Intel und Google kündigen 64-Bit-Chromebooks an

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Die glorreichen Zeiten der alles dominierenden „Wintel“-(Microsoft Windows plus Intel-Hardware)-Allianz scheinen sich langsam aber sicher dem Ende zuzuneigen. Zumindest legen das verschiedene Entscheidungen Intels der vergangenen Jahre nahe, die in erster Linie dem zunehmenden Fokus der IT-Welt auf die Mobilgeräte-Brache sowie dem schrumpfenden PC-Markt geschuldet sind. Angesichts dieser Entwicklung überrascht es nicht allzu sehr, dass Intel auf einem Presse-Event in San Francisco angekündigt hat, eng mit Google im Bereich Chrome OS beziehungsweise Chromebooks zusammenzuarbeiten. Der Kooperation sollen noch in diesem Jahr diverse Chromebook-Modelle bestückt mit Intels Haswell- oder Bay-Trail-Prozessoren entspringen.

Die neu angekündigte Partnerschaft mit dem Internetriesen könnte für Intel zu einem relevanten Wachstumsfaktor werden. Sehr viele bisher im Handel erschienen Chromebook-Modelle setzen auf ARM-basierte Prozessoren vermischt mit nur einigen leistungsschwachen oder älteren Intel-Chips. Intel und Google wollen gemeinsam in den kommenden Monaten eine große Zahl an Chromebooks mit Chips, die auf modernen, 64-bit-fähigen Intel-Architekturen basieren, auf den Markt pushen. Bis Ende 2014 sollen es über 20 brandneue Modelle sein, die außerdem die ersten Geräte sein werden, welche eine 64-Bit-Version von Chrome OS unterstützen.

Zu den Herstellern, die von Beginn an zu Intels und Googles Chromebook-Initiative beitragen wollen, gehören Acer, Asus, Dell, Lenovo und Toshiba. Im Rahmen der Veranstaltung kündigten die genannten Unternehmen sowohl neue Geräte mit Intel-SoCs der Reihe Bay Trail-M als auch Core-i3-Prozessoren der Haswell-Familie an. Zudem wurde ein All-in-One-PC mit Chrome OS von LG names Chromebase gezeigt, in dem ein Celeron-Chip mit Haswell-Architektur verbaut wird.

Was den aktuellen Erfolgsgrad von Chromebooks anbelangt, lässt sich eine konkrete Aussage noch immer schwer treffen, da Google keine Verkaufszahlen nennt. Die Ankündigungen von Intel und Google zeigen aber zumindest, dass die beiden Unternehmen großes Potential in der Produktkategorie sehen. Besonders der Bildungssektor wird immer wieder als Zielgruppe genannt. Google wird außerdem nicht müde, zu betonen, dass sieben der zwanzig meistverkauften Laptops bei Amazon-USA Chromebooks sind.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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