Intel Compute Card: Rechner to go im Kreditkartenformat

Intel Compute Card

Eines der Themen auf der Computex 2017 in Taipeh ist definitiv die Compute Card von Intel. Das ist im Prinzip ein Rechner im Kreditkartenformat, der sich problemlos an verschiedene Devices anschließen lässt.

Modulare Ansätze gab es in den letzten Jahren mehrfach, allerdings konnten die sich nicht wirklich durchsetzen. Intel geht jetzt neue Wege und hat einen nur 95x55x5mm großen Mini-Rechner entwickelt. Das Konzept beschreibt Intel auf seiner Seite als „eine neue Produktkategorie, die den Weg für bedeutsame Veränderungen ebnet, indem sie es ermöglicht, praktisch jedes Gerät an jedem Ort mit Rechenleistung und Netzwerkfunktionalität auszustatten.“

Es ist bei der Compute Card alles dabei, was ihr für einen Rechner braucht. SoC, RAM, SSD- oder eMMC-Speicher, WLAN und Bluetooth. Auf der CES hatte Intel die Technologie schon vorgestellt. Jetzt ist sie weiter ausgereift und soll ab August in zunächst vier Varianten verfügbar sein.

  • 7th Gen Intel® Core™ i5-7Y57 with Intel® vPro™ technology, 4 GB DDR3 RAM, 128 GB Intel® SSD, Intel® Wireless-AC 8265 (2×2 802.11ac & Bluetooth® 4.2)
  • 7th Gen Intel® Core m3-7Y30 processor, 4 GB DDR3 RAM, 128 GB Intel® SSD, Intel® Wireless-AC 8265 (2×2 802.11ac & Bluetooth 4.2)
  • Intel® Pentium® processor N4200, 4 GB DDR3 RAM, 64 GB eMMC, Intel® Wireless-AC 7265 (2×2 802.11ac & Bluetooth 4.2)
  • Intel® Celeron® processor N3450, 4 GB DDR3, 64 GB eMMC, Intel® Wireless-AC 7265 (2×2 802.11ac & Bluetooth 4.2)

Damit ergeben sich diverse Möglichkeiten. Etwa für die Schule. Schüler bräuchten nur noch ihre Karte in die Rechner schieben und hätten immer ihren persönlichen Desktop mit allen Daten zur Verfügung. Die Schulen müssten in dem Fall nur noch die Trägergeräte, etwa geeignete Displays, anschaffen. Oder ihr nutzt die Karte, um eure IoT-Geräte zu betreiben. Wenn später einmal eine Aktualisierung notwendig sein sollte, setzt ihr einfach eine neue Karte ein und müsst nicht gleich einen neues Gerät kaufen.

Für die Produkte hat Intel eine Menge Partner gewonnen. Neben großen Namen (Lenovo, Dell, HP, LG, Sharp) sind auch viele kleinere Firmen an Bord. Intel könnte also tatsächlich einen Gamechanger für modulare Rechner entwickelt haben. Wir dürfen gespannt sein, was sich die Firmen alles an Geräten für die kleine Karte einfallen lassen.

Einen Eindruck von den ersten Geräten mit der Karte könnt ihr euch hier im Video von den Mobilegeeks verschaffen, die sich das auf der Computex genau angesehen haben.

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Über Eike

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.
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3 Kommentare auf "Intel Compute Card: Rechner to go im Kreditkartenformat"

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Gast

Ich finde das „Modular Computing“ eine wirklich geniale Idee und hoffe, dass sich das weiter durchsetzt. Ich arbeite zusätzlich noch im Home-Office und es wäre ziemlich genial immer die aktuellsten Daten dabei zu haben und immer auf den „gleichen“ Rechner oder Notebook zu arbeiten.

Das sharen der Daten über das Internet wäre für mich keine Option und mit Modular Computing kann ich die Daten mit nach Hause nehmen ohne diese über das Internet freizugeben. Ziemlich genial!

Danke Intel für diese super Idee!

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Gast

Die Idee find ich nicht schlecht, nur ist das nicht modular. Dazu müsste auch CPU, RAM, Speicher etc. wechselbar sein und nicht die komplette Einheit. Da aber nur das geht, hat man sowas wie das Innenleben eines Laptop oder Tablet, nur eben komprimiert. Im Prinzip einen Raspberry Pi (mit besserer Hardware) in standardisiertem Gehäuse- 😉

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Gast

Wie siehts mit det Hitzeentwicklung aus?

Tschüssi

Wie immer…euer Larry!

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