Intel verrät Details zur Grafikeinheit der Broadwell-Prozessoren

Intel Core M_Logo

In der vergangenen Woche hatte Intel ein weiteres Mal in diesem Jahr zu einem Developer Forum (IDF 2014) geladen. Neben der Ankündigung, erste CPUs mit der Skylake-Mikroarchitektur würden im 2. Halbjahr 2015 verfügbar sein, sprach der Chipgigant dabei erstmals detailliert über die Prozessorgrafik der 8. Generation (Gen8), welche Bestandteil der derzeit im Fokus stehenden Prozessoren mit Broadwell-Mikroarchitektur ist. Golem.de berichtete darüber. Als erste Broadwell-Vertreter werden es in einigen Wochen die stromsparenden Tablet-SoC-Lösungen der Core-M-Familie auf den Markt schaffen.

Intels Angaben nach wird die Prozessorgrafik der Core-M-Chips als Intel HD Graphics 5300 vermarktet und bringt bereits volle Kompatibilität zu Microsofts im nächsten Jahr erwarteten DirectX 12 mit. Darüber hinaus sollen die Grafik-Programmierschnittstellen DirectX 11.2 sowie OpenGL 4.3 und dessen mobiler Ableger OpenGL ES 3.1 unterstützen. Des Weiteren versprechen Neuerungen wie Shared Virtual Memory, ein gemeinsamer L3-Cache und voller Support für OpenCL 2.0, dass GPU-(Graphics Processing Unit)-Berechnungen auf der neuen Broadwell-Grafikeinheit deutlich flotter ablaufen als noch beim Vorgänger (Haswell-CPU mit Gen7.5-Prozessorgrafik).

Intel_Processor_Graphics_Gen8_1

Unter anderem durch die Integration von mehr Recheneinheiten, sogenannter Execution Units (kurz: EUs), und dem neuen Broadwell-Fertigungsprozess in kleineren 14-Nanometer-Strukturen hat Intel die Leistung der Gen8-Prozessorgrafik bei zugleich deutlich besserer Effizienz steigern können. Den veröffentlichten Dokumenten nach wird es die Broadwell-GPU letztendlich in drei Konfigurationen geben, und zwar mit 12, 24 oder 48 EUs.

Die Konfiguration mit 24 EUs ist es, die bei der HD Graphics 5300 der demnächst erhältlichen Core-M-Modelle zum Einsatz kommt. Außerdem besitzt die Grafikeinheit eine eigene Textur-Sampler-Einheit sowie dedizierte L1- und L2-Caches und taktet mit 850 Megahertz. Die Thermal Design Power (TDP) des gesamten Core-M-Chippakets wird mit 4,5 Watt angegeben. All diese Faktoren zusammengenommen führen laut Intel dazu, dass die neue HD Graphics 5300 326,4 Milliarden Gleitkommaberechnungen pro Sekunde schafft. Zum Vergleich: Die Intel HD Graphics 4200 (Gen7.5), die in einer aktuellen Haswell-Ultrabook-CPU mit 11,5 Watt TDP steckt, erzielt mit 20 EUs und einer Taktrate von ebenfalls 850 Megahertz rund 227 Gflops.

Die vielleicht wichtigste Erkenntnis, die folglich aus Intels Erläuterungen der vergangenen Woche gewonnen werden kann, ist, dass die im vierten Quartal dieses Jahres erscheinenden, sogar passiv gekühlten Tablets mit Core-M-SoC eine höhere Grafikleistung mitbringen sollten als aktuelle Ultrabooks mit besonders sparsamer Haswell-CPU.

Nähere Details dazu, in welchen CPU-Modellen und mit welchen Bezeichnungen die Gen8-Prozessorgrafik-Konfigurationen mit 12 beziehungsweise 48 EUs verwendet werden, verrät Intel vorerst noch nicht. Spätestens Anfang 2015 sollte es mehr Informationen geben, wenn ergänzend zur Core-M-Familie weitere Broadwell-Modellvarianten auf den Markt kommen sollen.

Bilder: Intel
Quelle: Golem.de, Intel
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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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2 Kommentare auf "Intel verrät Details zur Grafikeinheit der Broadwell-Prozessoren"

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