Intels Broadwell-U: Erste Infos zu kommenden Ultrabook-CPUs durchgesickert

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Zur diesjährigen IFA Anfang September feierte Intel den Marktstart der ersten 14-Nanometer-Prozessoren mit brandneuer Broadwell-Mikroarchitektur. Die Core M (inoffizielle Bezeichnung lautete „Broadwell-Y“) benannten SoC-Lösungen arbeiten besonders energieeffizient und sollen ab Oktober vorrangig in Tablets und flachen 2-in-1-Geräten zum Einsatz kommen. Mit Beginn des neuen Jahres wird dann der nächste Schwung neuer 14-Nanometer-CPUs erwartet. Im Rahmen der CES 2015 Anfang Januar soll der Startschuss für die in Insiderkreisen als „Broadwell-U“ bekannten Prozessoren fallen, die für sehr flache, leichte Notebooks beziehungsweise Ultrabooks konzipiert sind. So will es jedenfalls die chinesische Webseite VR-Zone erfahren haben. Des Weiteren veröffentlichte die Publikation erste sehr ausführliche Informationen zu insgesamt 17 Broadwell-U-Modellen, die authentisch zu sein scheinen.

Bei allen kommenden Broadwell-U-Varianten handelt es sich laut den VR-Zone-Dokumenten wie schon im Falle der aktuellen Haswell-U-Reihe um CPUs mit zwei physikalischen Rechenkernen. Die leistungsfähigeren und teureren Modelle unterstützen außerdem wieder Hyper-Threading und tragen die gewohnten Bezeichnungen Core i3, Core i5 und Core i7. Am unteren Ende des Leistungs- und Preisspektrums reihen sich hingegen die an Features beraubten und mit geringeren Taktraten arbeitenden Pentium- und Celeron-Ausführungen ein.

VR-Zone-Dokumente mit Spezifikationen zu 17 Broadwell-U-CPUs:

Das Topmodell unter den kommenden Broadwell-U-CPUs für Ultrabooks und vergleichbaren Geräten wie beispielsweise Apples MacBook-Air-Reihe ist offenbar der Core i7-5557U. Diese CPU besitzt laut dem durchgesickerten Material einen Basistakt von 3,1 Gigahertz und eine maximale Turbofrequenz von 3,4 Gigahertz, einen 4 Megabyte großen L3-Cache und eine TDP (Thermal Design Power) von 15 Watt. Verglichen mit dem aktuell erhältlichen Intel Core i7-4558U mag sich das zunächst nicht sonderlich spektakulär lesen, doch die ältere 22-Nanometer-CPU ist mit einer deutlich höheren TDP von 28 Watt ausgezeichnet. Das heißt also, die Chancen stehen gut, dass eine Broadwell-CPU wie die Core i7-5557U ihr Haswell-Pendant bei Leistungsmessungen distanziert, dabei aber insgesamt signifikant weniger Strom verbraucht und einfacher zu kühlen ist.

Besonders interessant am Core i7-5557U ist allerdings nicht nur die TDP, sondern auch die integrierte Grafikeinheit: Bei der auf den veröffentlichten Dokumenten als Intel HD Graphics 6100 bezeichneten GPU handelt es sich um die volle Ausbaustufe der neuen Broadwell-Grafik mit 48 Execution Units (EUs) und einer maximalen Taktfrequenz von 1100 Megahertz. Wie schon bei der Haswell-Familie dürfte eine Stufe darüber in einigen Highend-Modellen auch noch die HD Graphics 6200 zu finden sein, die zusätzlich von schnellem EDRAM beschleunigt wird. Die gewöhnliche Broadwell-GPU, welche bei den meisten anderen Broadwell-U-Varianten zum Einsatz kommt, besitzt 24 EUs und wird in den VR-Zone-Dokumenten HD Graphics 5500 genannt.

Bilder: NBB, VR-Zone
Quelle: VR-Zone

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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2 Antworten auf Intels Broadwell-U: Erste Infos zu kommenden Ultrabook-CPUs durchgesickert

  1. avatar Paul sagt:

    i7-5557U klingt klasse… und wird am ende sicher wieder nur in den apples und in 2 ultrabooks mit windows verbaut, von denen eins nicht lieferbar und das andere … „irgendetwas ist ja immer“ ist.

  2. Pingback: CES 2015: Intel lässt Broadwell-U für Notebooks vom Stapel » notebooksbilliger.de Blog

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