Intel Arc A350M & A370M: Einstiegs-Grafikkarten für Notebooks vorgestellt

      Intel Arc A350M & A370M: Einstiegs-Grafikkarten für Notebooks vorgestellt

      Die Katze ist aus dem Sack, was lange währt wird endlich gut und viel mehr Sprüche sind angebracht. Intel hat endlich offiziell die beiden Notebook-Grafikkarten A350M & A370M vorgestellt. Diese tummeln sich im Einsteiger-Segment und größere Modelle sollen im Sommer folgen.


      Die Familie der mobilen Arc-Grafikkarten wird aus fünf verschiedenen Modellen bestehen. Die beiden Einstiegs-Modelle hat Intel nun offiziell vorgestellt, die anderen drei grob gezeigt.

      Die beiden gezeigten Modelle Arc A350M und Arc A370M basieren dabei auf der ACM-G11-GPU, während die anderen drei Grafikkarten auf den stärkeren ACM-G10 setzen werden.


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      Hier ein grober Überblick, über die kommenden fünf Modelle:

      A350M A370M A550M A730M A770M
      GPU ACM-G11 ACM-G10
      Xe-Cores 6 8 16 24 32
      FP32-ALUs 768 1.024 2.048 3.072 4.096
      RT-Kerne 6 8 16 24 32
      Matrix-Kerne 96 128 256 384 512
      Graphics-Takt 1.150 MHz 1.550 MHz 900 MHz 1.100 MHz 1.650 MHz
      FP32-Leistung 1,8 TFLOPS 3,2 TFLOPS 3,7 TFLOPS 6,8 TFLOPS 13,5 TFLOPS
      FP16-Leistung 3,6 TFLOPS 6,4 TFLOPS 7,4 TFLOPS 13,6 TFLOPS 27 TFLOPS
      FP16-Leistung über Tensor 14,1 TFLOPS 25,4 TFLOPS 29,5 TFLOPS 54,1 TFLOPS 108,1 TFLOPS
      Textureinheiten 48 64 128 192 256
      Speicher 4 GB GDDR6 8 GB GDDR6 12 GB GDDR6 16 GB GDDR6
      Speicher-Interface 64 Bit 128 Bit 192 Bit 256 Bit
      L2-Cache 4 MB ? ? 16 MB
      TDP 25 – 35 Watt 35 – 50 Watt 60 – 80 Watt 80 -120 Watt 120 -150 Watt

      Intel Arc A350M

      Das kleinste Modell bekommt sechs Xe-Grafikkerne, was etwa 768 FP32-ALUs entspricht. Jeder Kern hat dabei auch eine Einheit für Raytracing. Der GPU-Takt beträgt 1.150 MHz und ist für den Einstieg ausreichend schnell.

      Die Grafikkarte besitzt dabei 4 GB an aktuellen GDDR6-Speicher und hat ein 64-Bit-Speicherinterface. Als TDP nennt Intel zwischen 25 und 30 Watt, was auf verschieden starke Konfigurationen hindeutet. Zu Speicherbandbreite oder den Speichertakt hat Intel keine Informationen gegeben.

      Intel Arc A370M

      Die Arc A370M ist eine etwas stärkere Version der A350M. Sie bietet aber ganze 8 Xe-Kerne und kommt damit auf 1.024 ALUs, auch der GPU-Takt ist mit 1.550 MHz etwas höher. Der VRAM bleibt mit 4 GB und 64-Bit-Speicherinterface gleich. Die Karte darf zwischen 35 und 50 Watt verbrauchen.

      Intel Arc A550M

      Willkommen in der Mittelklasse! Die Arc A550M basiert auf dem ACM-G10-Chip und bietet ganze 16 Xe-Kerne und 2.048 FP-32-ALUs. Der Speichertakt fällt mit gerade einmal 900 MHz aber deutlich niedriger aus. Das bremst die Leistungsfähigkeit der Karte aus und wurde wohl so gewählt, dass sie den großen Karten nicht gefährlich wird.

      Dafür gibt es mit 8 GB die doppelte Menge an VRAM und sogar ein 128-Bit-Speicherinterface. Gerade für Spiele mit hochauflösenden Texturen oder für Videobearbeitung lohnt sich die doppelte Speichermenge. Die Leistungsaufnahme beträgt hier schon stolze 60 bis 80 Watt.

      Arc A730M und Arc A770M

      Die Arc A730M bekommt 24 Xe-Kerne und 3.072 FP32-ALUs spendiert. Auch der VRAM wächst auf 12 GB und das Speicherinterface auf 192 Bit an. Das Beinahe-Flaggschiff darf dann im Betrieb zwischen 80 bis 120 Watt verbrauchen.

      Das Notebook-Flaggschiff bekommt den Vollausbau zu spüren: 32 Xe-Kerne und 4.096 ALUs, mit einem GPU-Takt von 1.650 MHz, großzügigen 16 GB an VRAM mit einem 256-Bit-Speicherinterface. Dabei darf das High-End-Modell zwischen 120 und 150 Watt verbrauchen.

      Weitere kleine Details zur neuen Architektur

      Neben konkreten Details zu den Modellen, hat Intel auch noch etwas über die Alchemist-Architektur gesprochen. Der L1-Cache beträgt 192 KB je Xe-Kern und ist dort gleich mit verbaut. Bei der Arc A770M beträgt er also mit 32 Kernen 6.144 KB.

      Der L2-Cache ist bei den Modellen mit ACM-G11 4 MB groß und bei den anderen dann schon 16 MB. Die beiden Caches sind damit deutlich größer als bei der Konkurrenz. Spannend wird sein, wie stark Spiele davon profitieren.

      Die Xe-Kerne können 128 FP32-ALUs pro Takt berechnen, aber dazu noch gleichzeitig 128 INT32-ALUs. Dazu beherrschen sie auch noch das FP16- und INT8-Format. Während eines Takts kann ein Xe-Kern also FP32, 2x FP16 und 4x INT8 gleichzeitig berechnen. Das ist tatsächlich ordentlich.

      Die sogenannten Matrix-Einheiten sind bei Intel für das maschinelle Lernen zuständig. Pro Xe-Kern gibt es 16 solcher Einheiten. Bei der Arc A770M gibt es also 512 Einheiten. Während eines Takts können sie 128x FP16, 256x INT8 oder 512x INT4/INT2 gleichzeitig berechnen.

      Wie die einzelnen Grafikkarten takten werden, ist noch unklar. Das Taktverhalten ist sehr wichtig und wird von AMD/Nvidia ständig verbessert. Intel spricht hier nur von „dynamischen Taktraten“ und unterscheidet zwischen „Graphics Clock“ und „Higher Clock“. Auch hier fehlt eine genaue Erklärung. Aber ich gehe von einem Art Basis-Takt und einem Turbo aus.

      Alle Arc-Grafikkarten besitzen eine Media-Engine, die mit allen aktuellen Codes umgehen kann. Dazu gehören auch H.264, H.265, VP9 und AV1. Intel nennt ganz genau bis zu 8K@60 12-Bit-HDR beim Decodieren und bis zu 8K@30 10-Bit-HDR beim Encodieren.

      Einige Benchmarks von Intel

      Natürlich hat Intel es sich nicht nehmen lassen, auch einige Benchmark-Ergebnisse ihrer neuen Grafikkarten zu zeigen. Diese sind aber mit einer Prise Vorsicht zu genießen, da Hersteller ihre Tests meist sehr klug wählen. Dennoch geben sie einen guten Überblick, was uns erwartet. Intel betont, dass die Arc-3-Reihe für Gaming in HD-Auflösung und mittleren Details gedacht ist.

      Xe-Super-Sampling als DLSS-Killer

      Natürlich hat Intel mit XSS auch eine Art AI-Upscaling-Funktion, ähnlich wie Nvidias berühmtes DLSS und AMDs FSR 2.0. Als unterstützte Launch-Titel dafür nennt Intel Death Stranding, Grid Legends, Hitman 3, Shadow of the Tomb Raider und Ghostwire Tokyo.

      Die Funktion ist zum Erscheinen der kleinen Grafikkarten noch nicht verfügbar und soll ebenfalls im Sommer nachgereicht werden.

      Anschlüsse sind genügend vorhanden

      Intel nennt für eine Grafikkarten DisplayPort 1.4a und DisplayPort 2.0 ready. Aktuell gibt es DP 2.0 noch nicht, da die letzten Spezifikationen dazu noch nicht klar sind. Die Funktion soll also mit einem Update nachträglich freigeschalten werden können.

      Dazu gibt es noch HDMI 2.0b, was leider nicht mehr ganz taufrisch ist. Wenn der DP-Anschluss auf DP 2.0 freigeschalten ist, soll er zweimal 8K60 HDR und viermal 4K120 HDR beherrschen. Was ziemlich ordentlich klingt.

      Kleiner Ausblick auf die Desktop-Grafikkarten


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      Ganz zum Schluss hat Intel noch eine „Limited Edition“ einer Arc-Grafikkarte für den Desktop angesprochen. Diese Karte hat zwei Lüfter und ein sehr ansprechendes Design. Da das gezeigte Modell aber keine Anschlüsse hat, handelt es sich wohl nur um einen „Dummy“, der einen groben Überblick geben soll.

      Wann kommen Notebooks mit Intel-Arc?

      Es gibt noch keine genauen Informationen, wann die ersten Notebooks mit Intel-Arc in Deutschland auf den Markt kommen. Intel nannte Partner wie Asus, Samsung, HP, Lenovo und Dell. Wobei andere Hersteller bestimmt nachziehen. Es gibt aber noch kein Datum, wann es die ersten Modelle zum Kaufen geben wird.

      Was denkt ihr über Intels Grafikkarten? Schreibt uns eure Meinung dazu gerne in die Kommentare!

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      Bilder: Intel

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