Kommt der App Store auch für Linux?

App Stores bei mobilen Plattformen wie Windows Phone 7, Android oder iPhone kennt man ja. Vor kurzem erschien dann auch der App Store für Mac OS X, der von vielen aus der Windows-Ecke ein wenig verlacht wurde. Ganz ehrlich? Unter Windows gibt es jetzt schon App Stores – nur eben diverser Hersteller, eine zentrale Bündelung gibt es bisher nicht. Als Beispiel sei der Intel App Up nur einmal genannt.

Ich muss sagen: ich habe mir den App Store für Mac OS X einmal angeschaut und kann so erst einmal nichts schlechtes sagen. Ich finde es klasse zu sehen, wie gut eine Software verkauft wird, wie sie bewertet wird und zusätzlich kann ich in kostenloser Software stöbern. Aber ich schweife ab, die Frage ist, ob es einen App Store auch für Linux geben wird. Als ich das erste Mal davon hörte, dachte ich: „das wird nie etwas“. Zu viele Abhängigkeiten, zu viele Distributionen.

Diesem Problem will sich das Projekt Appstream annehmen, deren Macher bereits mit vielen Vertretern verschiedener Linux-Distributionen Kontakt aufgenommen haben un schon Rahmenbedingungen realisierten. Hauptmerkmal des App Stores für Linux soll die einfache Installation der Software sein.

Hier werden Benutzer Informationen und Screenshots zur Software finden, so wie man es schon bei anderen App Stores findet. Zitat Golem: Laut Fahrplan sollen die Rahmenbedingungen bis Ende Juni erstellt werden. Bis November soll dann die Infrastruktur geschaffen und in den Distributionen Opensuse, Debian, Ubuntu, Mandriva/Mageia und Fedora/Red Hat eingebaut werden.

Für Benutzer eine tolle Sache, doch bezweifle ich, dass Linux dadurch populärer wird und die Berührungsängste verschwinden.

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6 Kommentare auf "Kommt der App Store auch für Linux?"

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Dominik

Ubuntu hat ja in gewisser Weise schon seinen eigenen Appstore, seit Jahren, seit letzes Jahr kann man über den Softwaremanager ja auch Spiele, Programme kaufen.

Ich halte es für eine gute Idee wenn es auf allen Distributionen einen zentralen bzw. allgemeinen Store geben würde, vor allem schon aus den Gründen die du oben schon beschrieben hast ( Bewertung, etc. ).

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jonnyair
du hättest eventuell noch erwähnen können das es das prinzip auf das der appstore der google market oder auch appup basieren schon seit jahrzehnten (!) von linux genutzt wird. apt mal als beispiel genommen. ich habe seit dem 1. ubuntu und vorher mit debian oder suse schon „appstores“ gehabt über die ich zentral software installieren konnte. sogar mit grafischer oberfläche wie z.b. synaptic – oder mit ubuntu’s software center. das ist also nicht mal mehr kalter kaffee – der kaffee ist sogar schon verdunstet! 😉 das einzige was eventuell noch fehlen könnte wären populäre repositories für closed source software. aber… Read more »
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Hannes

@Jonnyair: ich denke ziel isses eher, auch die eher unbedarften nutzer von Linux mit Software zu versorgen..
dass jemand der sich damit auskennt den store vermutlich nich brauchen wird is wohl klar 😉
bei meinen ersten Linux Gehversuchen hab ich auch erstmal mit nem Fragezeichen aufm kopf dagesessen und überlegt wie ich nu an die passenden programme komme..

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Jens

Repository manager mit dem Appstore zu vergleichen ist ein wenig anmaßend… und „seit Jahrzehnten“ ist eine *leichte* Übertreibung.

Nebenbei gehören die Entwickler und Qualitätsmanager des Ubuntu Software Center entlassen. Selten ein so kaputtes Stück Software genutzt.

(Ich nutze jetzt grade Ubuntu…)

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jonnyair
@jens: naja ich weiß leider nicht (und auf die kürze finde ich auch nichts dbzgl.) wann das erste paketmanagement rauskam aber die frühesten seiten waren artikel von 1997 (http://www.schlittermann.de/deb-intern/dpkg/) die ich gefunden habe, ich hab selbst mit einem der ersten suse (4.x oder 5.x kann ich leider nicht mehr genau sagen) erfahrungen mit linux gemacht und da war auch schon ein PPM drin mit grafischer oberfläche etc. und wo ist der unterschied zwischen einem store und einem repository? ich mein guck dir doch mal symaptic unter ubuntu an – du hast infotext etc kannst suchen, hast kategorien. bis auf kommentare… Read more »
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Georg S.
Das gibt es doch schon in Form von GUI oberflächlichen für Paketverwaltungssysteme wie apt oder RPM. Bei Open Suse ist das z.B. in der YaST Systemverwaltung erhalten und unter Debian Ubuntu gibt es z.B. Synaptic. Jedoch bieten diese nur Spärliche Infos über die Software so dass es meist besser ist wenn man schon zuvor weiß welche Software man installieren will aber bei Ubuntu versucht Canonical mit dem Ubuntu Software-Center auch hier mitzuhalten, es gibt Infos und Screenshots zur Software und es gibt Kaufprogramme (auch wenn die Anzahl mit 7 Programmen nicht gerade überragend ist) dort fehlt eigentlich nur noch die… Read more »
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