte etwas geringer ausfallen.

Empfehlen kann ich den Gigabyte Brix daher allen, die einen kleinen, unauffälligen PC suchen, der auch mit sehr hochauflösenden Inhalten klar kommt.

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