Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE: Leiser Office-Laptop mit viel Konkurrenz

      Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE: Leiser Office-Laptop mit viel Konkurrenz

      Was kann man von einem Notebook erwarten, das knapp 600 Euro kostet? Eine Frage, die sich auch viele Nutzer stellen dürften. Vor 10 Jahren gab es in dieser Preisklasse kaum empfehlenswerte Geräte. Sie waren aufgrund von schwacher CPU und HDD-Festplatte meist zu langsam, um wirklich Spaß zu machen. Und wie sieht es im Jahr 2020 aus?

      Das gefällt uns

      • mattes IPS-Display
      • schnelle NVMe-SSD
      • leise im Betrieb
      • bleibt recht kühl

      Das gefällt uns nicht

      • dunkler Bildschirm (250 Nits)
      • Akkulaufzeit nur ok
      • keine Tastenbeleuchtung
      • kein USB-C

      Ich habe für euch das IdeaPad 3 81WD00FPGE getestet. Wenn euch der Name etwas verwirrend erscheint, seid ihr damit nicht allein. Das Namensschema bei Lenovo ist nun einmal chaotisch. Man könnte davon ausgehen, dass die „3“ im Namen uns verrät, dass es sich bei der CPU um einen Intel Core i3 oder Ryzen 3 handelt. Das muss aber, wie in diesem Fall, nicht zutreffen. Bei den zufällig anmutenden Zeichen danach weiß wohl nur der Hersteller, wofür sie wirklich stehen.

      Bei meinem letzten Test habe ich mir das Lenovo IdeaPad C340 81N600D2GE (Test) auf AMD-Basis näher angesehen. Zwar sind die Namen etwas verschieden, doch im Grunde handelt es sich um das Schwestermodell mit AMD-Prozessor. Um zu klären, was Lenovo im Preissegment von 600 Euro für uns parat hält, haben wir dieses Arbeitsgerät genauer unter die Lupe genommen. Es wurde in den verschiedensten Kategorien getestet.

      Um zu klären, was Lenovo im Preissegment von 600 Euro für uns parat hält, haben wir dieses Arbeitsgerät genauer unter die Lupe genommen. Es wurde in den verschiedensten Kategorien getestet.

      Technische Details

      Technische Daten Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE
      Display 35,56 cm (14″) matt, 1920x1080px, 157 PPI, 60-Hz-Bildwiederholrate, IPS, 250 Nits maximale Helligkeit
      Prozessor
      Intel Core i5 1035G1, 4 x 1,0 GHz mit Turbo Boost (bis zu 3,6 GHz) und 6 MB Cache
      Grafik Intel UHD Graphics G1
      Arbeitsspeicher
      DDR4, On-board + SO-DIMM
      8 GB (4 GB + 4 GB)
      Festplatte 2 x PCIe 3.0 M.2
      SSD: 256 GB
      Netzwerk
      802.11ac-WLAN
      Bluetooth 5.0
      Anschlüsse 2 × USB 3.1 (Gen 1) Type-A
      1 × USB 2.0 Type-A
      1 x SD-Cardreader
      1 x HDMI 1.4b
      1 x 3,5mm Kopfhörer- und Mikrofon-Klinkenanschluss
      Akku
      3-Zellen-Lithium-Polymer-Akku mit 45Wh Kapazität
      65W-Ladegerät
      Eingabegeräte Tastatur ohne Hintergrundbeleuchtung, Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
      Sound 2x 2W -Lautsprecher mit Dolby Audio
      Abmessungen 327,1 x 241 x 19,9 mm (BxTxH)
      Gewicht 1,60 kg
      Preis Ab 584,00 Euro*
      Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE bei uns im Shop

      Ein kurzer Überblick zum IdeaPad 3

      Lenovo hat mit dem IdeaPad 3 81WD00FPGE ein ziemlich schlankes und auf den ersten Blick wertig wirkendes Notebook für den veranschlagten Preis zu bieten. Wie schon erwähnt, steckt in unserem Testgerät ein Intel Core i5-1035G1. Dazu ein kleiner Fun-Fact: Hierbei handelt es sich um eine Ice-Lake-CPU. Diese 10. Generation von mobilen Intel-Prozessoren war zum Release ein großer Schritt für Intel, mit der Vorstellung der Nachfolge-Generation Tiger Lake kann man sie jedoch eher als soliden Zwischenschritt betrachten.

      Unterstützt wird das Ganze von 8 GB Arbeitsspeicher, verteilt auf verlötete 4 GB und einen austauschbaren 4-GB-SODIMM. Speicher gibt es in Form von PCIe- oder SATA-SSDs. In dem Notebook ist eine 256 GB große NVMe SSD verbaut. Sie ist zwar klein, aber für den Office-Gebrauch noch ausreichend. Als Grafikbeschleuniger kommt die integrierte Grafikeinheit der CPU mit der Bezeichnung „UHD Graphics G1“ zum Einsatz. Diese müsste sowohl für die normale Büronutzung als auch für Medien jeglicher Art absolut genügen. Ob sich damit auch ein wenig Zocken lässt, sehen wir uns später genauer an.

      Dargestellt wird alles auf einem 14 Zoll großen Full-HD-Display mit mattem Finish. Damit sollte es sich auch für den Einsatz in Umgebungen mit vielen Lichtquellen eignen, da es nicht reflektiert. Das Trackpad ist ausgesprochen groß und die Tastatur glänzt beim ersten Tippen mit einem angenehmen Druckpunkt. Nur die fehlende Hintergrundbeleuchtung fällt negativ auf.

      Was die Anschlüsse angeht, so führt das IdeaPad 3 81WD00FPGE alles Nötige mit sich. Leider wurde auf USB-C verzichtet, was im Jahre 2020 etwas seltsam erscheint.

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      Lieferumfang

      Beim Lieferumfang fällt das IdeaPad 3 81WD00FPGE durch seinen Minimalismus positiv auf: Es kommt in einer schlichten Kartonverpackung mit Tragegriff daher und im Inneren befindet sich neben dem Netzteil nur noch der übliche Papierkram. Plastikverpackungen gibt es kaum. Das Auspacken geht daher schnell von der Hand, ist aber kein großes Erlebnis. Das mag so manchen enttäuschen, doch es spart Geld und ist gut für die Umwelt.

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      Verarbeitung und Bedienung

      Unser Testgerät ist komplett in Silber gehalten und damit bleibt Lenovo seiner bekannten Farbgebung treu: dunkel für AMD, hell für Intel. Der schlichte Look wird nur durch einen dezenten Lenovo-Schriftzug auf der Oberseite unterbrochen. Die Oberfläche des Laptops fühlt sich metallisch kühl an und versteckt Fingerabdrücke ganz gut. Bei einem Preis von 600 Euro handelt es sich jedoch größtenteils um Plastik in Metalloptik. Auf der Unterseite befinden sich vier gummierte Füße und zehn Schrauben. Letztere sind dafür da, um an das Innenleben des Notebooks zu gelangen.

      Die Innenseite ist ebenfalls in silbernem Plastik gehalten und die Tastatur sticht mit einem dunklen Silber- bzw. Grauton hervor. Rechts oben befindet sich der Powerbutton und er leuchtet, sobald das Gerät eingeschaltet ist. Einen Fingerabdrucksensor sucht man vergebens, der ist aber in dieser Preisklasse auch nicht üblich.

      Die grundsätzliche Verarbeitung des Notebooks wirkt gewissenhaft: Es lässt sich kaum verbiegen, nichts knarzt und überall wurde auf gleichmäßige und kleine Spaltmaße geachtet. Der Bildschirm wackelt zwar leicht, erscheint aber standhaft. Selbst beim heftigen Tippen auf dem Schoß sind die kleinen Bewegungen des Bildschirms nie störend.

      Gab es beim Lenovo IdeaPad C340 noch ein kleines Problem bei der Tastatur (leichtes Biegen bei stärkerem Tippen), ist beim Ideapad 3 nichts zu beanstanden. Die Tasten selbst sind aber gefühlt die gleichen wie beim AMD-Modell: grundsolide, aber etwas schwammig. Die Druckpunkte sind in Ordnung, aber auch nicht die Besten. Das multitouch-fähige Trackpad präsentiert sich stets präzise. Mit einer Größe von 10,5 x 7 cm bietet es ausreichend Platz und die Oberfläche ist angenehm weich. An das Niveau der Konkurrenz aus dem Hause Huawei oder HP kommt Lenovo damit aber nicht heran.

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      Anschlüsse

      Das Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE besitzt alle nötigen Anschlüsse, aber auch nicht mehr als das. An Bord sind dabei drei USB-A-Anschlüsse, HDMI (zum Glück nicht Micro-HDMI), ein 4in1-Kartenlesegerät für SD-Karten, ein 3,5mm-Klinkenanschluss (Mikrofon und Kopfhörer) sowie ein proprietärer Stromanschluss. Auffällig ist, dass SD-Karten nicht vollständig in dem Kartenleser verschwinden, sondern immer ein Stück herausstehen. Er gehört zudem nicht zu den schnellsten Modellen, ist jedoch vollkommen brauchbar. Neben den physischen Anschlüssen existiert mit dem Intel Wireless-AC 9560 ein ordentlicher WLAN-Chip (802.11a/b/g/n/ac) mit WiFi 5 und Bluetooth 5.0.

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      Display

      Zur Freude vieler Käufer ist das 14-Zoll-Display matt gehalten und mit einer nativen 1080p-Auflösung auch gestochen scharf. Die Helligkeit eignet sich mit durchschnittlich 260 cd/m² bestens für Innenräume, doch bei etwas Sonneneinfall wird es schon schwer. Hier wäre ein Wert von mindestens 300 cd/m² bzw. ein Kontrastverhältnis von 1000:1 erstrebenswert. Das Display des IdeaPad 3 ist in der Mitte 290 cd/m² hell, die Helligkeit fällt zu den Seiten hin ab. Diese Unterschiede fallen aber im Alltag nicht auf. Im Auslieferungszustand ist die Farbtreue und -abdeckung nur „ganz okay“: Delta E kleiner 3 wird klar verfehlt, die Farbräume AdobeRGB (36 Prozent) und sRGB (56 Prozent) werden unzureichend dargestellt.

      Versteht mich aber nicht falsch: Es handelt sich um ein Office-Notebook und das Display ist für den Medienkonsum absolut brauchbar. Für die Video- und Bildbearbeitung ist es allerdings nicht zu empfehlen. Zwar kann es mit einigen Einstellungen und einer Kalibrierung noch etwas verbessert werden, wirklich ausreichend wird es für eine farbgetreue Anzeige damit aber nicht. Das IPS-Panel bietet eine gute Blickwinkelstabilität und keinerlei Blaustich.

      Wie schon beim IdeaPad C340 81N600D2GE gibt es auch wieder einen Schalter zur physischen Deaktivierung der Kameralinse. Ist dieser Schutz aktiv, erkennt man einen kleinen roten Punkt in der Webcam-Linse. Praktisch!

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      Leistung

      Wie viel Leistung kann man bei einem für das Büro gedachten Notebook im 600-Euro-Preissegment erwarten?

      Tatsächlich bietet das IdeaPad 3 81WD00FPGE mit einem Intel Core i5-1035G1 genügend Leistung für alle typischen Büro-Anwendungen. Selbst für Netflix oder YouTube in 4K-Qualität reicht es vollkommen aus, ohne dabei zu ruckeln. Auch Chrome mit einigen offenen Tabs zwingt es nicht in die Knie. Das ist erstaunlich, da wir von einem Vierkerner mit niedrigem Basistakt sprechen. Die Ice-Lake-Architektur, die jahrelange Optimierung von Windows und der stabile Turbo von 3,6 GHz helfen hierbei sehr.

      Beim Gaming müssen allerdings Abstriche gemacht werden. Der Core i5 reicht zusammen mit der halbherzigen Grafikeinheit und 8 GB RAM nicht aus, um moderne Titel halbwegs flüssig zum Laufen zu bekommen. Die verbaute UHD Graphics G1 ist zwar eine gute UHD-Grafikeinheit (unterstützt DirectX 12, bis zu 1005 MHz), jedoch den kommenden Xe-Grafikmonstern in Tiger-Lake-Prozessoren absolut unterlegen. Auch AMD-APUs warten mit deutlich mehr Grafikleistung auf.

      Es kommt aber auf den Blickwinkel an. Ältere Titel und technisch weniger fordernde Games müssten auf dem Laptop durchaus spielbar sein. Wer also hin und wieder eine Runde Civilization oder Heroes of Might & Magic zocken will, sollte damit keine Probleme haben. Counter-Strike, Fortnite, Starcraft 2 usw. werden auch auf dem Gerät laufen, jedoch nur mit Einschränkungen (720p – niedrige Einstellungen). Die von Lenovo vorinstallierte Software Lenovo-Vantage ermöglicht die Auswahl mehrerer Leistungsprofile. Ich habe den Test mit dem Modus „Höchstleistung“ durchgeführt.

      Einige Ergebnisse findet ihr nachfolgend, aber es sollte klar sein, dass die CPU mit anspruchsvollen Titeln (beispielsweise mit Open-World-Konzept) komplett überfordert ist. Als Kunde sollte man sich vorab darüber Gedanken machen, welche Titel man genau auf dem Laptop zocken möchte.

      Counter-Strike: Global Offensive

      Shadow of the Tomb Raider

      CPU-Z & GPU-Z

      Cinebench 15 & 20

      AS SSD Benchmark

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      Akkuleistung

      Die Akkuleistung des IdeaPad 3 81WD00FPGE ist erwartungsgemäß durchschnittlich. Laut Lenovo ist ein 45-Wh-Akku verbaut, der mit einem 65-Watt-Netzteil recht schnell geladen werden kann. Natürlich hängt die Laufzeit sehr von den ausgeführten Anwendungen, dem Leistungsprofil und vor allem der Bildschirmhelligkeit ab. Um realistische Ergebnisse zu erzielen, habe ich die Akkuleistung fünf Tage lang genau beobachtet und wie folgt getestet: Ich habe die Display-Helligkeit auf rund 80 Prozent geschraubt, das Leistungsprofil „Ausbalanciert“ festgelegt und bei aktiver WLAN-Verbindung einen normalen Arbeitstag bestritten. Auf dem Programm stand: Viel Surfen im Internet und Arbeiten in Office-Anwendungen. Die Tastatur und das Trackpad wurden dauerhaft genutzt.

      Das Ergebnis: Einen gewöhnlichen Acht-Stunden-Arbeitstag hält das Notebook leider nicht durch. Nur wenige Augenblicke nach einer Akkulaufzeit von sieben Stunden musste ich das Notebook wieder an den Strom anschließen. Das ist aber bei weitem kein schlechter Wert. Hat man das im Hinterkopf, kann man mit dem Office-Notebook halbwegs gut zurechtkommen. Dennoch wäre es schön gewesen, einen kompletten Arbeitstag mit dem IdeaPad 3 bestreiten zu können.

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      Geräuschemissionen

      Das Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE ist – wie sein AMD-Zwilling – ein leiser Begleiter für das Büro. Im Leerlauf und bei leichten Aufgaben sind die Lüfter geräuschlos. Nur bei anstrengenderen Aufgaben wie Netflix in 4K oder anspruchsvolleren Spielen ziehen die Lüfter an. Dabei kommen sie niemals über einen Schalldruckpegel von 35 dB(A). Sie sind hörbar, aber übertönen nicht das eigentliche Geschehen.

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      Temperatur

      Mittels Stresstest wollte ich herausfinden, wie warm das Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE werden kann. Das ist sowohl für die Leistung der Komponenten als auch für ein angenehmes Arbeiten ausschlaggebend. Dazu habe ich Cinebench R20, Netflix und ein Spiel parallel laufen lassen.

      Intel CPUs sind aktuell berühmt-berüchtigt dafür, ziemlich viel Hitze aufzubauen. Und auch beim IdeaPad 3 wird die CPU unter absoluter Volllast teilweise 100 °C warm. Jedoch ist davon auf der Innenseite nicht allzu viel zu merken. Dort beläuft es sich meist auf ca. 40 C°, nur einmal ging es mit knapp 44 C° etwas wärmer zu. Hier zahlt sich Lenovos gutes Kühlkonzept im Inneren aus. Auch auf dem Schoß wird es nie unerträglich heiß, jedoch ist die zusätzliche Wärmeentwicklung durchaus zu spüren.

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      Aufrüsten

      Wie auch bei der AMD-Variante gibt es beim Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE keine Überraschungen. Zehn Torx-Schrauben auf der Unterseite versperren den Weg in das Innenleben. Nachdem man diese entfernt hat, bekommt man Zugriff auf die austauschbare NVMe-SSD und den RAM. Die verbaute NVMe-SSD (M.2-2242 & M.2-2280) und ein SODIMM für den Arbeitsspeicher lassen sich leicht austauschen.

      Einer der SODIMMs mit 4 GB ist leider fest verlötet. Somit könnt ihr nur einen SODIMM mit bis zu 8 GB auswechseln bzw. erweitern. Damit sind insgesamt bis zu 12 GB RAM möglich, die vom Motherboard unterstützt werden. Es gibt sogar eine Aussparung für ein 2,5-Zoll-Speichermedium. Bedauerlicherweise ist dafür ein Einbaurahmen nötig, der sich nicht im Lieferumfang befindet. In unserem Gerät ist eine 256-GB-SSD verbaut, von der im Auslieferungszustand knapp 202 GB nutzbar sind. Der restliche Speicher verteilt sich auf Windows und die Recovery-Partition.

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      Sound & Webcam

      Der Sound und die Qualität der Webcam sind nur wenigen Nutzern wirklich wichtig und auch bei einem Büro-Gerät müssen diese beiden Aspekte nicht außerordentlich gut sein. Daher hat Lenovo auch nur lasche Stereolautsprecher auf der Unterseite des Notebooks integriert. Der Klang ist gerade so okay, inbesondere beim Medienkonsum. Für Musik sind sie aber eher nicht geeignet, dafür ist der Ton zu blechern und zu dünn. Aus diesem Grund empfehle ich die Verwendung von Kopfhörern oder externen Lautsprechern.

      Für Videotelefonie kommt eine Standard-720p-Webcam zum Einsatz. Das Bild wirkt sehr weich und bei dunklen Umgebungen kommt die Kamera ziemlich ins Schwitzen. Für den gelegentlichen Video-Call ist sie also brauchbar, für stundenlange Gespräche mit Freunden aber nicht.

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      Fazit IdeaPad 3 81WD00FPGE

      Ist das Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE nun knapp 584 Euro* wert? Grundsätzlich ist es ein kompaktes und leistungsfähiges Notebook. Es weist keine großen Schwächen auf und funktioniert hervorragend als Office-Gerät. In Excel arbeiten, im Internet surfen, über Teams und Slack chatten und Co. ist kein Problem. Auch gelegentliche Netflix-Sessions und das Zocken älterer Spiele sind möglich. Gäbe es für das kleine Lenovo keinerlei Konkurrenz oder keine Schwesterprodukte, wäre es eine echte Kaufempfehlung.

      Der verbaute Core-i5-1035G1-Prozessor besitzt genügend Leistung für alle Büro-Tätigkeiten. Ältere Titel oder eSport-Games laufen auf Niedrig bis Mittel. Auch das Display macht in geschlossenen Räumen eine solide Figur. Die Akkulaufzeit gehört mit sieben Stunden nicht zur Spitze, ist aber ausreichend. Mit den verbauten Komponenten liegt das Lenovo 3 81WD00FPGE immer leistungstechnisch im Mittelfeld.

      Insgesamt gefällt mir das Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE gut, allerdings gibt es – wie bereits oben erwähnt – ziemlich starke Konkurrenz: Das nahezu baugleiche Lenovo IdeaPad C340 81N600D2GE besitzt mit einer Ryzen-7-APU deutlich mehr Leistung für 100 Euro Aufpreis. Ob euch das mehr an Leistung diesen Aufpreis wert ist, muss jeder für sich selbst entscheiden.

      Lenovo IdeaPad 3 81WD00FPGE bei uns im Shop

      Nachtrag: Ideapad 3 81WE00MHGE

      Um den Test weiter abzurunden, haben wir uns noch das Schwestermodell mit Intel Core-i-3 und 15,6 Zoll Display angesehen. Das ist schon für etwas unter 450 Euro zu haben. In diesem Kurztest gehe ich hauptsächlich auf die Unterschiede zum Vierkern-Modell ein. Alles andere ist mit dem Test des Lenovo IdeaPad 3 (81WD00FPGE) gleich geblieben.

      Technische Daten Lenovo IdeaPad 3 81WE00MHGE
      Display 39,6 cm (15,6 Zoll) matt, 1920x1080px, 60-Hz-Bildwiederholrate, TN, 220 Nits maximale Helligkeit
      Prozessor Intel Core i3-1005G1 Dual-Core (1.2 – 3.4 GHz, 4 MB Cache)
      Grafik Intel UHD Graphics G1
      Arbeitsspeicher 8 GB DDR4-2666 (4 GB onboard, erweiterbar auf 12 GB)
      Festplatte 2 x PCIe 3.0 M.2
      NVMe SSD: 256 GB
      Netzwerk 802.11ac-WLAN, Bluetooth 5.0
      Anschlüsse 2 × USB 3.1 (Gen 1) Type-A
      1 × USB 2.0 Type-A
      1 x SD-Cardreader
      1 x HDMI 1.4b
      1 x 3,5mm Kopfhörer- und Mikrofon-Klinkenanschluss
      Akku 3-Zellen-Lithium-Ionen-Akku mit 35Wh Kapazität
      Eingabegeräte Tastatur ohne Hintergrundbeleuchtung, Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
      Sound 2x 2W -Lautsprecher mit Dolby Audio
      Abmessungen 362.2 x 253.4 x 19.9 mm (B xT xH)
      Gewicht 1,85 kg
      Preis Ab 450 Euro*

      Im Lieferumfang unterscheiden sich die beiden Modelle nicht, nur der Karton des 15,6 Zoll großen Notebooks fällt etwas größer aus. Denn das Zweikern-Modell ist stolze 362.2 x 253.4 x 19.9 mm groß und wiegt dabei 1,85 kg. Beim Design ähnelt es dem Vierkerner, wie ein Ei dem anderen. Es wurden dieselben Materialien beim Gehäuse verwendet, die Tastatur und das Trackpad sind gleich und auch die Auswahl an Anschlüssen hat sich nicht verändert. Ihr bekommt also quasi ein größeres 81WD00FPGE.

      Ob einem das Design in Grau und Silber zusagt, muss jeder selbst entscheiden. Für ein Büro eignet sich das schlichte Äußere bestens. Auf dem heimischen Schreibtisch wirkt es aber ein wenig zu langweilig.

      Den ersten und wichtigsten Unterschied werdet ihr wohl bei der verbauten Hardware merken: Beim Display kommt nämlich ein TN-Panel mit einer maximalen Helligkeit von 220 Nits zum Einsatz. Das sind 30 Nits weniger Helligkeit als beim Vierkernmodell. Die verbaute TN-Technik leidet zudem unter starker Blickwinkelabhängigkeit und einer mangelnden Farbtreue.

      Für das Arbeiten in Word und Excel ist die Farbtreue aber egal. Und genau das soll dieses Modell leisten. Sofern es möglich ist, schaut euch das Display einmal in einem unserer Stores an und entscheidet, ob es euren Ansprüchen genügt.

      Ein weiterer wichtiger Unterschied ist der Prozessor. Beim 81WE00MHGE kommt ein Dual-Core-Prozessor von Intel zum Einsatz. Dieser basiert (schon) auf der Ice-Lake-Architektur und ist daher vergleichsweise aktuell. Der Intel Core i3-1005G1 besitzt zudem mit der Intel UHD Graphics G1 eine integrierte Grafikeinheit, welche für die meisten Medienanwendungen und sehr leichtes Gaming genügen sollte. Natürlich habe ich es mir nicht nehmen lassen und auch den kleinen Zweikerner ein wenig durch unsere Benchmarks laufen lassen.

      Die Leistung liegt im Bereich dessen, was man von einem Zweikerner im Jahre 2020 erwartet. Für die meisten Office-Anwendungen genügt die Leistung. Mit viel Geduld ist sogar einfache Videobearbeitung drin. Für wirklich anspruchsvolle Anwendungen (Video- /Audioproduktion & Gaming) reicht die Anzahl an Kernen aber nicht (mehr) aus.

      Die Lautstärke des 81WE00MHGE mit Dual-Core-Prozessor ist identisch mit dem Vierkern-Modell. Auch bei der Hitzeentwicklung unter Last nehmen sich die beiden Geräte – dank gleichen Kühlsystems – nichts. Bei hoher Last ist es sogar etwas leiser, da zwei Kerne leichter gekühlt werden können als vier. Insgesamt handelt es sich also um ein sehr leises und kühles Office-Gerät.

      Obwohl das 81WE00MHGE mit 15,6 Zoll deutlich größer ist, hat es mit seinem 35Wh-Akku eine kleinere Kapazität als der Vierkerner. Der niedrigere Stromverbrauch des Zweikernes gleicht das aber wieder aus: Bei mir war in der Regel nach sechseinhalb Stunden der Akku leer. Das ist keine ausgezeichnete Leistung, für ein günstiges Office-Notebook aber absolut im Rahmen. Die offizielle Angabe ist siebeneinhalb Stunden Akkuleistung. In Sachen Aufrüstbarkeit und Qualität beim Sound/der Webcam ist es absolut identisch zum 81WD00FPGE.

      Was also ist das Fazit zum Zweikern-Modell des Ideapad 3? Wer einen Computer nur für Office-Anwendungen sucht, ist hierbei grundsätzlich gut bedient. Es ist vergleichsweise günstig, leise, wird kaum warm und erledigt seine Arbeit zügig.

      Jedoch sind die Einschränkungen durch nur zwei Kerne (mit vier Threads) und das schwache Display etwas zu hoch, um es jedem bedingungslos ans Herz zu legen. Wenn Lenovo das Display nachbessert, könnte das IdeaPad 381WE00MHGE aber eine echte Kaufempfehlung sein.

      Lenovo IdeaPad 3 81WE00MHGE bei uns im Shop

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      *Stand: 10.2020

      Veröffentlicht von

      (Junior) Online-Editor, NBB.de. Kommentare über Technik. Rechtschreibfehler und verwirrende Grammatik sind bewusste Witze - ganz offensichtlich.

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