Leica Sofort: Sofortbildkamera für Polaroiden

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Wieviel kostet der rote Leica-Punkt? Normalerweise irre viel. Das ändert sich zumindest ein bisschen, denn Leica bringt eine erschwingliche Sofortkamera auf den Markt. Die Leica Sofort soll 280 Euro kosten und im November erscheinen. Im Gegensatz zu aktuellen Polaroid-Kameras arbeitet sie nach dem klassischen Polaroid-Verfahren.

Eigentlich ist Leica als Marke für ältere Kunden mit zu viel Geld verschrien. Offensichtlich will der Hersteller das ändern und junge, hippe Anwender erreichen. Für unter 300 Euro kann man ab November eine echte Leica mit rotem Punkt und in drei Farbvarianten erwerben. Neben Weiß sind das ein frisches Mint und ein saftiges Orange.

In der Leica-Kamera steckt allerdings bekannte Technik, nämlich die von Fujifilm. Geschossene Fotos landen auf Instax-Filme, die nach dem Polaroid-Prinzip arbeiten. Man kann also zusehen, wie sich das Bild entwickelt, und es zeigt den klassischen weißen Rahmen um das Bild herum. Interessanterweise setzt Polaroid bei seinen aktuellen Sofortbildkameras auf eine andere Technik, nämlich den Zink-Druck und damit keine Filmentwicklung.

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Die Instax-Filme kommen in 10er-Schatullen, die Leica-Kamera nutzt das kleinere Mini-Format. Die Bildgröße fällt mit 86 x 54 recht klein aus, das Bild an sich misst lediglich 62 x 46 mm. Ganz stilecht lässt sich die Leica nicht nur mit Fujifilm-Kassetten bestücken, Leica wird auch unter eigenem Label Filme anbieten. Eine Kassette mit zehn Bildern kostet dann 12 Euro, die monochrome Variante mit 14 Euro noch etwas mehr.

Als Objektiv bekommt die Leica Sofort ein „Automatik-Hektor“ spendiert, das eine fixe Brennweite von 60 mm besitzt. Umgerechnet auf Kleinbildformat sind es rund 34 mm. Die Blende liegt bei f/12,7. Die kürzeste Verschlusszeit liegt bei 1/400 Sekunde. Ansonsten gibt es noch einen Blitz, drei Fokusbereiche für Makro 0,3 bis 0,6 Meter, Normal von 0,6 bis 3 Meter und Landschaft ab 3 Meter bis unendlich. Für kreative Effekte sind Doppelbelichtungen möglich. Ein Selfie-Spiegel hilft, sich selbst anzuvisieren, ansonsten schaut man durch einen optischen Sucher mit 0,37-facher Vergrößerung. Kommt einem bekannt vor? Die Daten entsprechen exakt denen der Fujifilm Instax Mini 90, die mit rund 130 Euro nicht nur deutlich preiswerter ist als die Leica, sondern witzigerweise auch eher wie eine Leica aussieht. Aber ihr fehlt der rote Punkt, womit auch geklärt wäre, wie viel der kostet.

Bilder: Leica

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Über Marcel Magis

Ich bin Journalist und Schriftsteller. Unter anderem arbeitete ich für macnews.de, c't, Telepolis und notebookjournal.de. Ich liebe Nudeln und schreibe in meiner freien Zeit unverdrossen an einem großen Roman weiter, der wöchentlich im Netz erscheint. Du findest mich auf Facebook, XING und meinem Blog.
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