Intel Optane – Cache-Modul beschleunigt Festplattenzugriffe

Intel Optane – Cache-Modul beschleunigt Festplattenzugriffe

 

Der Chiphersteller Intel hat neue Speichermodule für Desktop-PCs angekündigt, die in Form einer M.2-Steckkarte die Systemfestplatten in Desktop-PCs beschleunigen.

Das neue Speichermedium namens Optane wird im System zwischen dem Prozessor und einer SATA-basierten Festplatte platziert und automatisch mit häufig genutzten Daten befüllt. Die Intel Optane-Module arbeiten mit nichtflüchtigen Speicherzellen, sodass die Inhalte beim Ausschalten nicht verloren gehen. Für den Consumerbereich hat Intel jetzt zwei Speichergrößen vorgestellt. Die beiden Module, auf denen der neue 3D-XPoint-Speicher zum Einsatz kommt, gibt es mit Speicherkapazitäten von 16 und 32 Gigabyte. Die Preise werden bei 44 beziehungsweise 77 Dollar liegen. Ein System, das mit einem Optane-Modul ausgestattet ist, bekommt so eine Leistungssteigerung um bis zu 28 Prozent.

Die Bootzeit wird deutlich verkürzt und häufig genutzte Anwendungen werden bis zu 6-fach schneller geladen. In der Livedemo hatte Intel drei Systeme aufgebaut, die mit einer Intel Core i3-CPU und 8-GB-Arbeitsspeicher ausgestattet waren. Im rechten System arbeitete eine normale Festplatte. Im mittleren PC war ein M.2-SSD-Modul mit PCIe verbaut. Im Dritten kam neben einer Festplatte ein Optane-Speichermodul zum Einsatz. Die erste Demo war ein Neustart aller Systeme, was beim zweiten und dritten System nur wenige Sekunden dauerte. Das System mit dem Optane-Modul war fast so schnell wie das System mit dem M.2-SSD-Modul. Der Neustart des Demosystems mit Festplatte dauerte eine gefühlte Ewigkeit.

Intel zeigte noch weitere Beispiele, wie das Laden diverser Anwendungen.

Die so neu gewonnene Schnelligkeit ist jedoch nicht gleich nach dem Einbau des Optane-Modules bemerkbar. Das Cache-Modul kann seinen Vorteil erst nach und nach nutzen, denn nicht jeder Lesevorgang von der Festplatte wird sofort auf dem Optane-Modul übernommen. Der intelligente Treiber schaut sich das Leseverhalten eine Weile an und übergibt dann die Daten, die öfters geladen werden, dem Optane-Modul. Ein gutes Beispiel ist das Booten des Betriebssystems. So werden zum Beispiel beim Starten von Windows 10 immer wieder dieselben Daten von der Festplatte geladen. Das erkennt der Treiber und so werden diese Daten zuerst auf das Optane-Modul zwischengespeichert. Der verbleibende Platz auf dem Cache-Modul wird dann nach und nach mit Daten befüllt, die der Anwender öfters lädt.

Auch bei Spielen bringt die Kombination aus Intel Optane-Speicher und traditioneller Festplatte einen gewaltigen Geschwindigkeitsschub. Binnen weniger Sekunden ist das Spiel inklusive des letzten Spielstandes geladen. Hier einige Beispiele (Quelle: Intel)

Total War: Warhammer

Warhammer

The Witcher 3

Witcher3

World of Warcraft

Witcher3

Um ein Optane-Modul nutzen zu können, sind bestimmte Voraussetzungen notwendig:

  • Motherboard
    • mit Intel 200 Series Chipsatz
    • System BIOS mit Intel Rapid Storage Technology
  • Intel CPU der 7. Generation
  • Freien M.2-Steckplatz
    • M.2 Typ 2280-S1-B-M
    • PCIe 3.0 x2

Auf der Webseite von Intel werden folgende Mainboards mit Optane-Unterstützung gelistet:

Intel NUC-Kits bei uns im Shop:

  • Intel NUC Kit NUC7I3BNH
    • Intel Core i3-7100U, Intel HD Grafik 620, 2x DDR4 SO-DIMM, 1x 2,5″ Bay, 1x M.2, WLAN, BT
      • Optane kompatible
  • Intel NUC Kit NUC7I5BNH
    • Intel Core i5-7260U, Intel Iris Plus Grafik 640, 2x DDR4 SO-DIMM, 1x 2,5″ Bay, 1x M.2, WLAN, BT
      • Optane kompatible
  • Intel NUC Kit NUC7I7BNH
    • Intel Core i7-7567U, Intel Iris Plus Grafik 650, 2x DDR4 SO-DIMM, 1x 2,5″ Bay, 1x M.2, WLAN, BT
      • Optane kompatible
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Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.

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