Im Test: Microsoft Designer Bluetooth Desktop

Microsoft Designer Bluetooth Desktop

Wie Microsoft heute bekanntgab, ist das Designer Bluetooth Desktop Set seit heute offiziell auf dem deutschen Markt verfügbar. Netterweise wurde uns bereits vorab ein Testexemplar zur Verfügung gestellt, welches ich mir ausgiebig angesehen habe.

Design?

Wie der Name schon andeutet, legt Microsoft besonderes Augenmerk auf das Design des Desktop-Sets. Aus meiner Sicht ist das auch gelungen. Die Tastatur ist schlicht und dabei trotzdem kantig gehalten. Das passt wunderbar zu Microsofts eigenen Geräten wie dem Surface oder auch den Lumia Smartphones. Die Maus ist etwas runder, aber ebenso einfach gehalten. Klare Linien statt Schnörkel – genau mein Geschmack.

Microsoft Designer Bluetooth Desktop

Verarbeitung

An der Verarbeitung gibt es gar nichts auszusetzen. Sowohl Tastatur als auch Maus sind solide und fehlerfrei verarbeitet. Gleichmäßige Spaltmaße, das Material fühlt sich sehr hochwertig an, nichts klappert oder wackelt – so soll es sein! Schönes Detail: Die Batterieabdeckungen sind magnetisch. Der Batteriewechsel ist damit denkbar einfach.

Obwohl der Tastaturkorpus sehr dünn ist, lässt er sich nicht durchdrücken. Egal wie fest man tippt, das Gehäuse gibt quasi gar nicht nach. Erst mit roher Gewalt lässt sie sich dann etwas eindrücken. Es erscheint einfach Alles wie aus einem Guss.

Wirkliche Negativpunkte gibt es daher hinsichtlich der Verarbeitung nicht – das findet man selten.

Verbindung

Kabellose Eingabegeräte beinhalten auch immer die Gefahr, dass die Verbindung zwischen den Geräten Probleme bereitet. Sei es nun weil das Notebook oder Tablet die Tastatur und Maus nicht findet oder sich die Tastatur weigert in den Kopplungsmodus zu gehen oder was auch immer. Anfangs passierte mir auch genau das mit dem  Microsoft Designer Bluetooth Desktop. Mein Notebook wollte partout weder Tastatur noch Maus finden. Andere Geräte hingegen funktionierten. Des Rätsels Lösung? Man braucht zwingend Bluetooth 4.0, um mit dem Set eine Verbindung herzustellen. Ältere Standards werden nicht unterstützt. Gesagt, getan und einen entsprechenden Dongle angesteckt: Die Verbindung lief sofort und ist seitdem stabil.

Bluetooth 4.0 wird zwingend benötigt, da die Verbindung auf Bluetooth Smart setzt. Damit soll Energie  gespart werden, was die Lebensdauer der eingesetzten Batterien verlängern soll.

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Layout und Sondertasten

Kurz gesagt: Das Layout der Tastatur ist sehr gewöhnungsbedürftig. Sondertasten wie Entfernen, Bild auf, Bild ab liegen aus Platzgründen nicht in einem 2×3 Tasten Block über den Cursor-Tasten, sondern senkrecht zwischen Nummernblock und Tastenfeld. Einige Tasten, wie Entfernen oder Drucken, sind sogar auf die F-Tasten-Reihe gerutscht. Zusätzlich liegt über dem Nummernblock noch eine 4er Reihe Sondertasten für Windows 8.1 bzw. zukünftig Windows 10: Suche, Teilen, Projizieren und Einstellungen.

Microsoft Designer Bluetooth Desktop

.. Nummernblock und Windows 8/10 Sondertasten

Das Layout ist dadurch nicht schlecht, aber es erfordert schon einige Umgewöhnung. Die Windows 8.1 bzw. 10 Sondertasten hätte ich mir allerdings auch eher auf den F-Tasten gewünscht, um sie leichter erreichen zu können.

Die F-Tasten rutschen, wie schon bei einigen Notebooks üblich, auch generell in den Hintergrund und stellen nur noch die Zweitbelegung dar. Auch hier brauchte es einige Zeit mich daran zu gewöhnen. Statt mit Strg+F5 eine Website neu zu laden, wunderte ich mich jedes mal, warum die Musik plötzlich aufhört…

Microsoft Designer Bluetooth Desktop

Sondertasten auf F-Belegung…

Ansonsten sind die Sondertasten aber sehr praktisch und vor allem auch einhändig erreichbar ohne immer die Fn Taste extra drücken zu müssen.

Haptik und Alltag

Egal wie hübsch oder stabil Hardware ist, am Ende muss man auch gut damit arbeiten können. Die Microsoft Designer Bluetooth Maus ist so geformt und proportioniert, dass man die Hand einfach flach darüberlegen kann. Das ist ergonomisch und schont das Handgelenk. Soweit so gut. Das führt allerdings auch dazu, dass man die Maus nur noch mit den Fingern statt dem Handgelegt bewegt. Bei mir führt das auf Dauer zu einem steifen Handgelenk, das auch mal schmerzen kann. Eventuell ist das Gewohnheit, vielleicht aber auch nicht. Wer schon länger kleine Mäuse nutzt dürfte aber kein Problem haben.

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Die Tastatur hingegen bereitet mir auch bei längeren Texten keine Probleme. Zwar ist es schade, dass der Stellwinkel nicht angepasst werden kann, aber an die Haltung gewöhnt man sich sehr schnell und ich empfinde sie auch als angenehm. Eine extra Handballenauflage ist hier definitiv nicht nötig.

Technisch setzt Microsoft hier auf Rubberdome Tasten. Wer eine Mechanische Tastatur gewohnt ist, wird jetzt mit dem Kopf schütteln, aber ganz im Ernst: Der Druckpunkt und Tastenhub des Microsoft Designer Bluetooth Keyboard sind alles andere als schlecht. Der Druckpunkt ist gut spürbar, der Tastenhub ausreichend groß. Außerdem ist der Tastenanschlag angenehm leise. Die Abstände der Tasten sind gut dimensioniert, ich erwischte nur selten mal mehrere Tasten auf einmal.

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Wie eingangs schon erwähnt, ist das Layout aber sehr gewöhnungsbedürftig, insbesondere bei den Sondertasten. Das ist kein direkter Minuspunkt an sich, aber eben anfangs sehr verwirrend und gefühlt hat das Verfassen von Texten ewig gedauert. Es „fehlten“ einfach die Sondertasten, die ich sonst mit dem kleinen Finger bediene. Stattdessen tippt man an der gewohnten Stelle nämlich auf dem Nummernblock rum.

Was im Büroalltag noch auffällt ist, dass Tastatur und Maus nach kurzer Nichtbenutzung in den Standby wechseln um Energie zu sparen. Das macht sich dadurch bemerkbar, dass die erste Eingabe mit etwas Verzögerung ausgeführt wird. Danach wird aber jede Eingabe sofort ausgeführt. Nur wer zuvor eine kabelgebundene Gaming-Tastatur genutzt hat, wird eine etwas langsamere Reaktionszeit feststellen. Da es hier aber nicht um Gaming geht ist die Reaktionszeit unerheblich. Auch die kurze Denksekunde bevor die Geräte aus dem Standby aufwachen empfand ich nicht als störend.

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Fazit

Insgesamt gefällt mir das Set optisch sehr gut, auch hinsichtlich Haptik und Verarbeitung gibt es kaum negative Aspekte. Nur auf die Kompatibilität sollte genau geachtet werden – im Zweifel braucht man trotz integriertem Bluetooth noch ein 4.0 fähigen Dongle.

Wer also kein Problem mit einem neuen Tastaturlayout hat, kann bei der Tastatur bedenkenlos zugreifen. Gerade Vielschreiber kommen auf jeden Fall auf Ihre Kosten. Die Maus eignet sich eher für Nutzer mit kleinen Händen, für mich war sie schlicht zu klein und flach.

Der Preis ist mit rund 90€ zwar recht hoch, die Verarbeitung macht das aber locker wieder wett.

Das Microsoft Designer Bluetooth Desktop Set findet ihr natürlich ab sofort auch bei uns im Shop.

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5 Kommentare auf "Im Test: Microsoft Designer Bluetooth Desktop"

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Hi, schöner Artikel. Ich selber habe mir die Maus bestellt, leider kann ich sie nicht mit meinem Win7 64bit nutzen, obwohl ein BT 4.0 verbaut ist, da die Kopplung mit einem Fehler abbricht. Neue Treiber und andere Tricks aus dem Netz konnten nicht helfen, ebenso wenig wie ein extra bestellter BT Dongle. Schade, ich warte und hoffe nun auf Win10, vlt. geht’s dann. Grüße.

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Hallo Hannes, folgend der Link zu meinem Artikel über BT-Probleme und genaueren Daten. Am Ende des Artikels ist noch die Fehlermeldung zu sehen. Danke dir im Voraus: http://trulec.de/blog/technik/.....ctionerror

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Hallo Hannes,
danke für den Artikel und die Vorstellung des Tastatur-Sets.

Anstelle Strg-F5 funktioniert jedoch auch Strg-R (für Reload). Evtl. hilft es ja bei der Umgewöhnung 😉

Gruß´
Gernot

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Ich konnte mit dem iPad kein Tastaturverbindung hinbekommen, auf Win 10 keine Probleme aber das BIOS ist damit auch nicht zu erreichen (Asus Z97 de luxe), da der BT Treiber erst später verfügbar ist. Die Maus ist für den harten Einsatz völlig ungeeignet. Linkr Taste halten und Rollen vetsagt meiste schnell. Präzission läßt auch zu wünschen übrig. Keyboard verlngt Eingewöhnung aber ist dann top. Man möchte dann kein anderes mehr, auch schön leicht und platzsparend. Auf keinem der Geräte befindet sich ein Label, welches anzeigt, was man da eigentlich benutzt. Es gibt auch im Web keine Anleitung auf der MS… Read more »
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