Lenovo ThinkPad USB 3.0 Dock Hands On und Kurztest

Wer eine Dockingstation für sein Notebook sucht, stand sicher schon vor der Überlegung, ob nicht auch eine USB-Lösung reichen würde – besonders da nicht jedes Gerät über einen „echten“ Dockingport verfügt.

Lenovo bietet dafür extra die Lenovo ThinkPad USB 3.0 Dockingstation an, die unter anderem auch digitale Monitore ansteuern kann. Was diese USB Dock kann wollten wir uns natürlich mal anschauen. Zur Einstimmung aber erstmal unser Hands On in Videoform.

Durch die DVI Anschlüsse stellt sich natürlich die Frage, ob denn USB 3.0 genügend Bandbreite für das digitale Bildsignal bereitstellen kann. Unser Versuchsaufbau war ein Lenovo ThinkPad Edge S430, die USB 3.0 Dock sowie 2 externe 24″ Monitore mit 1920×1080 bzw. 1680×1050 Pixeln. Um die Bandbreite auch wirklich auszulasten, hatten wir noch einen USB 3.0 Stick angeschlossen – abwechselnd an Dock und Notebook.

Zuerst die Einrichtung: Ein Kinderspiel. Dock angeschlossen, beiliegende DVD eingelegt, Assistent befolgt, fertig. Nach der Installation der Treiber können die Displays ganz normal über die Windows Bordmittel gesteuert werden.

Der erste Test: Ein Full-HD Video auf dem Full-HD Monitor abspielen. Das verlief absolut problemlos und in gewohnter HD-Qualität. Um die Schwierigkeit etwas zu steigern haben wir im zweiten Test 2 Smartphones an die Dock gesteckt und parallel zum HD-Video eine 1GB große Datei vom Notebook auf die beiden Smartphones kopiert. Das Ergebnis: Läuft. Keine Fragmentbildung, keine Schlieren, kein Verlust der Bildqualität allgemein.  Auch die Übertragung der Datei an 3 Geräte (2 Smartphones und USB 3.0 Stick) und gleichzeitiges Abspielen des Videos liefen Fehlerfrei ab. Die Übertragungsrate auf den USB 3.0 Stick war mit knapp 80mb/s auch sehr ordentlich.

Als Extrembelastung haben wir noch den zweiten Monitor an die Dock angeschlossen. Auf beiden externen Displays haben wir dann zeitgleich wieder das Full-HD Video laufen lassen. Hier reichte die Bandbreite jedoch nicht mehr aus. Das Ergebnis waren Schlieren, Klötzchenbildung, Bildfragmente und ähnliches. Zwar nicht in dem Ausmaß, dass der Film nicht mehr zu erkennen gewesen wäre, aber dennoch sehr deutlich sichtbar – auch aus 2m Entfernung. Bei normalen Anwendungen, wie dem Browsen im Web, E-Mails, Office usw. gab es allerdings keine Probleme.

Zusammengefasst kann man sagen: Wer sein Notebook um 2 Displays erweitern will und das ganze nur für den normalen Officegebrauch benötigt, kann hier bedenkenlos zugreifen. Beim Multimedia-Einsatz sind ein paar Einschränkungen zu beachten – allerdings gehe ich nicht davon aus, dass ihr dauernd 2 Filme parallel guckt 🙂

Die ThinkPad USB 3.0 Dock hält meiner Meinung nach das, was sie verspricht: Eine Erweiterung des Notebooks um 5x USB 3.0, einen Headset- sowie Netzwerkanschluss und 2 Monitore und das ganze schafft sie fast fehlerfrei. Nur bei extremer Belastung, die eher unüblich ist, reicht dann die Bandbreite des USB 3.0 Ports nicht mehr aus.

Einziger Wermutstropfen: Die USB 3.0 Dock ist laut Lenovo ausschließlich mit Lenovo ThinkPads kompatibel, da wohl eine eigene Video-Komprimierung zum Einsatz kommt.

Fragen zur Dock? Immer her damit, wir haben sie noch ein paar Tage im Büro!

Um die Frage aus dem Video hier auch noch einmal zu stellen: Was haltet ihr von unserer neuen Kamera? Welche es ist, wird wie erwähnt, später verraten, erst einmal wollen wir eure Meinung dazu hören.

*Update*

Da ein paar Fragen dazu kamen: Die Docking sollte auch unter Linux funktionieren! Es wird kein eigenes Protokoll verwendet, sondern die „Display-Link“ Technik.
Die Linux Treiber findet ihr hier.
Damit sollte an sich alles funktionieren 🙂

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein, Ausgepackt abgelegt und mit , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse einen Kommentar

22 Kommentare auf "Lenovo ThinkPad USB 3.0 Dock Hands On und Kurztest"

Benachrichtige mich zu:
avatar
avatar
Gast

Das Teil funktioniert vermutlich nur, wenn das Notebook offen ist, oder? „Richtigen“ Docks ist das ja egal.

avatar
Gast

Wie erwartet. Also besser auf richtige Docks setzen.

avatar
Gast

….bis man dann zum ersten Mal in der falschen Situation feststellt, das das Notebook zugeklappt (aber laufend) in der Tasche und innerhalb kurzer Zeit leer war, weil man die Einstellungen entsprechend verändert hat…

avatar
Gast

Stimmt! Dann ist es vllt doch ganz brauchbar!

avatar
Gast

zur cam
video:
positiv: richtig scharf und schneller fokus wechsel
negativ: schnellen bewegungen wirken irgendwie „verwischt“
ton: kann man schlecht beurteilen der raum in dem ihr aufnehmt ist nich optimal dafür 😉
nur bischen leise is das video
lg
lukas

avatar
Gast

Ne Idee, ob das auch bei installiertem Linux irgendwie funktioniert? Wenn ich schon „eigene Video-Komprimierung“ lese wohl eher nicht, was?

avatar
Gast

Habt ihre ein ThinkPad mit GNU/Linux zur Verfügung? Für mich ist entscheidend, ob die Docking-Station auch problemlos mit GNU/Linux läuft (die gute Kompatibilität von ThinkPads und GNU/Linux ist einer der Hauptgründe für mich ThinkPads zu kaufen).

Schöne Grüße

avatar
Gast

Danke für die Ergänzungen zu GNU/Linux!

avatar
Gast

Hey,

habt ihr mal einen Speedtest gemacht, wieviel ueber den GB-LAN Anschluss machbar ist, wenn die Dock verwendet wird?

Grueße,
peter

avatar
Gast

Hallo zusammen,

habe da mal eine Frage. Bekomme einfach kein Signal per DVI von der
Docking-Station auf meinen Monitor. Die Windows-Bordmittel habe ich
aus meiner Sicht allesamt getestet.

Welche möglichen Ursachen gibt es? Kann ich feststellen, ob es an der
Dock oder am Monitor liegt?

Danke,
Huf

avatar
Gast

Hallo Hannes,

ich gehe davon aus, dass ich alle Treiber installiert habe. Habe heute sogar noch ein Firmware-Update gefahren.

Der Monitor wird erst gar nicht erkannt. Was kann ich tun?

Huf

avatar
Gast
Hallo, ich wollte meine Erfahrung mit dem Dock und Linux teilen. Ich arbeite die meiste Zeit mit zwei externen Bildschirmen ausschließlich unter Linux und besitze einen Thinkpad X1 (kein carbon), welcher einen Displayport und einen HDMI Ausgang hat. Ich hatte vor, mir einen Thinkpad X1 carbon anzuschaffen. Da dieser Rechner aber nur einen Displayport und keinen Ethernet Anschluss hat, wäre eine Docking Funktion notwendig. Ich habe mir das Lenovo Thinkpad USB 3.0 Dock gekauft aber leider vorher zu wenig recherchiert was den Betrieb unter Linux angeht. Das Dock beinhaltet den DL-3900 Chip der Firma DisplayLink wofür es zum aktuellen Zeitpunkt… Read more »
avatar
Gast

Danke, Sascha, für deinen Erfahrungsbericht! Sehr schade, dass das Teil mit GNU/Linux nicht vollständig funktioniert.

avatar
Gast

D.h. ich muss jedes mal auch das Netzteil raus holen und anstecken? Oder ein zweites kaufen. Ich hätte schon Bock auf ein X1 Carbon aber ohne richtigem Dock muss ich es mir nochmal überlegen.

avatar
Gast
Wir haben die USB3.0-Dockingstation zusammen mit dem Lenovo Helix und dem X1 Carbon in Betrieb genommen und an allen Arbeitsplätzen mit zwei angeschlossenen Monitoren extreme Probleme, die sich darin äußern, dass für zwei gleichzeitig betriebene Monitore die Bandbreite offensichtlich nicht ausreicht. Das Arbeiten an den Notebook gerät ins stocken, die Mausbewegungen finden nur ruckweise statt, was kein präzises Arbeiten erlaubt. Selbst mehrfaches Wechseln der angeschlossenen Hardware, sowohl des Systems, der Dockingstation, der Monitore als auch der Peripherie wie Maus und Tastatur brachten keine Besserung. Für uns ist diese USB3.0-Dockingstation im Business-Einsatz mit zwei gleichzeitig angeschlossenen Monitoren in FullHD-Auflösung keine praktikable… Read more »
avatar
Gast

Ist zwar ein wenig spät aber Fakt ist, dass das stimmt was Sascha sagt: Dock und Linux gehen nicht zusammen und DisplayLink weigert sich hartnäckig an dem Problem zu arbeiten.
Also habe ich hier 150€ teuren Müll rumzustehen, da man sich ja einen simplen Hub wohl auch für deutlich weniger Geld hätte holen können!

wpDiscuz