Ist es ein Armband, eine Lampe oder ein Telefon? Nein, eine Roboter-Schlange

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Das Massachusetts Institute of Technology (MIT) ist immer für eine Überraschung gut. Forscher der Tangible Media Group stellen nun einen Prototypen einer Roboter-Schlange vor, die gleich mehrere Anwendungszwecke abdecken soll. Manche wirken allerdings etwas skurril. Und erste Begegnungen sorgten sogar für Schrecken.

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Die Forschergruppe stellt ihren Prototypen LineFORM im Video vor und verspricht ein besonders flexibel einsetzbares Gadget. Der Roboter in Schlangenform soll beispielsweise Datenströme visualisieren können. Oder man steckt eine Leuchte ein und erhält eine besonders flexible Lampe. Ein anderes Nutzungsszenario sieht vor, die Schlange als Smartes Armband zu benutzen, das ein haptisches Feedback gibt, wenn eine Nachricht ankommt. Danach lässt sich die LineForm auch gleich als Telefon benutzen. Weitere Einsatzzwecke sind beispielsweise ein „smartes“ Lineal und die Manipulation von CAD-Objekten.

Federführend für das Projekt sind, wenig überraschend, neben Sean Follmer die Japaner Ken Nagagaki und Hiroshi Ishii. Für die Bewegungen setzen die Forscher eine Reihe von Motoren ein. Beim größeren Modell sind es 28 Stück, womit die Schlange eine Länge von 186 cm erreicht. Die kleinere mit 21 Motoren kommt auf 47 cm Länge. Die Forscher demonstrieren auch, wie sich der Roboter um den Arm schlängeln und Bewegungen des Anwenders limitieren kann. Er befindet sich dann sozusagen im Würgegriff. Der künstliche Tentakel hat aber den Forscher nach keine üblen Absichten, sondern soll beispielsweise dazu genutzt werden, bestimmte Bewegungsabläufe beim Tanzen und beim Sport zu lernen.

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Ein Problem trat im Test mit hundert Besuchern auf: Plötzliche Bewegungen des großen Modells erschreckte die Probanden. Die Forscher hoffen abschließend, andere zu motivieren, die Entwicklung weiterzutreiben. Wir wünschen viel Glück und möge die Schlange mit ihnen sein.

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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