Intel Anti-Theft: was ist das eigentlich?

Laut McAfee wurden 2011 tagtäglich mehr als 55.000 neue Schadsoftwareprogramme, sogenannte „Malware“, in Umlauf gebracht. Mehr als 200.000 Computer wurden unbrauchbar, nachdem sie Opfer von „Command-and-Control“-Netzwerken wurden. Soviel einmal zu Schädlingen auf Software-Seiten, doch wie sieht es denn auf Seiten der Hardware mit reellen Bedrohungen aus? Hier einmal ein paar Aussagen, die ich aufschnappen und recherchieren konnte – war ja schließlich auf Intels Ultrabook-Veranstaltung vor Ort 🙂 :

Safeware Insurance Agency: “Alle 12 Sekunden wird in den USA ein Laptop entwendet”

CSI Computer Crime & Security Survey 2009: “Notebook-Diebstahl war nach Schadsoftwares die zweithäufigste Bedrohung im Businessbereich”

Dell-Ponemon study: “12.000 Notebooks werden jede Woche auf US-amerikanischen Flughäfen entwendet” & “200.000 verlorene oder entwendete Notebooks auf europäischen Flughäfen im Jahr”

Intel-Ponemon Study: “Durchschnittliche Kosten für ein verlorenes Notebook beträgt $49.246”

Auf der Computex 2012 gab es aufgrund dieser alarmierenden Zahlen dann die Vorstellung von Intels Sicherheitskonzept in neuer Form. Diese Mechanismen sollen für einen Schutz persönlicher Daten sorgen und zusammen mit in die Hardware integrierten Features arbeiten. Neue Ultrabooks mit Intel Core-Prozessoren der dritten Generation sowie ausgesuchte Vorgänger-Modelle können auf die Technologie zurückgreifen, die eure Daten schützen soll.

Das Ganze besteht nicht nur aus einer Lösung, sondern eigentlich aus zwei. So findet man gegen den Diebstahl der persönlichen Identität die Identity Protection Technologie vor und die eingangs erwähnte Anti-Theft-Technik. Letztere ist „eigentlich“ einfach erklärt. Wird dein Ultrabook gestohlen oder geht verloren, so kannst du es via Internet direkt sperren lassen. Dies erfolgt automatisch, zum Beispiel, wenn es aus einem festgelegten Ort „entführt“ wird. Alternativ kann man das Ultrabook von einem Dienstanbieter sperren lassen, wenn ihr diesen damit beauftragt. Findet sich das Gerät wieder an, dann kann es von euch wieder aktiviert werden.

Die Identity Protection Technologie ist etwas anderes, sie sichert euch beim Arbeiten ab.

Die Intel Identity Protection Technologie ist in alle Ultrabooks mit Intel Core Prozessoren der dritten Generation integriert. Damit können Websites (eBay zum Beispiel) und Business-Netzwerke überprüfen, ob sich ein berechtigter Benutzer über einen vertrauenswürdigen PC mit einem privaten Schlüssel anmeldet, der in der Firmware des PCs gespeichert ist. Die Intel Identity Protection Technologie bietet nach eigenen Aussagen einen wirkungsvollen Satz an Bausteinen für die Authentifizierung bei Internetdiensten. Die Technologie bettet eine neue zweite Authentifizierungs-Schicht in den PC ein sowie einen Hardware-basierten Anzeigeschutz. Sie wird von Sicherheitsexperten allgemein als wesentlich sicherer als die reine Authentifizierung auf Softwarebasis angesehen.

Intel arbeitet sehr eng mit unterschiedlichsten Branchenpartnern zusammen – von ISVs über Online-Banking- und -Spiele-Anbieter bis hin zu E-Commerce-Seiten und soziale Netzwerke. Die Technologie soll die Identität der Benutzer optimal schützen sowie Sicherheit vor Betrugsversuchen und Malware bieten. Intel hat jüngst eine strategische Zusammenarbeit mit MasterCard bekanntgegeben. Die Zusammenarbeit kombiniert die Erfahrungen von MasterCard in der Zahlungsabwicklung mit den Stärken von Intel bei Chip-basierter Sicherheit. Es soll mehr Optionen für einen noch sichereren und einfacheren Zahlungsprozess bei Online-Verkäufern und Anwendern bieten, die ein Ultrabook und künftige Generationen von Intel- basierten PCs nutzen. Die beiden Unternehmen arbeiten gemeinsam daran, kommende Technologien für den Zahlungsverkehr zu optimieren, wie PayPass von MasterCard und die Intel IPT.

So, jetzt wisst ihr also, was das Ganze sein soll. Als guten Tipp gebe ich auch noch immer mit auf den Weg, sensible Daten mittels BitLocker oder TrueCrypt zu verschlüsseln. Kann ja nicht schaden 🙂

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4 Kommentare auf "Intel Anti-Theft: was ist das eigentlich?"

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[…] Anti-Theft Technologie ist und wie sie funktioniert, hatten wir ja bereits in einem früheren Artikel erläutert.  Kurz noch einmal für alle, die nicht den ganzen Artikel lesen möchten: […]

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Dieser Artikel erklärt die Anti Theft Technology nicht.
Wie funktioniert die Technologie?
Muß mein Laptop dann ständig an mein Wifi angeschlossen sein
oder verkabelt ans Internet?
Hat das Teil GPS?

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Hinweis: Die meisten Anbieter haben die Intel Anti Theft Unterstützung mittlerweile eingestellt! Zur Arbeitsweise: Es gibt verschiedene Einstellmöglichkeiten wie man die Sperre des Rechners verwalten will. Eins ist dabei allen gemein. Der Rechner muss regelmäßig mit dem Internet verbunden werden, damit die online beim Anbieter hinterlegten Daten mit denen auf dem Rechner abgeglichen werden können. Beispiel. Der Rechner muss sich alle 10 Tage mit dem Server des Anbieters verbinden. Geschieht dies nicht, wird die Sperre des Rechners aktiv. Er lässt sich dann nur noch mit dem vorher festgelegten Passwort booten. Sollte man den Rechner einmal verloren haben, dann setzt man… Read more »
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Noch ein Hinweis. Intel Anti Theft sperrt nur die Hardware/Motherboard. Die Daten auf der Festplatte bleiben jedoch unverschlüsselt. Wird die Festplatte ausgebaut, können die Daten in einem anderen Rechner ohne Probleme ausgelesen werden. Daher sollte man zusätzlich die Festplatte verschlüsseln, damit ebenfalls die Daten der Festplatte geschützt sind. Kostenlos geht dies z.B. mit der Freeware TeraCrypt. Diese kann die gesamte Festplatte oder nur einzelnen Partitionen verschlüsseln. Beim Booten des Systems muss ein Passwort eingegeben werden um die Daten lesbar zu machen bzw. das Betriebssystem booten zu können. Man muss unterscheiden zwischen der Hardwaresicherung und der Software Sicherung! Beides macht Sinn,… Read more »
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