Kaufberater: Wireless Gaming Headsets für PC, PS4 und Co. im Vergleich

      Kaufberater: Wireless Gaming Headsets für PC, PS4 und Co. im Vergleich

      Nicht nur bei normalen Kopfhörern setzt sich eine kabellose Verbindung immer mehr durch. Auch für Spiele an PC und Konsole weichen Gaming-Headsets mit lästigem Kabel mehr und mehr der Wireless-Variante mit Bluetooth oder Funk. Wir haben einige hochpreisige kabellose Gaming-Headsets wie das SteelSeries Arctis Pro Wireless, Astro A50 Wireless oder Sennheiser GSP 670 getestet. Wo die Unterschiede liegen, erfahrt ihr in diesem Vergleich.

      Worauf muss man bei einem kabellosen Gaming-Headset achten?

      Bei der Suche nach einem kabellosen Gaming-Headset gibt es ein paar Merkmale, die ihr beachten solltet. Das fängt bspw. beim Lieferumfang an. Einige Headsets wie das SteelSeries Arctis Pro Wireless kommen mit externem DAC, zusätzlichem Akku und umfangreichem Kabel-Zubehör daher. Bei anderen Headsets liegen hingegen nur ein Micro-USB-Kabel und Empfänger bei.

      Astro A50 Wireless 3. Gen.

      Das Design ist wie so häufig Geschmackssache. Gaming-Headsets decken aber eine große Bandbreite von kantig-martialisch bis relativ erträglich ab. Eine RGB-Beleuchtung lässt sich im Notfall deaktivieren. Einige Headsets verfügen sogar über austauschbare Gehäuseteile mit speziellen Designs. Wer häufig unterwegs ist, sollte nach einem kompakten und stabilen Gaming-Headset Ausschau halten.

      Natürlich sind bei einem Wireless-Headset die Verarbeitung und Materialien wichtig. Metallbügel sind zwar schwerer, brechen aber im Eifer des Gefechts auch nicht so schnell. Damit einher geht der Tragekomfort. Ein Gaming-Headset liegt mitunter mehrere Stunden auf eurem Kopf. Achtet also auf große und weiche Over-Ear-Ohrpolster, die nicht zu locker, aber auch nicht zu fest am Kopf anliegen. Einige Headsets lassen sich mit Mechanismen an die jeweilige Kopfform anpassen.

      Alienware AW988

      Denkt man einen Schritt weiter und an die Langlebigkeit des Headsets, dann sind austauschbare Ohrpolster ebenso wünschenswert wie ein austauschbarer Akku. Denn die Akkulaufzeit spielt bei kabellosen Gaming-Headsets ein wichtige Rolle. Sie kann mit der Zeit abnehmen. Besonders angenehm ist es zudem, wenn sich das Wireless-Headset via Bluetooth und Funk mit Geräten verbinden lässt und auch beim Laden via Kabel funktioniert.

      Beim Funktionsumfang kommt es auf die persönlichen Präferenzen an. Flip-to-Mute-Funktion, Profil-Taste, GameDAC? Das benötigt nicht jeder, einige Funktionen können im Gaming-Alltag aber nützlich sein. Ebenso willkommen ist die einfache Einrichtung und eine einwandfrei arbeitende und gut strukturierte Software.

      Am wichtigsten ist natürlich der Klang. Wie gut sind Tiefen, Höhen und Mitten aufeinander abgestimmt? Lassen sich einzelne Instrumente gut heraushören? Bei einem Gaming-Headset ist aber natürlich am wichtigsten, wie gut Gegner räumlich wahrnehmbar und in Spielen lokalisierbar sind. Oft helfen virtueller 5.1- oder 7.1-Surround-Sound und Co. nur wenig. Kabellose Headsets kommen ebenfalls nicht an den Klang kabelgebundener Studio-Kopfhörer heran. Das Mikrofon sollte für die Kommunikation in Teamspeak, Discord und Co. immer ausreichen.

      Natürlich spielt der Preis eine tragende Rolle. Will ich mir wirklich den Einstieg in die Welt der kabellosen Headsets für 85 Euro* antun oder greife ich dann doch lieber zu einem besseren kabelgebundenen Headset oder vielleicht sogar Studio-Kopfhörern mit Ansteck-Mikrofon? Für das teuerste kabellose Gaming-Headset legt man immerhin knapp 350 Euro* auf den Tisch.

      Unterschiedliche kabellose Gaming-Headsets für PC, PS4 und Co.

      Wir stellen euch fünf Wireless-Gaming-Headsets im Preisbereich von 122 bis 330 Euro* vor, die wir im Alltag und Gaming ausgiebig getestet haben. Dabei hat jedes Headset Stärken und Schwächen und eignet sich hinsichtlich der eigenen Anforderungen für einen bestimmten Zweck. Eine prozentuale Wertung vorzunehmen, halten wir hingegen nicht für sinnvoll.

      Die getesteten Gaming-Headsets lassen sich neben dem PC im Normalfall auch mittels Bluetooth an die PlayStation 4 anschließen. Voraussetzung ist natürlich, dass das Gaming-Headset Bluetooth unterstützt. Die Verbindung via Klinke ist zwar ebenfalls möglich, verfehlt aber den Zweck eines Wireless-Gaming-Headsets.

      SteelSeries Arctis Pro Wireless: Umfangreich ausgestatteter Universal-Minimalist glänzt mit sehr gutem Klang, vielen Anschlüssen und Zubehör

      Laut Hersteller kompatibel mit: PC, PS4
      Konnektivität: Funk, Bluetooth, Klinke, USB
      Klang: kaum Grundrauschen, neutrale Abstimmung, enge Bühne, gutes Stereobild bzw. Treiber-Matching, Spitzen mit leichter Sibilanz
      Preis:
      ab 283 Euro*

      Das Arctis Pro Wireless ist das Flaggschiff des dänischen Herstellers SteelSeries. Neben schlichtem Design und stabiler Bauweise überzeugt das kabellose Gaming-Headset mit einem umfangreichen Lieferumfang samt diversen Kabeln und einer Senderstation. Zudem bietet es einen sehr guten Klang und austauschbare Ohrpolster. Der Tragekomfort ist gut, allerdings halten sich die Anpassungsmöglichkeiten bis auf ein Gummiband in Grenzen.

      Pro

      • schlichtes Design
      • gute Verarbeitung
      • angenehmer Sitz
      • neutraler Klang
      • Bluetooth und Funk parallel nutzbar
      • sehr hohe Funk-Reichweite
      • USB- und Klinkenanschluss
      • austauschbare Ohrpolster
      • austauschbarer Akku
      • ausziehbares Mikrofon
      • sehr umfangreicher Lieferumfang
      • Steuerung via Senderstation
      • strukturierte Software
      • Sleep-Funktion
      • 2 Jahre Garantie

      Contra

      • nicht zusammenklappbar
      • Ohrmuschel etwas eng für sehr große Ohren
      • Kopfbügel nicht ausziehbar
      • synthetische Ohrpolster neigen zu Eigengeräuschen
      • kein Typ-C-Anschluss
      • nur Bluetooth 4.1
      • keine aptX-Codecs
      • relativ hoher Preis

      Auszug aus dem Test

      Das SteelSeries Arctis Pro Wireless ist mit knapp 300 Euro* beileibe kein günstiges Gaming-Headset. Dafür vereint es sehr viele gute Eigenschaften in einem angenehm schlichten und stabilen Gehäuse. Beim Lieferumfang geht das Arctis Pro Wireless in die Vollen: Vier Kabel, eine Senderstation, zwei Akkus und ein Windschutz sind dabei. Damit seid ihr selbst dann auf der sicheren Seite, wenn dem Zusatz-Akku mal der Saft ausgeht. Genau: Der Akku ist wie die Ohrpolster austauschbar.

      Der Tragekomfort ist gut, allerdings lässt sich der Kopfbügel nicht ausziehen. Ein via Klettverschluss anpassbares Gummiband sorgt für einen festen Sitz. Die Ohrmuscheln könnten für sehr große Ohren allerdings einen Tick größer sein, zudem neigt der synthetische Bezug zu Eigengeräuschen. Das kabellose Gaming-Headset lässt sich via BT und Funk verbinden. Das klappt sogar via Senderstation und Smartphone gleichzeitig. Es besitzt außerdem drei Anschlüsse (Micro-USB, Klinke, proprietär) und ist über Tasten an den Ohrmuscheln steuerbar.

      Neben der umfangreichen und gut strukturierten Software überzeugt das Arctis Pro Wireless ebenfalls beim Klang. Die Abstimmung ist neutral, die Bühne wirkt hingegen etwas eng. Damit ist das Arctis Pro Wireless im Notfall sogar unterwegs am Smartphone nutzbar, ohne zu sehr aufzufallen.

      Zum Test: SteelSeries Arctis Pro Wireless

      Technische Daten: SteelSeries Arctis Pro Wireless

      Bauart Ohrumschließend (geschlossen)
      Frequenzband 10 – 40.000 Hz
      Kanäle 7.1 (virtuell)
      Akkulaufzeit bis zu 20 Stunden (bis zu 10 Stunden pro Akku)
      Impedanz 32 Ohm
      Konnektivität Bluetooth 4.1
      Funk (2,4 GHz)
      Anschlüsse Micro-USB
      Klinkenanschluss
      proprietärer Anschluss
      Funktionen einziehbares Mikro
      austauschbarer Akku
      austauschbare Ohrpolster
      Sleep-Funktion
      Lieferumfang Senderstation
      USB-Audiokabel
      Toslink-Kabel
      Klinkenkabel
      Stromkabel
      zusätzlicher Akku
      Windschutz
      Gewicht 372 g
      Zum Shop: SteelSeries Arctis Pro Wireless

      Sennheiser GSP 670: Fest sitzendes Premium-Headset im Military-Look ist variabel und funktional

      Laut Hersteller kompatibel mit: PC, PS4
      Konnektivität: Funk, Bluetooth, USB
      Klang: kaum Grundrauschen, Mitten oben leicht angehoben, Stimmen blechern, gute Separierung, aber wenig Raum zwischen Instrumenten, klare Tiefen und Höhen
      Preis: ab 296 Euro*

      Mit dem GSP 670 hat Sennheiser ein Premium-Headset im Portfolio, dass nicht nur mit sehr guter Verarbeitung und einwandfreiem Sound glänzen kann. Die großen und austauschbaren Ohrpolster bestehen aus einer Leder-/Alcantara-Kombination und bieten einen hohen Tragekomfort, der sich zudem mit zwei Mechanismen anpassen lässt. Neben sinnvollen Funktionen überzeugt auch die hohe Reichweite. Trotz des deftigen Preises müssen Käufer auf einen austauschbaren Akku, USB-Typ-C und einen Klinkenanschluss verzichten.

      Pro

      • sehr gute Verarbeitung
      • strammer Sitz
      • Ohrpolster schirmen ab
      • gute Höhen, satter Bass
      • Bluetooth und Funk
      • hohe Funk-Reichweite
      • ausziehbarer Kopfbügel
      • austauschbare Ohrpolster
      • relevante Steuerung am Headset
      • strukturierte Software
      • gute Akkulaufzeit
      • Sleep-Funktion
      • Flip-to-Mute-Funktion
      • 2 Jahre Garantie

      Contra

      • nicht zusammenklappbar
      • kein Typ-C-Anschluss
      • kein Klinkenanschluss
      • Bluetooth und Funk nicht parallel nutzbar
      • überschaubarer Lieferumfang
      • Akku nicht austauschbar
      • keine aptX-Codecs
      • relativ hoher Preis

      Auszug aus dem Test

      Das Sennheiser GSP 670 ist die Speerspitze der Gaming-Headsets von Sennheiser und kostet mit ca. 300 Euro* dementsprechend viel. Während der ausladende, martialische Military-Gaming-Look Geschmackssache ist, bieten die sehr gute Verarbeitung und der souveräne Klang keinen Grund zur Kritik. Die austauschbaren Ohrpolster sind angenehm weich und schirmen dank Außenseite aus Leder auch stärker ab als Stoffpolster. Wir hätten uns allerdings einen Bügel mit Metallverstärkung gewünscht. Auch so ist das GSP 670 ziemlich stabil, lässt sich aber nicht zusammenklappen.

      Das kabellose Gaming-Headset sitzt stramm und bringt einen ausziehbaren Kopfbügel mit, bei dem der Druck anpassbar ist. Die Ohrmuscheln sind zudem schön groß. Der Lieferumfang ist mit Headset, Funk-Empfänger und Zettelkram hingegen überschaubar. Die Akkulaufzeit liegt bei ca. 16 Stunden, allerdings lässt sich der Akku nicht austauschen. Zum Aufladen steht ein Micro-USB-Anschluss bereit. Einen Klinkenanschluss hat das GSP 670 ebenso wie Typ-C nicht.

      Das Mikrofon deaktiviert sich automatisch, wenn ihr es nach oben klappt. Um Strom zu sparen, schaltet sich das GSP 670 auch aus, wenn es nicht benutzt wird. Die Steuerung funktioniert via Tasten und Drehregler an den Ohrmuscheln einwandfrei. Einstellungen lassen sich ebenfalls in der gut strukturieren Software vornehmen. Das GSP 670 unterstützt Bluetooth und 2,4-GHz-Funk, die aber nicht parallel nutzbar sind. Die Reichweite ist via Funk etwas schlechter als beim Arctis Pro Wireless, aber trotzdem gut.

      Zum Test: Sennheiser GSP 670

      Technische Daten: Sennheiser GSP 670

      Bauart Ohrumschließend (geschlossen)
      Frequenzband 10 – 23.000 Hz
      Kanäle 7.1 (virtuell)
      Akkulaufzeit 16 bis 20 Stunden
      Impedanz k.A.
      Konnektivität Bluetooth 5.0
      Funk (2,4 GHz)
      Anschlüsse Micro-USB
      Funktionen austauschbare Ohrpolster
      Sleep-Funktion
      Flip-to-Mute-Funktion
      Lieferumfang Dongle
      USB-Kabel
      Gewicht 398 g

      Sennheiser GSP 370: Anpassbares Leichtgewicht mit Marathon-Ausdauer und gutem Sound für Streamer und Co.

      Laut Hersteller kompatibel mit: PC, PS4, MAC
      Konnektivität: Funk, USB
      Klang: kaum Grundrauschen, Mitten oben und unten leicht angehoben, detailreich, Stimmen etwas blechern, warmer Bass, Höhen etwas spitz, aber nicht unangenehm
      Preis:
      ab 190 Euro*

      Das GSP 370 ist die Mittelklasse der kabellosen Gaming-Headsets von Sennheiser und liegt preislich bei rund 190 Euro. Neben der guten Verarbeitung punktet das Wireless-Headset insbesondere mit geringem Gewicht, einem guten Klang und einer sehr langen Akkulaufzeit von bis zu 100 Stunden. Damit eignet sich das Gaming-Headset insbesondere für Streamer und Co. Im Alltag stört allerdings der fehlende Klinkenanschluss und Bluetooth ist ebenfalls nicht an Bord.

      Sennheiser GSP 370

      Pro

      • gute Verarbeitung
      • fester, angenehmer Sitz
      • Ohrpolster schirmen ab
      • geringes Gewicht
      • detailreiches Klangbild
      • hohe Funk-Reichweite
      • ausziehbarer Kopfbügel
      • austauschbare Ohrpolster
      • strukturierte Software
      • außergewöhnlich gute Akkulaufzeit
      • Flip-to-Mute-Funktion

      Contra

      • nicht zusammenklappbar
      • kein Typ-C-Anschluss
      • kein Klinkenanschluss
      • überschaubarer Lieferumfang
      • Akku nicht austauschbar
      • kein Bluetooth
      • keine Sleep-Funktion

      Auszug aus dem Test

      Das GSP 370 entstammt ganz klar aus der gleichen Design-DNA wie das GSP 670, ist aber optisch zurückhaltender und auch nicht so wuchtig. Es bietet ebenfalls einen guten Klang. Das Gehäuse des GSP 370 ist komplett auf Kunststoff. Das wirkt zwar nicht so hochwertig wie Metall, dadurch erreicht das Headset aber eine beachtliche Leichtigkeit von lediglich 285 Gramm und ist sehr flexibel. Die Verarbeitung ist gut und die austauschbaren Ohrpolster bestehen wir beim GSP 670 aus einer Leder-/Alcantara-Kombination.

      Die Ohrmuscheln sind etwas kleiner als beim großen Bruder, bieten aber selbst für große Ohren immer noch ausreichend Platz. Der Tragekomfort ist dank ausziehbarem und gepolstertem Kopfbügel hoch, der Lieferumfang hingegen überschaubar. Zudem setzt das GSP 370 nur auf 2,4-GHz-Funk und die Reichweite ist sehr gut, solange keine Wände oder geschlossenen Türen stören. Bluetooth unterstützt das Gaming-Headset nicht. Da es ebenfalls keinen Klinkenanschluss gibt, ist der Einsatz als Allround-Headset im Alltag kaum möglich.

      Das wichtigste Alleinstellungsmerkmal des GSP 370 ist die Akkulaufzeit. Mit bis zu 100 Stunden hält es ca. fünf Mal so lange durch wie andere kabellose Gaming-Headsets. Eine Sleep-Funktion hat das Sennheiser GSP 370 jedoch nicht. Das Mikrofon verstummt wie beim GSP 670, wenn ihr es nach oben klappt. Die vergleichsweise rudimentäre Steuerung am Headset gelingt gut.

      Technische Daten: Sennheiser GSP 370

      Bauart Ohrumschließend (geschlossen)
      Frequenzband 10 – 20.000 Hz
      Kanäle 7.1 (virtuell)
      Akkulaufzeit bis zu 100 Stunden
      Impedanz k.A.
      Konnektivität Funk (2,4 GHz)
      Anschlüsse Micro-USB
      Funktionen austauschbare Ohrpolster
      Flip-to-Mute-Funktion
      Lieferumfang Dongle
      USB-Kabel
      Gewicht 285 g

      Astro A50 Wireless 7.1 (3. Gen.): Halboffener Ohren-Schmeichler mit Ladestation, Future-Look und sehr breiter Bühne

      Laut Hersteller kompatibel mit: PC, PS4, MAC
      Konnektivität: Funk, USB
      Klang: leichtes Grundrauschen, sehr breite Bühne, Stimmwiedergabe neutral, aber etwas künstlich, sehr gute Separierung, viel Raum zwischen Instrumenten, neutrale Höhen und Bässe
      Preis:
      ab 257 Euro*

      Das Astro A50 Wireless setzt als einziges kabelloses Gaming-Headset im Vergleich auf eine kombinierte Sender- und Ladestation. Das Design ist futuristisch. Es kommt viel Soft-Touch, aber leider auch Klavierlack zum Einsatz. Die austauschbaren Ohrpolster sind ausreichend groß und wie der anpassbare Bügel sehr angenehm mit weichem Stoff gepolstert. Wie beim Tragekomfort macht das Astro A50 Wireless beim Sound ebenfalls alles richtig. Die Reichweite ist nicht ganz so hoch wie beim Wettbewerb, jedoch trotzdem noch mehr als ausreichend für 2 bis 3-Zimmer-Wohnungen. Bluetooth ist nicht an Bord.

      Astro A50 Wireless 3. Gen.

      Pro

      • sehr gute Verarbeitung
      • sehr angenehmer Sitz
      • sehr flexibler Bügel
      • sehr guter Klang
      • anpassbarer Kopfbügel
      • einfach austauschbare Ohrpolster
      • umfangreicher Lieferumfang
      • Steuerung am Headset
      • strukturierte Software
      • Flip-to-Mute-Funktion
      • 2 Jahre Garantie

      Contra

      • nicht zusammenklappbar
      • kein Typ-C-Anschluss
      • kein Bluetooth
      • kein Klinkenanschluss am Headset
      • relativ teuer

      Auszug aus dem Test

      Das Astro A50 Wireless ist in der Ausführung mit den Ohrpolstern aus Stoff in diesem Vergleich das kabellose Gaming-Headset mit dem besten Tragekomfort. Der Anpressdruck ist angenehm und der Kopfbügel lässt sich via Schiebemechanismus an beiden Seiten anpassen. Die Ohrpolster sind magnetisch arretiert und können sehr leicht ausgetauscht werden. Die Verarbeitung ist sehr gut und das Headset äußerst flexibel, aber trotzdem stabil. Selbst bei starker Belastung gibt es kein Knarzen von sich.

      Das Design zielt klar auf das Gaming-Segment ab und ist Geschmackssache. Beim A50 Wireless in der dritten Generation setzt Astro überwiegend auf unempfindliche Soft-Touch-Oberflächen. Leider ist auch etwas Klavierlack dabei, der wie immer empfindlich für Fingerabdrücke und Kratzer ist. Das gilt auch für die Sender- und Ladestation, mit der das Headset immerhin einen optimalen Platz auf dem Schreibtisch findet und gleichzeitig geladen wird. Die Station hat mit Mini-USB, USB-Typ-A, Klinkenanschluss und Toslink ausreichend Anschlussmöglichkeiten. Bluetooth unterstützt das Headset leider nicht.

      Die Bedienmöglichkeiten am Headset sind gut ertastbar und nicht überladen. Die Funkreichweite ist etwas geringer als bei der Konkurrenz, dürfte in einer Wohnung aber ausreichend sein. Die Akkulaufzeit geht mit ca. 15 Stunden völlig in Ordnung. Das Mikro deaktiviert sich, wenn es nach oben geklappt wird. Klanglich bewegt sich das Astro A50 Wireless auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern und bietet angenehm präsente Bässe. Die App ist ebenfalls übersichtlich und gut strukturiert.

      Technische Daten: Astro A50 Wireless

      Bauart Ohrumschließend (halboffen)
      Frequenzband 20 – 20.000 Hz
      Kanäle 7.1 (virtuell)
      Akkulaufzeit bis zu 15 Stunden
      Impedanz k.A.
      Konnektivität Funk (5 GHz)
      Anschlüsse Headset:
      Micro-USB
      Ladestation:
      Micro-USB
      USB-Typ-C
      Toslink
      Klinkenanschluss
      Funktionen austauschbare Ohrpolster
      Flip-to-Mute-Funktion
      Lieferumfang USB-Kabel
      Toslink-Kabel
      Ladestation
      Gewicht 380 g
      Zum Shop: Astro A50 Wireless

      Alienware AW988: Funktionales Gaming-Headset setzt auf futuristisches Design und RGB-Beleuchtung

      Laut Hersteller kompatibel mit: PC
      Konnektivität: Funk, Klinke, USB
      Klang: stärkeres Grundrauschen, flache Wiedergabe, schlechte Differenzierung von Instrumenten, betonte Mitten, beißende T- und S-Laute, künstlicher Bass
      Preis:
      ab 219 Euro*

      Alienware begeistert Gamer seit jeher. Beim AW988 überzeugt aber nicht nur das funktionale Design mit RGB-Beleuchtung. Die großen Ohrpolster sind aus Stoff und bieten mit dem gummierten und ausziehbaren Kopfbügel einen hohen Tragekomfort. Der Klang des kabellosen Gaming-Headsets kann hingegen nicht so richtig überzeugen. Das AW988 bietet 2,4-GHz-Funk sowie einen Micro-USB- und Klinkenanschluss. Neben vielen Tasten passt auch der Dongle ins große Gehäuse. Bluetooth ist nicht dabei, zudem konnte die Haptik etwas hochwertiger sein.

      Alienware AW988

      Pro

      • gute Verarbeitung
      • angenehmer Sitz
      • ausziehbarer Kopfbügel
      • sehr hohe Funk-Reichweite
      • USB- und Klinkenanschluss
      • austauschbare Ohrpolster
      • umfangreicher Lieferumfang
      • relevante Steuerung am Headset
      • Dongle im Gehäuse verstaubar
      • strukturierte Software
      • Flip-to-Mute-Funktion
      • 2 Jahre Garantie

      Contra

      • flaches Klangbild
      • nicht zusammenklappbar
      • kein Typ-C-Anschluss
      • Akku nicht austauschbar
      • RGB-Beleuchtung reduziert Akkulaufzeit
      • kein Bluetooth
      • Software fummelig

      Auszug aus dem Test

      Mit dem AW988 bietet Alienware ein kabelloses Gaming-Headset im futuristischen Alienware-Design an. Die Verarbeitung ist gut, allerdings könnte die Haptik hochwertiger sein. Neben viel Kunststoff kommt ein Metall-Kopfbügel mit Silikon-Ummantelung zum Einsatz. Dieser fasst sich zwar nicht „richtig“ an, kann im Vergleich zu Stoffpolstern bei Bedarf aber einfach gesäubert werden.

      Tragekomfort und Sitz sind dank ausziehbarem Kopfbügel und großen Ohrmuscheln sehr gut. Die wechselbaren Ohrpolster sind aus Stoff und daher etwas luftiger als Pendants mit Leder-Außenseiten. Die Akkulaufzeit liegt bei ca. 14 Stunden und reduziert sich bei aktivierter RGB-Beleuchtung spürbar. Austauschbar ist der Akku zudem nicht. Geladen wird via Micro-USB-Anschluss. Mit einem Smartphone lässt sich das AW988 nur via Klinke verbinden, da Bluetooth nicht unterstützt wird. Die Funk-Reichweite ist aber einwandfrei.

      Im Lieferumfang ist mit Dongle sowie ausreichend langem Lade- und Klinkenkabel alles Wichtige dabei. Und der Sound? Hier schwächelt das AW988 leider mit einer flachen Wiedergabe. Viele Steuerungsoptionen befinden sich an den Ohrmuscheln. Hier ist etwas Übung gefragt. Praktisch: Der Dongle lässt sich im Gehäuse verstauen und das Mikrofon ist hochgeklappt kaum sichtbar. Zudem deaktiviert es sich dann automatisch. Die Alienware Software ist umfangreich, aber auch nicht sehr übersichtlich.

      Technische Daten: Alienware AW988

      Bauart Ohrumschließend (geschlossen)
      Frequenzband 10 – 20.000 Hz
      Kanäle Stereo, 7.1 (virtuell)
      Akkulaufzeit 14 Stunden
      Impedanz 16 Ohm
      Konnektivität Funk (2,4 GHz)
      Anschlüsse Micro-USB, Klinkenanschluss
      Funktionen austauschbare Ohrpolster
      Flip-to-Mute-Funktion
      Lieferumfang Dongle
      USB-Kabel
      Klinkenkabel
      Gewicht 380 g
      Zum Shop: Alienware AW988

      Logitech G935: Auffällig leuchtendes Gaming-Headset mit G-Tasten und sehr großen Ohrmuscheln

      Laut Hersteller kompatibel mit: PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch
      Konnektivität: Funk, Klinke, USB
      Klang: leichtes Grundrauschen, weites Klangbild, übersteuerter Bass, betonte T- und S-Laute, trotzdem V-förmiger Frequenzgang mit guten Mitten und toller künstlicher Bühne
      Preis:
      ab 122 Euro*

      Das Logitech G935 ist mit 122 Euro* das günstigste kabellose Gaming-Headset in unserer Liste, gehört aber trotzdem zum oberen Preissegment. Logitech setzt auf ein besonders auffälliges Design mit präsenter RGB-Beleuchtung und viel Kunststoff. Die Ohrpolster sind aus Kunstleder und sehr geräumig. Dank ausziehbarem und gepolstertem Kopfbügel hat das G935 zudem einen hohen Tragekomfort. Der Klang überzeugt ebenfalls. Besonders positiv? Es gibt einen Klinkenanschluss und Akku sowie Ohrpolster sind austauschbar. Weniger gefällt die mittelmäßige Robustheit und Haptik.

      Logitech G935

      Pro

      • angenehmer Sitz
      • weites Klangbild
      • ausziehbarer Kopfbügel
      • hohe Funk-Reichweite
      • USB- und Klinkenanschluss
      • austauschbare Ohrpolster
      • austauschbarer Akku
      • ausziehbares Mikrofon
      • umfangreicher Lieferumfang
      • Steuerung am Headset
      • Dongle im Gehäuse verstaubar
      • programmierbare G-Tasten
      • strukturierte Software
      • Flip-to-Mute-Funktion
      • 2 Jahre Garantie

      Contra

      • mittelmäßige Stabilität
      • nicht zusammenklappbar
      • kein Typ-C-Anschluss
      • unterdurchschnittliche Akkulaufzeit
      • RGB-Beleuchtung reduziert Akkulaufzeit
      • kein Bluetooth

      Auszug aus dem Test

      Das G935 macht schon beim Design deutlich, dass es ein echtes Gaming-Headset ist. Üppige RGB-Beleuchtung, grau glänzende Oberflächen und kantige Linien geben den Ton an. Die Verarbeitung ist in Ordnung, allerdings neigt das Headset bei stärkerer Belastung zum Knarzen. Hochwertige Haptik bleibt angesichts des vielen Kunststoffs zudem auf der Strecke. Dafür kostet das G935 aber auch kein Vermögen und ist mit 122 Euro* im unteren Premium-Bereich angesiedelt.

      Der Tragekomfort ist bedingt durch den ausziehbaren Bügel und Polster aus Kunstleder gut. Die Ohrmuscheln sind allerdings schon fast zu groß. Dafür kommt neben vielen Bedienfunktionen und sogar G-Tasten der austauschbare Akku auf der einen und der große Dongle auf der anderen Seite unter. Die Steuerung benötigt bei den vielen Tasten allerdings Übung. Das G935 funkt mit 2,4 GHz und besitzt ebenfalls einen Micro-USB- und einen Klinkenanschluss. Bluetooth wird leider nicht unterstützt.

      Die Funk-Reichweite ist hoch. Das gilt allerdings nicht für die Akkulaufzeit. Hier liegen 12 Stunden unter dem Durchschnitt, bei eingeschalteter RGB-Beleuchtung sind es sogar nur 8 Stunden. Dafür kann der Sound genauso wie die zum G935 zugehörige G HUB App überzeugen. Wer satte Tiefen mag, kann den 7.1-Sound aktivieren. Das Mikro lässt sich unscheinbar nach oben klappen und deaktiviert sich dabei automatisch. Dongle, langes Lade- und Klinkenkabel befinden sich im Lieferumfang.

      Technische Daten: Logitech G935

      Bauart Ohrumschließend (geschlossen)
      Frequenzband 20 – 20.000 Hz
      Kanäle 7.1 (virtuell)
      Akkulaufzeit bis zu 8 Stunden (mit Beleuchtung)
      bis zu 12 Stunden (ohne Beleuchtung)
      Impedanz 39 Ohm
      Konnektivität Funk (2,4 GHz)
      Anschlüsse Micro-USB, Klinkenanschluss
      Funktionen austauschbare Ohrpolster
      Flip-to-Mute-Funktion
      Lieferumfang Dongle
      USB-Kabel
      Klinkenkabel
      Gewicht 379 g
      Zum Shop: Logitech G935

      Die Stärken der Wireless-Gaming-Headsets zusammengefasst

      Ihr habt wie immer die Qual der Wahl, denn jedes der genannten kabellosen Gaming-Headsets hat spezielle Stärken und Schwächen. Kein kabelloses Gaming-Headset ist perfekt, aber mit einer konkreten Vorstellung vom Einsatzgebiet findet sich immer das passende Wireless-Headset.

      Die meiste Freiheit bietet dank Funk, Bluetooth, austauschbarem Akku sowie vielen Anschlüssen das Arctis Pro Wireless. Es überzeugt ebenfalls beim Klang und wird hier nur vom Astro A50 Wireless übertroffen, dessen Bühne dank halboffener Bauweise extrem breit ist. Das A50 Wireless besticht ebenfalls durch eine sehr hochwertige Verarbeitung, Stabilität und Flexibilität. Dazu kommen die praktische Ladestation und besonders hoher Tragekomfort.

      Astro A50 Wireless 3. Gen.

      Das Design des Sennheiser GSP 670 wirkt sehr massiv, der Sound ist hingegen neutral abgestimmt. Mehr Bass findet man beim GSP 370, das ebenfalls die längste Akkulaufzeit in Verbindung mit sehr leichtem Gewicht vorweisen kann. Das Alienware AW988 sieht schön futuristisch aus und ist funktional, beim Sound kann es allerdings nicht überzeugen.

      Das Logitech G935 ist in diesem Vergleich das „günstigste“ kabellose Gaming-Headset und setzt optisch voll auf Gaming, bietet aber auch sonst eine Menge Features. Das Klangbild ist V-förmig und bietet damit einen gewissen Fun-Faktor mit präsenten Höhen und Tiefen, ist aber auch etwas überakzentuiert.

      Das können alle kabellosen Premium-Gaming-Headsets

      Im Premium-Preisbereich gibt es zum Glück auch einige „Grundvoraussetzungen“, die alle kabellosen Gaming-Headset ziemlich souverän beherrschen. Neben einer soliden Verarbeitung sind die Ohrpolster bei allen Gaming-Headsets dieser Preisklasse austauschbar. Zudem bieten alle aufgelisteten Headsets eine hohe Funk-Reichweite. Bei geöffneten Türen kommt es selbst ohne Sichtkontakt nicht zu Verbindungsabbrüchen.

      Beim Tragekomfort überzeugen die Headsets ebenfalls. Das Thema ist zwar sehr subjektiv, aber durch ausziehbare und gepolsterte Kopfbügel eignen sich die Gaming-Headsets gut für alle gängigen Kopfformen. Etwas aus der Reihe tanzt lediglich das SteelSeries Arctis Wireless Pro mit dem anpassbaren Gummiband. Dank ausreichend großer Ohrmuscheln gibt es auch bei großen Ohren bei keinem Headset Probleme.

      Euch fehlen Geräte? Uns leider auch. Wir werden den Beitrag aber aktuell halten und nach Einzeltests neue interessante Headsets hinzufügen. Habt ihr Fragen zu oder Erfahrungen mit den einzelnen Geräten gemacht? Dann ab damit in die Kommentare.

      *Stand: 20. Februar 2020

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      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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