Langzeittest Fujitsu S761

Wie vielleicht der eine oder andere mitbekommen hat, war ich vor wenigen Wochen für 14 Tage in Mexiko, um von einer verrückten Oldtimer-Rallye zu berichten. Geschrieben, Fotos & Videos bearbeitet habe ich in dieser Zeit mit dem Fujitsu S761, das ich von unserem Partner Fujitsu für die Reise zur Verfügung gestellt bekommen habe. Den Stabilitätstest hat Gerät dabei mit Bravur bestanden: In diesen 14 Tagen haben wir über 4.000 km auf teilweise sehr holprigen mexikanischen Pisten zurückgelegt und das Notebook hat es überlebt auch wenn ich einige Male die Meldung „Impact detected, HDD temporarily disabled“ zu sehen bekam. Aber kommen wir zunächst einmal zur technischen Ausstattung, es hat für seine kleine Größe wirklich jede Menge Schnick Schnack zu bieten: Das 13,3 Zoll große Display bietet eine Auflösung von 1366 x 768 Pixel. Das Wichtigste hierbei: Das Display ist matt und selbst bei direkter Sonneneinstrahlung war alles vergleichsweise sehr gut lesbar. Glänzende Displays sind schön und gut, aber wenn man mal draußen arbeiten muss, guckt man ganz schön in die Röhre.

Angetrieben wird das Fujitsu S761 von einem Intel Core i5-2410M der standardmäßig beide Kerne mit 2,3 GHz taktet. Falls Leistung benötigt wird, kann der Prozessor sich auf bis zu 2,9 GHz hochtakten. Als Arbeitsspeicher stehen 4 GB zur Verfügung, maximal sind 8 GB möglich. Die Festplatte (Hitachi Travelstar Z5K320 BDE) ist mit 320 GB für meinen Geschmack etwas zu klein geraten, aber immerhin bietet es eine sogenannte „Bulk Data Encryption“-Option. Wenn aktiviert, sorgt diese Implementierung dafür, dass alle Daten mit einem privaten Schüssel verschlüsselt auf die Festplatte geschrieben werden. Beim Auslesen werden die Daten direkt von der Festplatte entschlüsselt. Diese Technologie soll eine extrem hohe Datensicherheit bieten. Im Gegensatz zu anderen, Software-basierenden Verschlüsselungslösungen ist die BDE-Implementierung von Hitachi Hardware-basierend und beeinträchtigt daher die Systemleistung nicht.

Dank der integrierten UMTS-Karte kann man auch unterwegs mit bis 14,4 MBit/s (HSDPA) ins Netz. Der Slot für die SIM-Karte befindet sich im Akkufach.  Zu meiner Überraschung war dort bereits eine SIM-Karte eingelegt, die ich nur noch auf der Seite https://www.my-mobile-internet.de/fujitsu durch die Eingabe meiner persönlichen Daten freischalten musste. Dadurch habe ich auch die „Monatsflat 500“ kostenlos für einen Monat bekommen. Das ganze Läuft übrigens über das o2-Netz und ist vollständig unverbindlich oder versteckte Kosten. Bevor ich aber lossurfen konnte, musste ich mal erst einmal auf die Suche nach einem „Connection Manager“, der leider nicht wie auf der Infobroschüre angekündigt, bereits auf dem Gerät installiert war.

An der Verarbeitung von des Fujitsu Lifebook S761 gibt es prinzipiell nichts auszusetzen, der Magnesium-Displaydeckel fühlt sich gut an, allerdings ist der Rest so ziemlich aus Kunststoff. Ich weiß aber nicht, ob man für den Preis nicht etwas weniger Kunststoff erwarten darf. Auf der Tastatur lassen sich auch lange Texte noch gut tippen und ebenso gibt es auch wenig am Touchpad nichts zu meckern. Ich habe während der 14 Tage in Mexiko nur mit dem Touchpad gearbeitet, da ich an alles, außer an eine Maus gedacht habe.

Eine weitere Besonderheit (ja, auch im Jahr 2011 muss es leider immer noch als Besonderheit ansehen) ist der USB 3.0-Anschluss.  Aber leider habe ich den Anschluss bisher nicht ordentlich testen können, denn immer wenn ich meine externe USB 3.0-Festplatte an das Notebook anschließen, meldet Windows 7 mir, dass die Festplatte formatiert werden muss. Schließe ich die Festplatte hingegen an den USB 2.0-Anschluss funktioniert alles wie erwartet. Eine kurze Recherche im Netz zeigte mir, dass auch andere das Problem, auch mit anderen Produkten, ebenfalls haben. Scheint leider so zu sein, als ob Windows 7 USB 3.0-Anschlüsse noch nicht so wirklich von Haus aus unterstützen will. Das Problem habe ich bis heute nicht wirklich gelöst bekommen, obwohl ich auch schon die neuesten USB 3.0-Treiber installiert habe.

Die Akkulaufzeit gibt Fujitsu mit „bis zu 8 Stunden“ an, was man aber meiner Erfahrung nach nur erreichen kann, wenn das Gerät die ganze Zeit mit ausgeschaltetem Display nebenher läuft. Wenn man die ganze Zeit mit hoher Bildschirmhelligkeit arbeitet, sind aber um die 4-5 Stunden drin, je nachdem wie stark der Prozessor in dieser Zeit beansprucht wird. Wem das nicht reicht, der kann das optische Laufwerk relativ simpel gegen einen zweiten Akku (2500 mAh) tauschen und so die Laufzeit verlängern.

Fazit: Wer eine mobile Arbeitsmaschine mit all den Extras und den Sicherheitsfeature braucht, kann absolut bedenkenlos zum Fujitsu Lifebook S761 greifen. Offensichtliche Schwächen konnte ich weder im Büroalltag, noch unter den teilweise widrigen Umständen Mexikos finden.

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Über Cihan Boz

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