iPad mini mit Retina Display ausprobiert

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Viele warten ja schon seit mindestens einem Jahr auf ein kleines iPad mini mit Retina-Display, andere sogar noch länger! Vor ungefähr drei Wochen wurde es endlich offiziell vorgestellt und so langsam werden die ersten Geräte von Apple ausgeliefert.

Die Änderungen zum Vorgänger sind eigentlich schnell aufgezählt: Retina-Display mit der Auflösung von 2048 x 1536 Pixel statt 1204 x 768 Pixel. Damit hat man die gleiche Auflösung wie beim großen iPad Air (9,7-Zoll-Display). Die Pixeldichte steigt von 163 ppi auf die von den iPhones bekannten 326 Pixel pro Zoll. Das ist natürlich auch höher als beim iPad Air, welches eine Pixeldichte von 264 ppi hat. Dadurch sieht jetzt alles gestochen scharf aus, wobei die Farben nicht so kräftig sind wie beispielsweise beim iPhone 5s. Dies rührt wohl daher, dass Apple bei den iPads nicht wie beim iPhone 5 bzw. 5s den Touchscreen-Sensor direkt ins Display integriert (In-Cell-Technik). Dank IPS-Technik kann man aber über den Betrachtungswinkel und die Farben trotzdem nicht meckern.

Ansonsten ist das neue iPad mini 0,3 mm dicker geworden und wiegt je nach Version zwischen 23g und 29g mehr als sein Vorgänger. Die 0,3 mm machen sich nicht wirklich bemerkbar, aber vielleicht könnte dadurch das eine oder andere Zubehör für das erste iPad mini nicht mit dem iPad mini Retina zusammenpassen. Das höhere Gewicht spürt man nur im direkten Vergleich. Es ist damit immer noch um die 138g leichter als das iPad Air und 270g leichter als das iPad 2.

Auch wenn sich die äußerlichen Änderung in Grenzen halten, hat sich im Inneren dank des neue Apple A7 Chips einiges getan. Der Apple A7 ist aus dem iPhone 5s und iPad Air bekannt und hat viele Beobachter überrascht, da es auf der 64-Bit-ARM-Architektur basiert und für einen DualCore-Prozessor ordentlich Power bietet. Außerdem hat Apple einen M7 genannten Co-Prozessor integriert, der Bewegungen ganz Stromsparend im Hintergrund tracken soll. Statt mit 1,4 GHz wie beim iPad Air taktet der Apple A7 im iPad mini aber mit 1,3 GHz und damit auf dem Niveau vom iPhone 5s.

GeekBench 3 Ergebnisse

GeekBench 3 Ergebnis

Das Geekbench 3 Ergebnis zeigt, dass das iPad Air dank höherem Takt ca. 5% schneller ist. Es zeigt aber auch, dass das neue iPad mini rund fünfmal schneller als sein direkter Vorgänger ist, welches auf nur 496 Punkte bei der Multi-Core-Performance kommt. Die Performance ist also ordentlich und bietet etwas Luft für die Zukunft.

Die Akkukapazität ist im Vergleich zum Vorgänger um rund 50% auf 24Wh bzw. 6471 mAh gestiegen. Dieser Zuwachs ist wegen des Retina-Displays nötig und ist auch gleichzeitig für das höhere Gewicht verantwortlich. Die von Apple versprochene 9 Stunden Laufzeit im WLAN scheinen nicht übertrieben zu sein. Beim Surfen mit ca. 30-40% Bildschirmhelligkeit kam ich auf einen Akkuverbrauch von 8-9% pro Stunde.

Fazit: Apple hat mit dem neuen iPad mini wieder ein solides Gerät gebaut, für alle die sich in der iOS-Welt heimisch fühlen. Der Bildschirm ist wie bereits angedeutet einfach traumhaft und es macht jetzt viel mehr Spaß darauf zu lesen. Dank des flotten Apple A7 Chips laden jetzt Webseiten auch wesentlich schneller, so dass Surfen damit ebenfalls angenehmer ist. Das höhere Gewicht stört nicht wirklich. Ansonsten hat sich zum Vorgänger eigentlich nichts wesentliches geändert. Wer bereits ein iPad mini hat, muss nicht zwingend umsteigen, falls er mit dem Display und der Performance des Vorgängers zufrieden ist. Wer hingegen vom iPad 3 oder iPad 4 auf etwas kleineres Umsteigen möchte und auf ein scharfes Display nicht verzichten will, dem kann ich das neue iPad mini bedenkenlos empfehlen. Und wer sich nicht auf die Apple-Welt festgelegt hat, für den gibt es wahlweise auch Android-Tablets mit ähnlicher Leistungsfähigkeit für weniger Geld.

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Über Cihan Boz

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2 Kommentare auf "iPad mini mit Retina Display ausprobiert"

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Gast

Die Erweiterung auf das Retina-Display ist schon richtig super!

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Gast

Auch heute (2015) überzeugt das Retina-Display bei einem ipad mini immer noch auf ganzer Linie.

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