Kampf der Generationen

Der neue Intel® Core™ i5 Prozessor im Praxistest. Von c’t bis PC Welt, ComputerBild bis PC Games Hardware durchweg positiv aufgenommen und vom Computermagazin Chip gar als „mobile Revolution“ gefeiert, sind die neuen Intel® Core™ i3, i5 und i7 Prozessoren seit ihrer Markteinführung im Frühjahr 2010 auch bei den Kunden unseres Shops stark nachgefragt.

Doch wie schlägt sich die neue intelligente Prozessorgeneration, die mit Turbo-Boost-Technik , Hyper-Threading-Technik, 32-nm-Fertigung und 2-Chip-Architektur zahlreiche Neuerungen in den mobilen Prozessormarkt einführt, eigentlich im Alltag?

Ich habe für unsere Leser in diesem Monatsbrief einmal stellvertretend zwei Mittelklasseprozessoren aus der neuen Intel® Core™ i Familie und der Intel® Core™ 2 Duo Vorgänger-Generation in einem Praxis- und Alltagstest gegeneinander antreten lassen. Und die Resultate waren beeindruckend.

Das Spannende – beide CPUs verfügen über zwei physikalische Kerne und haben zumindest nominell mit 2,53 GHz dieselbe Standardtaktfrequenz. Unser Vertreter der Core™2 Duo Vorgängergeneration im Test, der leistungsstarke Intel® Core™ 2 Duo P8700 tritt an gegen den gleich stark getakteten Zweikerner Intel® Core™ i5 540M. Dieser kann jedoch, das schon einmal vorweg, dank des integrierten Turbo-Boost Modus bei Bedarf einen einzelnen Kern auf bis zu 3,06 GHz hoch takten und arbeitet dank Hyper-Threading-Technologie im Betriebssystem mit bis zu vier virtuellen Kernen!

Doch wie schlagen sich nun die neuen CPUs eigentlich in der Praxis wirklich und wie stark wirkt sich das Leistungsplus auf alltägliche Anwendungen wie Musik und Filmkonvertierungen (MP3s, DivX, ITunes), Packtools (Zip, Rar) oder zum Beispiel Verschlüsselungstools wie TrueCrypt aus? Was bringt dir der Kauf eines Gerätes mit einer aktuellen Intel Core i5 CPU gegenüber ähnlich hoch getakteten und innovativen Core 2 Duo CPUs der Vorgängergeneration, wie sie heute noch in vielen aktuellen Notebooks der Einstiegs- und Mittelklasse erhältlich sind, wirklich?

Konvertierung
Der Core™ i5 – Ein Champion beim Umwandeln von Filmen und Musikdateien

Filmbearbeitung von HDTV-Material mit Magix Video Deluxe
Für die Umwandlung von 900 MB High Definition Roh-Filmmaterial im gängigen HD-Format avchd in eine vielseitig abspielbare und wesentlich kleinere AVI-Filmdatei benötigte der i5 540M unter Nutzung seiner bis zu vier virtuellen Kerne nur 7 Minuten und 13 Sekunden und damit weniger als halb so lang wie sein Vorgänger, der P8700. Dieser wird mit seinen 2 Kernen vom aktuellen Intel® Core™ i5 Flagship 540M regelrecht abgehängt!

55 % Zeitersparnis
Leistungsplus von beindruckenden 124 %

Umwandlung von Musikdateien in das iTunes Format M4A
Beim Konvertieren von Musik CDs (CD-Images auf der Intel SSD-Platte) in das beliebte iTunes Format M4A entsteht ein ähnliches Bild. Hier brauchte der i5 540M in unserem Test nach mehreren Durchläufen im Schnitt etwa 20 bis 30 Prozent weniger Zeit für die einzelnen Alben. Beim Umwandeln der drei Alben sparten wir so fast 2 Minuten an Zeit, ein merkliches Leistungsplus von bis zu 40 Prozent!

zwischen 23 % und 30 % Zeitersparnis
Leistungsplus bis zu 42 %

Umwandlung von Musikdateien (CD-Image) in das MP3 Format
Auch beim Umwandeln der drei Alben (D-Images auf der Intel SSD-Platte) in das gängige und weit verbreitete MP3 Format gab es keine Überraschungen. Im Schnitt etwa 25 Prozent weniger Zeit nahm die Umwandlung in das fast in allen aktuellen mobilen Musikwiedergabegeräten abspielbare MP3-Format ein. Gilt es hier ganze Musiksammlungen zu konvertieren – eine nicht zu verachtende Zeitersparnis!

zwischen 24 % und 26 % Zeitersparnis
Leistungsplus bis zu 36 %

Datenhandling
Der Core™ i5 – ein Meister beim Handling von Dateien!

Dekomprimieren von Dateien mit 7-Zip
In unseren Tests hängt der Intel Core i5 540M dank der Nutzung seiner vier virtuellen Kerne (Hyper-Threading-Technik) den Intel Core 2 Duo P8700 mit nur zwei Kernen regelrecht ab! Er entpackt mit dem kostenfreien Pack-Tool 7-Zip unser 1GB großes Testpaket an komprimierten Dateien in weniger als 13 Sekunden, also mit fast 86 MB pro Sekunde. Der P8700 braucht insgesamt mit fast 20 Sekunden (50 MB/s) 7 Sekunden mehr.

68 % Prozent Leistungsplus
bis zu 41 % Zeitersparnis

Komprimieren von Dateien mit 7-Zip
Dasselbe Bild beim Packen von Dateien mit 7-Zip! In knapp 3 Minuten komprimiert der i5 540M unter Nutzung seiner bis zu vier virtuellen Kerne das 1GB große Dateienarchiv. Der P8700 braucht hier mit seinen zwei Kernen und 5 Minuten Bearbeitungszeit fast 2 Minuten länger.

55 % mehr Leistung
bis zu 36 % Zeitersparnis

Datenbankwiederherstellung am Beispiel des Programms DVD-Profiler
Die Wiederherstellung einer 1GB großen Datenbank mit Datensätzen des bei Sammlern von DVDs und Blu-Rays sehr beliebten Archivierungsprogramms DVD-Profiler schließt der i5 540M auch dank der Intel Turbo-Boost-Technik in weniger als 8 Minuten ab. Für denselben Datensatz benötigt der Kontrahent im Test, der P8700, fast 12 Minuten, eine Zeitersparnis im Alltag von knapp 5 Minuten!

35 % Zeitersparnis
55 % Leistungsplus

Sichern von Datenbanken am Beispiel DVD-Profiler
Beim Sichern einer 1GB großen Datenbank des DVD-Profilers liegt der i5 540M ebenfalls vorn. Hier sparen User des DVD-Profiler mit dem aktuellen Core i5 Prozessor etwa 1 Minute gegenüber dem Vorgängermodell, ein Leistungsplus von fast 27 Prozent.

27 % Leistungsplus
22 % Zeitersparnis

Grafik & Spiele
Der Intel® Core™ i5 – Die Wahl für Gamer und Kreative

Reine Grafikleistung der CPU / 3D Mark 06
Anhand des bekannten Benchmarkprogramms 3D Mark 06 haben wir die reine Grafikleistung der CPUs verglichen. Hier fließt nur die Rechenleistung der CPU ein. Die Leistung integrierter oder dedizierter Grafikkarten wird ausgeblendet. Das Ergebnis: Der i5 540M holt mit 2854 Punkten fast 630 Punkte mehr als der P8700, ein sattes Leistungsplus von 28 Prozent gegenüber seinem Vorgänger. Und auch wenn hier die richtige Kombination aus CPU und Grafikkarte entscheidend für den Spielgenuss ist, können Enthusiasten in aktuellen 3D Games mit der Wahl eines Prozessors der Core i5 Generation den ein oder anderen Frame pro Sekunde mehr aus aktuellen 3D-Spielen heraus holen.

Leistungsplus von 28 %

Rendering von Foto- und Videomaterial anhand des Cinebench R10
Mit dem bekannten Benchmark Cinebench R10, der die Leistung der CPU beim Bearbeiten von Fotos und Videos misst, liegt der i5 540M unter der Verwendung einer Single CPU mit etwas mehr als 1100 Punkten auch dank der Turbo-Boost-Technik deutlich vor dem eigentlich gleich stark getakteten P8700, ein Leistungsplus von fast 39 Prozent. Eindeutig ist das Ergebnis jedoch insbesondere beim Einsatz mehrerer Kerne während des Renderingprozesses. 60 Prozent mehr an Leistung beim Bearbeiten von Fotos und Videos unter Einsatz aller virtuellen Kerne des i5 540M beeindrucken.

Zeitersparnis 28 % (Single CPU Rendering)
Zeitersparnis 38 % (Multi CPU Rendering)

Leistung & Fazit
Prozessor- und Systemleistungsbenchmarks & Unser Fazit!

Prozessorleistung anhand des Benchmarks Povray 3.6
Das bisher gewonnene Bild setzt sich auch im Prozessorleistungstest Povray 3.6 fort. So braucht der i5 540M für den gesamten Testparkour nur 760 Sekunden, 2 Minuten und 46 Sekunden weniger als der P8700, auch hier ein sattes Leistungsplus von fast 22 Prozent!

19 % Zeitersparnis
22 % Leistungsplus

Systemleistung im Performance Test Pass Mark Rating
Der Performance Test Pass Mark Rating, der im Gegensatz zu Povray 3.6 nicht nur die reine CPU Leistung misst, sonder das gesamte System in die Leistungsbemessung mit einbezieht, bildet den Abschluss unseren Testparcours. Und auch hier trumpft der Intel Core i5 540M noch einmal auf. Mit 991 Punkten liegt er mehr als 245 Punkte vor der Testkonfiguration mit dem P8700, ein mehr als stattliches Leistungsplus von 32 Prozent.

Leistungsplus 32 %

Fazit
Der Intel® Core™ i5 ist ein Alleskönner. Neben Multimedia-Anwendungen wie dem Genuss von High-Definition-Filmen und Dia-Shows kann er in Kombination mit einer geeigneten Grafikkarte gerade auch bei der flüssigen Wiedergabe von 3D-Spielen punkten und ist für die Video- und Musikkonvertierung bestens geeignet. In einer immer mobileren Welt mit steigendem Interesse an Datensicherheit ist dank Integrierung neuester AES-Befehle und schierer Rechenpower der Intel® Core™ i5 auch bestens für die Ver- und Entschlüsselung von Daten geeignet.

Die neuen Intel® Core™ i5 Prozessoren sind hier bei Anwendungen, die nur einen Kern effektiv nutzen der Vorgängergeneration weit voraus. Durch Turbo-Boost-Technik und weiteren Neuheiten ist ein Leistungsplus von mehr als 30 Prozent gegenüber gleich stark getakteten Prozessoren der Intel® Core™ 2 Duo Familie zu verzeichnen. Sein volles Potenzial spielt der Intel® Core™ i5 jedoch erst bei Anwendungen aus, die mehr als einen Kern nutzen können, sowie insbesondere beim Multitasking.

Bei prozessorlastigen Anwendungen wie Packtools oder Film- und Musikbearbeitungsprogrammen ist ein Leistungsplus von 65 Prozent und mehr und somit eine Zeitersparnis von über 40 Prozent gegenüber der Vorgängergeneration feststellbar. Berufliche Nutzer wie Privatanwender können sich hier also mit dem Erwerb eines Prozessors der neuen Core i Familie Unmengen an Zeit und dank modernster Bauweise zugleich Energie und Nerven sparen, da aufgrund der geringeren Hitzeentwicklung auch sehr viel geräuschärmere Kühllösungen genutzt werden können. Ergebnisse die überzeugen und beeindrucken, klare Kaufempfehlung!

Unsere Testsysteme

Testsystem 1 – Der Vorgänger
Gerätebezeichnung:
Sony Vaio FGN-FW46M
CPU: Intel® Core™ 2 Duo P8700 (2,53 GHz)
Systemspeicher: 4 GB DDR2 RAM
Harddrive: Statt der 500 GB SATA Festplatte mit 5.400 U/min kommt eine 2,5“ Intel®X25-M Postville 160GB SSD zum Einsatz
Grafikkartenlösung: ATI Mobility Radeon HD 4650 (1024 MB GDDR3)
Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Professional 64bit/frisch aufgesetzt

Testsystem 2 – Der Herausforderer
Gerätebezeichnung:
HP Elitebook 8440p
CPU: Intel® Core™ i5-540M (2,53 GHz – 3,06GHz (Turbo-Boost-Technik)
Systemspeicher: 4 GB DDR3 RAM
Harddrive: Statt der 320 GB Festplatte mit 7.200 U/min kommt eine 2,5“ Intel® X25-M Postville 160GB SSD zum Einsatz
Grafikkartenlösung: Intel® HD Grafik – keine zusätzliche dedizierte Grafikunit verbaut
Betriebssystem: Microsoft Windows 7 Professional 64bit /frisch aufgesetzt

Den ganzen Bericht inklusive aller Benchmarkgrafiken findet ihr auch in unserem Intel Monatsbrief!

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1 Kommentar auf "Kampf der Generationen"

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Gast

Danke für die Arbeit! Endlich habe ich mal einen Vergleich. Schön zu lesen.

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