La Carrera Panamericana: Die dritte Etappe

Mensch, was für ein Tag. Um kurz nach 8 Uhr kamen wir am Start an. Jochen und Manuel waren schon los gefahren, allerdings haben wir noch das zweite Team noch erwischen können. Die Mechaniker haben noch bis 3 Uhr am Auto geschraubt, damit beide Autos Fit für heute sind. Anscheinend war das nicht ausreichend genug, denn wenige Kilometer nachdem Start rief mich Frank aus dem schwarzen Mustang an, dass auf der Autobahn das Auto einfach ausgegangen ist und nicht mehr startet. Nach wenigen Minuten hatten wir die beiden erreicht und haben ihnen mit dem Überbrückungskabel Starthilfe gegeben. Dann sind wir zur nächsten Tankstelle gefahren und haben auf einen unserer Serviceautos gewartet. Nach rund einer Viertelstunden waren Olli und Hjalmar auch schon da. Sie haben die Lichtmaschine ausgetauscht und wir dachten, dass jetzt alles gut werden würde.

Tim nutzt die erzwungene Pause bei der ersten Panne zum Lesen meiner Berichte zur La Carrera Panamericana auf meinem Fujitsu Lifebook

Tim und Frank haben sich auf den Weg zur ersten Speedetappe gemacht, die über 150km weiter weg lag. Irgendwann dann wieder ein Anruf, wieder das gleiche Problem. Die beiden hatten es bis kurz vor die erste Speedetappe geschafft, bevor das Auto wieder einfach aus ging. Wir haben die beiden also gesucht und nach einer Weile auch gefunden. Wieder Starthilfe gegeben und unser Betreuer, Organisation und Mechaniker Andy hat sich die Benzinpumpen näher angesehen. Wir haben uns eingesehen, dass es keinen Sinn mehr macht zu versuchen an irgendeiner Speedetappe mit dem Auto teilnehmen zu wollen, weil die Zeit einfach zu knapp war. Deshalb haben wir uns entschieden, direkt mit dem Auto zum Ziel zu fahren. Andy hatte die ganze Zeit über die Vermutung, dass eine Benzinpumpe nicht korrekt arbeitet, zu viel Strom zieht und so die Batterie ständig leer saugt. Die Lichtmaschine konnte es ja nicht sein, da die bereits bei der ersten Panne gegen eine ganz neue getauscht wurde. Irgendwann hielt auch ein hilfsbereiter Mexikaner an, der selber an Oldtimer Rennen teilnimmt. Er ist mit Andy in einen Laden gefahren, wo Autoteile verkauft werden. Zum Glück sind die Geschäfte hier in Mexiko auch Sonntags geöffnet. Zurück gekommen sind sie mit einem langen Kabel. Damit haben sie eine direkte Stromleitung von der Batterie im Motorraum zur Benzinpumpe im Kofferraum gezogen. Als sich das auch als wenig hilfreich erwies, sind die beiden noch einmal los und haben eine neue Batterie besorgt. Nach fast drei Stunden haben wir uns dann direkt auf den Weg zu unserem Ziel machen können, wie erwartet hatten die beiden Piloten keine Chance mehr gehabt die letzten Speedetappen noch rechtzeitig zu erreichen. Die heutigen Probleme scheinen aber noch die Auswirkungen des gestrigen Sprungs über die Bodenschwelle zu sein.

Tim hat kurz überlegt, die heutige Etappe mit einem geliehenen Rennrad zu beschreiten, allerdings zwang ihn seine Raucherlunge nach wenigen Metern diese Idee zu verwerfen

Den Zieleinlauf habt der schwarze Mustang dann glücklicherweise noch rechtzeitig aus eigener(!) Kraft erreicht, wir waren sogar vor Jochen und Manuel im weißen Mustang da. Das hat irgendwie allen Beteiligten den Tag gerettet, auch mir. Die Enttäuschung ist halt immer sehr groß, wenn man am Ende des Tages nicht übers Ziel fahren kann. Jochen und Manuel konnten an allen Etappen teilnehmen, das Auto hatte aber deutliche Blessuren davon getragen. So ging wohl der Stoßdämpfer hinten links zu Bruch. Auch sonst meinte Manuel, dass Tim froh sein kann, diese Speedetappen nicht gefahren zu sein. Sie waren wohl sehr anspruchsvoll und teilweise chaotisch. Es waren einige Bodenwellen nicht im Routebook eingetragen und es mussten einige Etappen abgekürzt bzw. ganz gestrichen werden, weil Baustellen den Weg versperrten. Insgesamt hatten die Autos, die die Speedetappen fahren konnten, heute nur eine gewertete Zeit von etwa 25 Minuten, was ungefähr nur die Hälfte von den anderen beiden Tagen war.

Beim Zieleinlauf haben wir jede Menge Menschen auf die Autos und Fahrer gewartet

Morgen geht es erst wieder um 10 Uhr zur nächsten Etappe Richtung Morelia. Die Rennautos erwarten diesmal zwar „nur“ 260 km, allerdings wird die Route vermutlich durch die Berge führen, was unheimlich viel Zeit und Nerven kostet. Mechaniker so gut wie aller Teams sind schon wieder fleißig vor den Hotels am Schrauben und Basteln.

Die vierte Etappe nach Morelia

P.S. Gewinner des Tippspiels für Tag 3 ist Jens J.! Glückwunsch!

(Alle Fotos mit einer Nikon Coolpix P7100 aufgenommen)

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4 Kommentare auf "La Carrera Panamericana: Die dritte Etappe"

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Gast
Jens J.

Ich hoffe mal das es in Deutschland nicht so viele Jens J. gibt. Denn ich freue mich im Moment riesig!

Hoffe mal das da noch eine Bestätigungsmail kommt.

Viele Grüße
Jens J.

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Gast
Andy

@Jens: Herzlichen Glückwunsch!

Hoffentlich bekommt ihr die beiden Mustangs wieder hin… Ihr habt wohl noch nen lkw voller Ersatzteile dabei oder wird alles vor Ort gekauft?

MfG Andy

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Gast
Jens J.

In den Mustangs führt ihr auch keine Ersatzteile mit? Hättet das doch so machen können dass das Fahrzeug was in de Rangliste vorne ist, leer ist um gute Zeiten zu fahren und der zweite wird vollgestopft mit Ersatzteilen. ^^

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