Kurztest und Verlosung: Trust GXT Gaming Bundle

Kurztest und Verlosung: Trust GXT Gaming Bundle

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PC-Gaming boomt, nicht zuletzt dank jeder Menge bekannter Let’s-Play-Channels, und damit auch die Gaming-Hardware-Industrie. Ganze Firmen haben sich ausschließlich auf Gamer und deren Anforderungen an die Hardware ausgerichtet.

Trust ist da einer der Hersteller, die ein wenig aus der Reihe tanzen. Die Meisten kennen die Firma sicher eher als den Allrounder im Bereich PC-Zubehör. Egal welchen Adapter, Hub, Switch oder welches Kabel man gerade sucht – Trust hat es sicher im Sortiment. So nun auch eine ganze Palette Gaming-Hardware, welche wir uns natürlich mal angeschaut haben. Trust hat uns dazu netterweise ein Paket zusammengeschnürt, das am Ende des Beitrags einen neuen Besitzer sucht.

Inhalt

Folgendes ist im Paket enthalten: Trust GXT 340 7.1 Surround Gaming HeadsetTrust GXT 207 XXL Gaming MauspadTrust GXT 152 Gaming MausTrust GXT 638 Digital Gaming Speaker 2.1, Trust GXT 280 LED Illuminated Gaming Keyboard. Also an sich Alles, was es braucht um direkt loslegen zu können.

Da es so viele verschiedene Artikel sind, gibt es zu jedem einen einzelnen Absatz und abschließend ein Gesamtfazit.

Trust GXT 340 7.1 Surround Gaming Headset

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Ein Headset ist wohl das wichtigste für schnelle Shooter und andere teambasierte Spiele. Eine schnelle, klare Kommunikation ist wichtig und bei Shootern muss auch die Ortung des Gegners funktionieren.

Bei dem Lieferumfang des Headsets gibts schon mal Nichts zu meckern: Headset samt Kabel und Fernbedienung, eine mehrsprachige Anleitung und eine Treiber-CD liegen bei. Nur die Verpackung selbst gefällt mir nicht so sehr: Das Innenfutter, aus einer Art Kunstfilz-Imitation, fusselt wie blöde und man hat nach dem Auspacken erstmal überall rote flocken in der Wohnung rumschwirren und am Headset kleben.

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Bei der Verarbeitung habe ich aufgrund des Preises keine Wunder erwartet. Insgesamt ist sie auch auf jeden Fall in Ordnung, nur leider wirkt der verwendete Kunststoff an manchen Stellen recht billig. Eine matte Oberfläche hätte mir besser gefallen. Das Kabel wurde gesleevt und verheddert sich dadurch nicht so schnell. Auch bietet der Sleeve einen gewissen Schutz und sieht auch gleich viel wertiger aus. Einziger Negativpunkt am Kabel: Es ist fest mit dem Headset verbunden und damit nicht einfach austauschbar.

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Der Tragekomfort ist wie immer sehr subjektiv. Ich bin kein Fan von On-Ear-Kopfhörern und werde es wohl auch nie. Daher habe ich auch ein paar Kollegen gefragt, die allesamt zufrieden waren. Einzig die Kunstleder-Ohrpolster sorgten bei längerer Nutzung für heiße Ohren.

Hinsichtlich der Soundqualität trifft es „wechselhaft“ wohl am besten: Während Musik, durch platte tiefen und abgeschnittene Höhen, eher keinen Spaß macht, kommt Sprache klar und verständlich an. Die Ortung ist zwar meist ganz gut, ein echtes „7.1 Feeling“ kommt aber nicht auf. Dafür müsste man dann schon tiefer in die Tasche greifen.

Fazit: Das Trust GXT 340 Gaming Headset versucht den Spagat zwischen günstigem Preis und Surroundsound. So ganz klappt das allerdings nicht immer.

Trust GXT 207 XXL Gaming Mauspad und Trust GXT 152 Gaming Maus

Der Einfachheit halber fasse ich die Beiden mal zusammen. Schließlich gehören sie ja auch zusammen ;).

Das Mauspad

Viel gibt es da nicht zu sagen: Es bietet wirklich jede Menge Platz, hat gute Gleiteigenschaften und liegt bombenfest auf dem Tisch. Was will man mehr? Nur die Tatsache, dass es ein Stoff-Mousepad ist, gefällt mir nicht besonders. Aber das ist 1. Geschmackssache und 2. vor dem Kauf bekannt. 🙂

Die Maus

Optisch setzt Trust auf ein kantiges Design, dazu eine LED-Beleuchtung die je nach Stimmung gewechselt werden kann. Typisch Gaming Maus eben. Der Farbwechsel wird direkt an der Maus gesteuert.

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Die Verarbeitung ist gut, keine ungleichmäßigen Spaltmaße, kein klappern oder knacken wo es nicht hingehört. Auch das Material wirkt hochwertig. Im Gegensatz zum Headset kommt hier nur matter, leicht gummierter Kunststoff zum Einsatz. Das Kabel ist ebenfalls gesleevt.

Von der Haptik her liegt sie recht gut in der Hand. Für Nutzer wie mich, die recht große Hände haben, könnte die Maus aber etwas größer ausfallen. Auch empfinde ich sie als zu leicht, sodass ich sie häufig ungewollt vom Mauspad hebe. Die Tasten geben ein gutes Feedback, bis auf das Scrollrad, bei dem das Raster etwas ausgeprägter ausfallen könnte.

Der Sensor arbeitet soweit zuverlässig, allerdings kommt er bei sehr schnellen Bewegungen auch mal ins Schwitzen. Das äußert sich dann darin, dass die Maus bzw. der Mauszeiger anfängt zu zittern. Bei der Genauigkeit kann sie nicht mit ihren deutlich teureren Konkurrenten mithalten. Während ich mit meiner Roccat Kone XTD pixelgenau arbeiten kann, ist das mit der Trust schon etwas schwieriger. Hier macht sich einfach die geringere Auflösung des Sensors bemerkbar, was auch einfach am deutlich geringeren Preis der Maus liegt.

Fazit: Solide Mittelklasse mit kleinen Schwächen. Wen das geringe Gewicht nicht stört, der kann hier bedenkenlos zugreifen. Man sollte nur keine Wunder erwarten.

Trust GXT 280 LED Illuminated Gaming Keyboard

Tastaturen hatten wir ja schon einige im Test, darunter auch Gaming-Keyboards. Auch hier möchte Trust mitmischen, allerdings vorerst leider noch ohne mechanische Tasten. Stattdessen setzt man auf herkömmliche Rubber-Dome Tasten. Dafür gibt es aber eine mehrfarbige LED-Beleuchtung: Wählen kann man zwischen Rot, Grün und Gelb in 4 Stufen: Aus, niedrig, mittel und hoch. Die höchste Stufe reicht gerade so, dass man tagsüber die Beleuchtung erahnen kann.

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An der Verarbeitung gibt es erstmal nichts auszusetzen: Alles sitzt fest, nichts klappert, die Optik wirkt hochwertig. Auch die gummierten Tasten machen einen guten Eindruck und fühlen sich gut an. Problem bei solchen Beschichtungen ist nur meistens, dass sie sich mit der Zeit abnutzt und die Tasten damit immer glatter und ggf. rutschiger werden.

Das Layout ist auch in Ordnung, wobei sich die Zusatztasten eher an Multimedianutzung richten denn an Gamer. So fehlt mir z.B. die Möglichkeit die Windows Taste zu deaktivieren. Dafür muss separat eine Software installiert werden, in der dann die Tasten neu belegt oder ganz deaktiviert werden können. Die Software ist recht rudimentär, funktioniert aber.

GXT 280 Software

Haptisch fällt vor allem eines direkt auf: Die Tasten sind nicht mechanisch. Wer CHERRY MX Switche gewohnt ist, dem fällt es erstmal schwer sich mit der Trust anzufreunden. Nach etwas Umgewöhnung muss ich aber sagen: Für Rubber-Domes geben die Tasten ein sehr gutes Feedback, einzig die Möglichkeit den Tastendruck zu dosieren fehlt mir ein wenig. Es gibt nur „ganz drücken“ oder die Taste wird nicht erkannt. Ansonsten ist der Druckpunkt zwar ein wenig weich, aber dennoch gut spürbar. Außerdem bietet sie noch einen großen Vorteil: Die Tasten sind schön leise.

Die Unterschiede zu teureren Gaming Tastaturen liegen aber nicht nur in den Mechanischen Switchen, sondern auch in der Abtast-Technologie. Während man auf den Premium-Modellen teilweise mehr als 20 Tasten zeitgleich drücken könnte, ohne dass es Fehlerkennungen gibt, hat die Trust leider schon bei 4 gleichzeitig gedrückten Tasten Probleme. Auch ist eine minimal höhere Verzögerung bei der Erkennung bemerkbar.

Insgesamt also eine durchaus brauchbare Tastatur. Ob man eine mechanische Tastatur vorzieht ist dann natürlich noch eine Geschmacksfrage – und nicht zuletzt auch eine Frage des Geldbeutels.

 Trust GXT 638 Digital Gaming Speaker 2.1

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Lautsprecher dürfen natürlich auch nicht fehlen. In diesem Fall sind sie die teuerste Komponente im Set. Der Lieferumfang erscheint recht spartanisch, aber beinhaltet alles Nötige: Die Lautsprecher selbst, ein Klinke-Chinch Anschlusskabel, ein Optisches Kabel und eine Fernbedienung. Die Kabel sind leider etwas kurz geraden. Eine Anleitung für PC, PS3/4 und XBox One bzw. Xbox 360 liegt natürlich auch bei.

Verarbeitet sind die Lautsprecher und der Subwoofer nicht schlecht. Das Material der Lautsprecher wirkt aber nicht besonders hochwertig, da es nur dünner Kunststoff ist. Der Sub kommt zumindest in einem Holz-Gehäuse, was dem Ganzen etwas mehr Wertigkeit verleiht.

Angeschlossen sind die Boxen sehr schnell und einfach – viel falsch machen kann man dabei nicht. Je nach Gerät schließt man entweder das optische oder das analoge Kabel an, nimmt noch kurz die Einstellungen am jeweiligen Gerät wie beschrieben vor und fertig. Das Ganze dauert vielleicht 5-10 Minuten. Die Verkabelung und Steuerung erfolgt dann über den Subwoofer, was teilweise etwas ungünstig ist. So sitzt der Sensor für die Infrarot-Fernbedienung im Subwoofer selbst. Steht der unterm Tisch, muss man die Fernbedienung auch unter den Tisch halten. Auch fehlt mir die Möglichkeit, auf die Schnelle Kopfhörer oder ein Headset anzuschließen. So muss man dafür immer erst in die Einstellungen oder gar umstecken.

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Hinsichtlich der Klangqualität verhält es sich ähnlich wie beim Headset. Zwar ist der Bass hier weitaus satter und tiefer durch den großen Sub, dafür fehlt es an den Höhen und Mitten etwas. Bei hohen Lautstärken neigen die Lautsprecher dann auch mal zum Übersteuern, während der Sub anfängt zu schnarren und zu kratzen. Aber man muss es ja auch nicht übertreiben, oder? 😉 Zum Wohle seiner Nachbarn sollte man das auch nicht, denn der Sub selbst ist nicht vom Untergrund auf dem er steht entkoppelt. Damit übertragen sich alle Schwingungen direkt auf den Boden – für die Nachbarn unter der eigenen Wohnung wird das schnell unangenehm. Abhilfe könnten hier vier Gummifüße schaffen, die es schon für kleines Geld zu kaufen gibt. Schade dass Trust so eine Kleinigkeit nicht beilegt.

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Die kleinen Lautsprecher bieten beim Spielen allerdings keine so gute Ortung des Gegners wie ein Headset. Bei Shootern oder anderen Spielen, die eine gute Ortung des Gegners nötig machen, sollte man daher dann doch lieber zu Kopfhörern greifen.

Fazit

Der Sound ist solide und die Verarbeitung geht in Ordnung. Für den Preis bekommt man eine Mittelklasse-Anlage mit kleinen Schwächen. Bei der Benutzerfreundlichkeit hinsichtlich der Anschlüsse und Ausstattung gibts aber deutliche Abzüge.

Gesamtfazit Trust GXT Gaming Bundle

Insgesamt ist das ganze Bundle durchwachsen: Die Eingabegeräte und das Mauspad sind zwar durchaus gut in Ihrer Preisklasse, beim Soundequipment hat sich Trust allerdings nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Zwar liefert das Boxenset einen guten Klang, ist es aber einmal angeschlossen, ist man sehr unflexibel und muss im Zweifel dauernd in die Einstellungen von Konsole oder PC um das Ausgabegerät umzustellen.

Verlosung

All die hier getesteten Artikel kann nun einer von Euch gewinnen! Verratet uns dafür in einem Kommentar, warum ihr das Set braucht. Aus allen Teilnehmern losen wir dann den Gewinner aus!

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