Intel legt mobil nach

So kann es gehen: du bist zwei Tage unterwegs und verpasst die Highlights, die Intel auf dem IDF (Intel Developer Forum) dem interessierten Fachpublikum eröffnet. Ich fragte mich schon einige Zeit: wann haut Intel mal richtig was Spruchreifes raus, wenn es um mobile Devices geht? Ich meine – der Markt ist riesig – denn wird Intel sicherlich nicht einfach anderen überlassen wollen.

Die Vermutung war richtig, denn  Intel stellte auf dem IDF einiges an Infos zur Verfügung, welche zeigen könnten, wohin die Reise mobil gehen wird. So wurden zum Beispiel die neuen Ultrabooks gezeigt, die nicht mehr auf der Sandy Bridge aufsetzen, sondern auf deren schnellen Nachfolger, der Ivy Bridge. Die Mikroprozessor-Architektur Ivy Bridge soll weiter die Symbiose Taktrate / Leistungsaufnahme steuern, ohne dabei dem Nutzer das Gefühl eines langsamen Rechners zu geben. Auch weiterhin an Bord: der gute alte Turbo, der im Falle eines Falles dem Prozessor einen ordentlichen Boost verpasst. Denn wir alle wissen ja: es ist nicht wichtig, wie viele Gigahertz unter der Haube schlummern, eine schnelle Reaktionszeit und ein tolles „Arbeitserlebnis“ sind auch wichtig. Im Übrigens liegt der TDP sowohl bei normaler Nutzung als auch im Turbobetrieb unter dem einer normalen CPU.

Die Ivy Bridge will des Weiteren noch den CPU-Multiplikator erhöhen und mobilen Arbeitsspeicher der Low Voltage DDR 3-Klasse unterstützten. Ich sagte es ja: Mobilität ist wichtig. Die Ivy Bridge werden wir wohl nicht mehr in diesem Jahr auf dem Mainstream-Markt erleben, bis dahin muss sich der geneigte Fan mit den Ultrabooks der Sandy Bridge-Klasse  zufrieden geben. Diese wären zum Beispiel das Lenovo U300s, das Asus UX31 oder das Samsung Series 9. Weitere interessante Neuerungen dürften sich auch im Sicherheitsbereich abspielen, nun weiss man endlich, was Intel mit dem Kauf von McAfee bezwecken wollte: man entwickelte kurzerhand DeepSafe – eine Mischung aus Hard- und Softwarelösung. Diese Sicherheitstechnologie setzt unterhalb des Betriebssystems an, um auf Basis von Intel Prozessoren Schadsoftware nicht nur sofort zu erkennen, sondern den Computer auch in Echtzeit schützen zu können. Zitat: Während Paul Otellinis (CEO, Intel) Keynote auf dem Intel Developer Forum (IDF) demonstrierten McAfee Mitarbeiter DeepSAFE anhand eines Rootkit-Angriffs, den die neue Technologie in Echtzeit aufspüren und stoppen konnte. Entsprechende Produkte sollen noch in diesem Jahr auf den Markt kommen. Auch später in Ultrabooks: Thnderbolt. Hatte ich ja vermutet. Der schnelle Standard wird also erst einmal zusätzlich zur Schnittstelle USB 3.0 integriert. Bin gespannt, was sich durchsetzt.

Der weitere, für mich eigentlich interessanteste Punkt, hörte auf den Namen Medfield. Diese Technologie ist etwas, was uns in Zukunft sicherlich häufiger begegnen wird, denn Medfield wird in Tablets und in Smartphones sein Werk verrichten – auch Android wird eine unterstützte Plattform sein. Die Atom-Plattform hat sich damit einiges vorgenommen, hat man doch ARM vor der Brust, die in diesem Bereich einfach noch führend sind. Aber wie schnell sich so etwas ändern kann, konnte Intel um die Jahrtausendwende einmal selbst feststellen, als viele Kunden eben zum AMD-Geräten griffen. Bislang war es so, dass Medfield zuviel Energie verbrauchte, eine neue Fertigungsweise soll nun Abhilfe schaffen. Zu diesem Zweck arbeitet Intel auch eng mit Google zusammen. Wie auch bei den Ultrabooks hat Intel bereits ein Referenzdesign für Smartphones und Tablets in petto. Wir alle dürfen gespannt sein, was uns Intel in diesem und im nächsten Jahr zeigen wird – denn ich bin mir sicher: die Jungs werden nichts unversucht lassen, uns mit technischen Spielzeugen der Extraklasse zu überraschen.

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1 Kommentar auf "Intel legt mobil nach"

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[…] wird es zudem, da Intel mit der neuen IvyBridge auch im neuen Jahr auf den Markt kommt – da könnte man meinen, dass Apple gleich zu den aktuellen Chipsätzen greifen […]

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