La Carrera Panamericana: Die sechste Etappe

Eigentlich dachte ich, dass wir heute einen Tag haben würden, an dem wir nicht wieder ewig im Auto sitzen und durch die Gegend fahren. Seit wir am 14.10. in Mexiko City gelandet sind, haben wir schon über 4.000 km hinter uns gebracht und langsam treten bei allem was die Fahrerei betrifft, Ermüdungserscheinungen auf, obwohl man immer wieder tolle Landschaften zu sehen bekommt, wie sowas hier:

Ein ziemlich eigenartig aussehender Berg irgendwo zwischen Guanajuato und Aguascalientes

Es sollte aber wieder anders kommen als gedacht. Nach dem Start wollten wir eigentlich ins knapp 200 km entfernte Aguascalientes über die Autobahn durchfahren und uns dort die letzten Speedetappen anschauen mit einem Finale in einer 1,4 km langen Nascar-Oval-Piste. Nachdem wir ungefähr die Hälfte der Strecke hinter uns hatten, bekamen wir einen Anruf von Frank Meyer aus dem schwarzen Mustang, dass ihr Gaspedal irgendwie klemmt. Wir haben ihnen gesagt, dass ein Servicefahrzeug von uns vorbei kommen würde. Die beiden waren aber der Meinung, dass schon alle Servicefahrzeuge bereits vorbei gefahren wären und keines von uns dabei war. Also sind wir zuerst zurück nach Guanajuato und von dort aus in die Berge, wo die Speedetappen statt fanden. Kaum oben auf den Bergen bekommen wir eine SMS, dass doch jemand da war und sie jetzt weiterfahren können. Zurückfahren hätten sich nicht mehr gelohnt, also sind wir über die Bergstraßen gefahren.

Irgendwann nach sechs Stunden und knapp 500 km nach dem Start sind wir dann endlich auf der Nascar-Piste angekommen. Für die anderen Speedetappen waren wir leider schon viel zu spät, aber die Nascar-Piste hat alles gerettet. Trotz sengender Hitze haben wir es tapfer über zwei Stunden an der Piste die Stellung gehalten. Schatten suchte man dabei vergeblich und als Belohnung sieht man jetzt in meinem Gesicht, dass ich eine Sonnenbrille trug. Schade war eigentlich, dass die Zuschauerränge leer waren, wäre bestimmt eine coole Stimmung gewesen. Vielleicht liegt das daran, dass es mitten in der Woche um 16.30 Uhr stattfand und die Piste ziemlich außerhalb der Innenstadt liegt. Auch die Mexikaner müssen um diese Zeit arbeiten oder noch in der Schule hocken.

Herausgekommen ist dieses Video, ich habe alle acht Runden von Jochen und Manuel mehr oder weniger gut aufgenommen:

Apropos Jochen: Er hat es heute geschafft, zwei Kipphebel der Einlassventile zu zerstören, aber wer so schnell wie Jochen ist, dem nimmt man sowas nicht übel. Wie man auf dem Video sehen kann, hat er das Feld heute ganz schön von hinten aufgeräumt. Wenn das Material Jochens Fähigkeiten immer standgehalten hätte, wären die beiden mit dem weißen Mustang vermutlich noch weiter vorne. Gestern zum Beispiel mussten die hinteren Stoßdämpfer zweimal ausgewechselt werden. Die teureren Hightech-Stoßdämpfer aus Kohlefaser sind wohl nicht für die La Carrera Panamericana gemacht, die billigen Stoßdämpfer vom mexikanischen Ersatzteilhändler hingegen schon, da sie heute erstaunlicherweise gehalten haben.

So sieht ein von Jochen Mass zerstörter Kipphebel aus

Immer diese ewige Warterei vor der jeder Speedetappe, bevor endlich das Gaspedal durchgedrückt werden kann.

Jochen erklärt den beiden Anfängern welche Linie man fahren sollte und wie man richtig überholt.

Die letzte Etappe für dieses Jahr. Ich bin schon auf den Zieleinlauf in Zacatecas gespannt, es soll immer einiges abgehen!

(Alle Fotos mit einer Nikon Coolpix P7100 aufgenommen)

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Über Cihan Boz

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2 Kommentare auf "La Carrera Panamericana: Die sechste Etappe"

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Gast

Wir sind schon ganz gespannt und warten auf aktuelle results.
Würden uns über reichlich Foto-und Videomaterial von der after-party freuen 🙂

Liebe Grüße nach Mexiko, besonders an die Besatzung des weißen Renners! Drücken dem gesamten Team weiterhin die Daumen… .

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Gast

Wahnsinn, nun sind die 7 Tage schon fast vorbei… Schade, wie schnell die Zeit vergeht 🙁

Viel Erfolg Morgen, Jochen hol dir den Ritel in der Fahrzeugklasse!

MfG Andy

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