Intel Developer Forum 2012: Die Ultrabook-Spezifikation für 2013‎

Um seine Notebooks mit „Ultrabook“ bewerben zu dürfen, müssen Notebooks von von Intel festgelegte Anforderungen erfüllen. Diese Anforderungen werden von Zeit zu Zeit den technischen Möglichkeiten angepasst. Heise.de wurde eine für Notebook-Hersteller gedachte Präsentation mit den Vorgaben für Ultrabooks mit Haswell-Prozessoren (4. Intel Core-Generation) zugespielt, welches 2012 auf den Markt kommen soll.

So müssen Ultrabooks dann einen Akkulaufzeit von mindestens neun Stunden aufweisen, heute sind „nur“ fünf Stunden vorgegeben. Zu den weiteren Vorgaben gehört auch eine HD-fähige Webcam und ein Array aus zwei Mikrofonen, welches das Ausfiltern von Störgeräuschen verbessern soll. Diese Mikrofone sollen aber nicht nur bei Telefonie oder Video-Konferenzen zum Einsatz kommen, sondern auch zur Sprachsteuerung des Ultrabooks dienen.

Auch die WLAN-Anforderung konkretisiert Intel für die künftigen Ultrabooks: So müssen die mobilen Rechner WLAN nach dem Standard IEEE 802.11n mit mindestens 300 MBits/s beherrschen. WLAN nach dem neuen IEEE 802.11ac-Standard („Gigabit-WLAN“) ist ebenfalls erlaubt, aber keine Pflicht. Pflicht hingegen wird Intels Wireless Display-Technik (WiDi)

Weiterhin muss sich auf den Ultrabooks ein vorinstalliertes Antivirenprogramm befinden, außerdem werden auch große Touchpads nötig, die mindestens Gesten mit zwei Fingern erkennen. Bei Ultrabooks mit Touchscreen kommen zusätzlich noch Sensoren wie Beschleunigungsmesser, Gyroskop, Kompass und Umgebungslichtsensoren hinzu.

Aktuelle Ultrabooks müssen nicht zwingend eine SSD haben, allerdings müssen sie in maximal sieben Sekunden aus dem Ruhezustand aufwachen. Machbar ist dies aktuell nur mit SSDs, weshalb man vor allen Dingen bei den günstigen Ultrabooks neben der normalen mechanischen Festplatte eine, in der Regel, 32 GB großen SSD-Cache vorfindet. Die Krux an der Sache: Im Betrieb wird die SSD überhaupt nicht genutzt, um die System-Performance zu steigern. In Zukunft müssen bei Ultrabooks Festplatten mit mindestens 16 GB SSD-Cache vorhanden sein, die nicht zum Aufwachen aus dem Ruhezustand genutzt werden.

Ansonsten gibt Intel den Herstellern noch einige optionale Features an die Hand, wie beispielsweise ein farbstarkes Display mit FullHD-Auflösung, NFC-Schnittstellen, Mobilfunkmodems oder ein Thunderbolt-Anschluss.

Wir dürfen gespannt sein,was die Hersteller aus den Anforderungen von Intel alles machen und welche Neuheiten es bei zukünftigen Ultrabooks geben wird.

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Über Cihan Boz

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3 Kommentare auf "Intel Developer Forum 2012: Die Ultrabook-Spezifikation für 2013‎"

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Gast
Also ich finde das ganze schon etwas merkwürdig, wie Intel versucht die ach-so-neue Notebook Revolution in den Markt zu drängen. Glaubt man den Zahlen, dann scheinen die Geräte nicht so gut anzukommen. Aber mir erschließt sich jetzt nicht sofort, wo genau der große Unterschied ist. Hätten nicht die normalen Notebooks diesen evolutionsschritt von alleine durchlaufen, ohne gleich eine neue Produktkategorie zu entwickeln? Für mich sieht das nur nach einer gezielten Kampagne aus. Die Margen im Notebook-Geschäft sind mittlerweile schwindend gering und Intel versucht doch so nur mit den Herstellern zusammen mehr Geld mit Hardware zu verdienen. Naja ich würde mir… Read more »
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Gast

Nun die Bezeichnung Ultrabook steht schon für eine besondere Kategorie an Geräten. Ultraleicht, Ultraschnell, Ultralange Akkulaufzeit…. Von daher ist es schon gerechtfertigt hier neue Bezeichnungen einzuführen.

Hier einen gewissen Standard einzuführen, kann zwecks der Erwartung des Verbrauchers an ein Gerät nur nützen.

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Gast

Ich finde es gut das Intel die Anforderungen verschärft. Ich denke die dritte Generation der Ultrabooks wird ordentlichen Anklang finden.

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