Internet in Europa wird schneller und bleibt zu langsam

Eine Untersuchung der EU-Kommission für das Jahr 2014 zeigt auf, dass Breitbandanschlüsse in Europa im Durchschnitt nur 75 Prozent der versprochenen Übertragungsrate erreichen. Wer Internet über Kabel-TV oder Glasfaser bezieht, darf mit weniger Einbußen rechnen als DSL-Kunden. Im Vergleich zu 2013 hat sich die Situation leicht verschlechtert. Dafür stieg die durchschnittliche Download-Geschwindigkeit europaweit.


Telekommunikationsanbieter bewerben die Geschwindigkeiten ihrer Internetzugänge gerne mit Klauseln wie „bis zu“. Darunter leiden vor allem Nutzer von DSL-Anschlüssen über Kupferkabel, die laut der EU-Breitbanduntersuchung im Jahr 2014 rund 70 Prozent der europäischen Breitbandkunden ausmachen. Laut der EU-Kommission entspricht die tatsächliche Download-Rate im Durchschnitt nur 63,3 Prozent der beworbenen maximalen Anbindungsgeschwindigkeit. Haushalte, die Internet über TV-Kabelleitungen oder Glasfaser mit VDSL beziehen, können sich eher auf ihren Internetzugang verlassen: Kabel-Anschlüsse erreichen im Durchschnitt immerhin 86,5 Prozent der versprochenen Maximal-Geschwindigkeit, bei VDSL sind es 83,1 Prozent. Im Vergleich zu 2013 konnten nur VDSL-Anbieter ihre Quote leicht verbessern, bei DSL-Anschlüssen sank die Rate um 0,5 Prozent, bei Kabelanschlüssen sogar um 3 Prozent.

Investitionen in die Infrastruktur und sinkende Preise für schnelle Internetzugänge haben die durchschnittliche Geschwindigkeit der breitbandigen Internetzugänge in Europa von 30 Mbit/s im Jahr 2013 auf 38 Mbit/s letztes Jahr angehoben.

Quelle: EU-Kommission

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