Kurztest HP 255 G8: Vielseitiger als gedacht
  • Display
  • CPU/Grafik
  • RAM/Speicher
  • 15,6'' Full HD
  • Ryzen 5 5500U/Radeon
  • 16 GB/512 GB

Kurztest HP 255 G8: Vielseitiger als gedacht

Die Zeiten, in denen ein Office-Notebook mit allem anderen als Office-Programmen hilflos überfordert war, sind vorbei. Grund genug also, sich einmal anzuschauen, was das „Brot-und-Butter“-Notebook von HP, das HP 255 G8, jenseits von Office und Co. kann. Mit einem Ryzen 5 5500U, 16 GB RAM und einer 512-GB-SSD sind die Grundlagen auf dem Papier schon einmal gut.

Tatsächlich standen bei uns in der Redaktion vor längerer Zeit schon ein paar dieser Geräte herum. Unsere Begeisterung für sie hielt sich – freundlich formuliert – in Grenzen. Dem Fortschritt sei Dank haben aber mittlerweile auch günstigere Notebooks leistungsfähige Hardware. Zeit also, sich die aktuelle Generation einmal anzusehen.

Technische Daten: HP 255 G8 5B6J4ES
Display 39 cm (15,6“) Display (IPS-Panel) mit LED Backlight im 16:10-Format mit max. 250 nits
Auflösung 1920 x 1080 Pixel (Full HD)
Prozessor AMD Ryzen™ 5 (5000 Serie) 5500U Prozessor
6x 2,10 GHz
Turbo Boost bis zu 4,00 GHz
8 MB Cache
Grafik AMD Radeon Graphics
Arbeitsspeicher 16 GB DDR4 3200 MHz
Festplatte 512 GB SSD
Netzwerk Bluetooth 4.2
Intel® Wi-Fi 802.11a/b/g/n/ac
GBit Ethernet LAN
Anschlüsse 2 x USB-A 3.2 Gen 1
1 x USB-C 3.2 Gen 1 (ohne DisplayPort)
HDMI-Anschluss
SD-Kartenleser
Kopfhörer-/Mikrofon-Kombianschluss
Akku Li-Ion Akku (41 Wh)
Eingabegeräte TrackPad, Tastatur
Sound Audiosystem mit zwei Lautsprechern
Kamera HD-Webcam
Betriebssystem Windows 11 Home
Abmessungen 35,80 x 24,2x 1,99 cm (BxTxH)
Gewicht 1,74 Kilo
Preis 629 €*

Bevor es aber zu den Leistungsdetails geht, ein kurzer Blick auf das Äußere.

Eine ästhetisch umwerfende Schönheit ist das HP 255 G8 nicht. Man sieht ihm an, dass es ein Arbeitsgerät und kein Ziergegenstand ist. Es besitzt ein Gehäuse aus dunklem Kunststoff. Die Oberflächen sind leicht geriffelt, was für eine griffige Haptik sorgt. Optisch macht das HP 255 einen stabilen und robusten Eindruck. Die Oberseite ist allerdings ziemlich dünn und biegt sich schon bei relativ geringem Druck durch. Beim normalen Tippen bleibt sie allerdings eben.

Die Tastatur sitzt in einer kleinen Vertiefung und schließt dadurch bündig mit der Oberseite ab. Wie es sich für ein 15,6“-Notebook gehört, gibt es einen Nummernblock. Die Tasten haben einen guten und vergleichsweise harten Druckpunkt. Dadurch dürften Fehleingaben nur selten vorkommen.

Das Touchpad ist leicht nach links versetzt, so dass es mittig vor der Tastatur sitzt. Es spricht präzise an und leistet für den aufgerufenen Preis gute Arbeit. Trotzdem würde ich persönlich immer eine Maus anschließen.

Wenn wir gerade dabei sind: Anschlüsse gibt es beim HP 255 G8 eine Menge. Auf der linken Seite befindet sich ein USB-C-3.2-Gen1-Port, daneben gibt es noch einen HDMI-1.4b- und einen RJ45-Ethernet-Anschluss. Etwas weiter vorne sitzt der 3,5mm-Klinkenanschluss. Rechts gibt es dann zweimal USB-A 3.2 Gen1 und vorne sitzt der SD-Kartenleser. Ganz hinten rechts hat HP den Stromanschluss platziert.

Falls dir die USB-Standards nichts sagen: USB 3.2 Gen1 überträgt Daten mit bis zu 5 GBit/s. Das ist für den Alltag in den meisten Fällen vollkommen ausreichend. Leider bietet der USB-C-Port keine DisplayPort-Unterstützung. Bedeutet im Klartext: Ein externes Display kannst du nur über HDMI anschließen.

Das Display ist ein typisches Office-Display. Die Farbraumabdeckung für den sRGB-Farbraum wird irgendwo bei 75-80% liegen. Das passt für den Alltag. Alles, was in irgendeiner Form mit Farbgenauigkeit zu tun hat, solltest du aber definitiv auf einem anderen Display erledigen. Schließ einen geeigneten Monitor über HDMI an und leg‘ los. 250 nits verspricht HP als Helligkeit und das reicht für Innenräume auch vollkommen aus. In hellen Umgebungen wie etwa in der Mittagssonne dürfte es aber schwierig werden, noch etwas zu erkennen. Da es sich um ein entspiegeltes Display handelt, wirst du mit Reflexionen kaum ein Problem haben.

Erfreulicherweise gehört das HP 255 G8 nicht zu den Notebooks, die übermäßig laut werden. Der Lüfter meldet sich zwar schon bei mittlerer Last zu Wort. Allerdings gibt er im Normalfall lediglich ein Rauschen von sich. Ein Pfeifen trat erst im Stresstest auf. Aber die Belastungen eines Stresstests dürftest du im Alltag nicht erreichen. Nutzt du nur Office, dann wirst du den Lüfter nur gelegentlich hören.

Akkulaufzeit ist auch immer so ein Thema. Da geben viele Hersteller sehr ambitionierte Werte an. HP nicht. HP sagt in diesem Fall nichts. Ist aber kein Problem. Ich habe die Helligkeit auf 80% gestellt. Das entspricht etwa 200 nits und damit lässt sich in Innenräumen gut arbeiten. Im Anschluss habe ich einen normalen Arbeitstag bestritten. Also: Office, Chrome mit vielen offenen Tabs, Photoshop, Lightroom und ein wenig Premiere Pro. Ohne die Adobe-Programme entlud sich der Akku im Schnitt 15-20% pro Stunde. Mit Adobe-Programmen waren es 25% und mehr. Ohne Stromfresser kommst du also fünf bis sechs Stunden ohne Steckdose aus. Drehst du die Helligkeit herab, dann auch noch länger. Aber das empfehle ich dir nicht. Das Arbeiten macht an einem dunklen Display einfach keinen Spaß. Nimm dann lieber das handliche Ladegerät mit.

Falls du zu den Nutzer*innen gehörst, die ihre Notebooks gerne aufschrauben und erweitern: Das kannst du beim 255 G8 unter bestimmten Bedingungen machen. Du musst die verklebten Füße entfernen und dann die vier dort platzierten Schrauben lösen. Anschließend noch die zwei sichtbaren Schrauben lösen und schon kannst du die Bodenplatte abnehmen. Da die Füße in aller Regel beim Entfernen zerstört werden, habe ich darauf verzichtet, das HP 255 G8 zu öffnen. Der RAM ist auf 16 GB begrenzt. Da es sich um schnellen 3200-MHz-RAM handelt, besteht auf absehbare Zeit keine Notwendigkeit, zu handeln. Die SSD bietet mit 512 GB ordentlich Platz und dürfte für die nächste Zeit auch noch ausreichen. Sie ließe sich tauschen.

An den Klang solltest du keine allzu hohen Erwartungen stellen. Er reicht für Telefonate und gelegentliche Filme aus. Willst du richtig guten Klang, solltest du in entsprechende Speaker investieren. Aber das ist jetzt keine Überraschung, sondern bei vielen Notebooks so.

Und was kannst du jetzt mit dem HP 255 G8 alles anstellen?

Office-Programme laufen rund. Das ist klar. Und sonst so?

Fangen wir mal mit ein wenig Videoschnitt an. Einfache Schnitte setzen kann jedes Gerät. Interessant wird es bei Effekten. Die verlangen beim Rendern deutlich mehr Rechenleistung. Hier schlägt sich das HP 255 G8 ordentlich. Für unseren 30sekündigen Testclip benötigt es beim Rendern in 4K etwas unter drei Minuten. Das ist ein guter Wert, der im Mittelfeld bei vergleichbaren Notebooks angesiedelt ist.

Der Hauptgrund, der ein besseres Ergebnis verhindert, ist die fehlende dedizierte Grafikeinheit. Das macht sich auch bei Spielen bemerkbar. In niedrigen Einstellungen erreichen ältere Spiele akzeptable FPS-Zahlen. CS:GO bspw. läuft auf Standard-Einstellungen mit 62 FPS im Durchschnitt. Aber schon bei mittleren Details macht es keinen Spaß mehr, weil es ruckelt.

Bei der Bildbearbeitung sieht es ähnlich wie beim Videoschnitt aus. Normale Schritte gehen flüssig von der Hand, komplexe Effekte benötigen mehr Zeit. Der Nachteil: Bei all diesen Anwendungen ist das HP 255 G8 deutlich hörbar, denn der Lüfter ackert richtig. Beim Zocken ist also ein Headset angebracht. Das Ergebnis unseres Benchmark-Parcours findest du in der nächsten Galerie.

Fazit zum HP 255 G8: Keine reine Office-Kiste

Dank des Ryzen 5 5500U, schnellem RAM und der zügigen SSD ist das Office-Notebook längst nicht mehr nur auf Office beschränkt. Du kannst bis zu einem gewissen Punkt auch anspruchsvollere Aufgaben erledigen und sogar für gelegentliches Zocken mit niedrigen Einstellungen ist das Notebook geeignet.

Abstriche musst du bei der Optik und der Materialauswahl machen. Das Design ist funktional und Kunststoff kommt rundherum zum Einsatz. Auf edlere Materialien musst du verzichten – das ist angesichts des Preises aber auch nicht anders zu erwarten.

Wenn du dir der Limitierungen des HP 255 G8 bewusst bist und deine Nutzung dahingehend ausrichtest, machst du mit dem Notebook nichts verkehrt. Die AMD-CPU bietet für die nächsten Jahre genug Leistung und auch die 16 GB RAM sind auf absehbare Zeit ordentlich dimensioniert. Die 512-GB-SSD bietet genügend Platz für viele Daten. Dazu gibt es vielfältige Anschlüsse, die dir den Aufbau deines persönlichen Setups erleichtern.

Und was kostet der Spaß? Knapp 630 Euro werden derzeit* für das HP 255 G8 in dieser Version fällig. Falls du nur ein Notebook für die gelegentliche Nutzung suchst oder bereits eine Windows-Lizenz besitzt, lohnt sich für dich der Blick auf die anderen Varianten der HP-255-Reihe.

HP 255 G8 im Shop

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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