Lenovo V14 G2 im Test: Grundsolides Office-Notebook
  • Display
  • CPU
  • RAM/Speicher
  • 14'' Full HD
  • Core i5-1135G7
  • 8 GB/512 GB

Lenovo V14 G2 im Test: Grundsolides Office-Notebook

Du suchst einen Office-Allrounder? Dann solltest du dir das Lenovo V14 G2 genauer ansehen. Es ist ein robustes Gerät, das den Office-Alltag unaufgeregt bestreitet und sich auch noch leicht erweitern lässt. Dank vielfältiger Anschlüsse bist du in der Wahl deiner Peripherie-Geräte flexibel. Natürlich gibt es auch ein paar Schwachstellen. Welche das sind und worauf du achten musst, erklären wir dir im Test.

Das gefällt uns

  • robustes Gehäuse
  • leicht aufrüstbar
  • viele Anschlüsse

Das gefällt uns nicht

  • Display

Im November 2020 stand das Lenovo V14 schon einmal bei mir auf dem Tisch. Damaliges Fazit: gelungener Allrounder für Office-Dinge. Nun also die Neuauflage. Andere Hardware, anderes Design – andere Fähigkeiten? Wir werden sehen.

lenovo v14 g2 im test - grundsolides office-notebook (24)

Das V14 G2 gibt es in verschiedenen Ausführungen. Bei der CPU stehen der Core i3 und der Core i5 (jeweils 11. Generation) zur Auswahl. Der RAM beträgt 8 GB und die SSD verfügt einheitlich über 512 GB. Die genauen technischen Daten meines Testgerätes mit Intel Core i5-CPU findest du in der folgenden Tabelle.

Technische Daten Lenovo V14 G2 82KA001MGE
Display 35 cm (14″) entspiegeltes TN-Display mit LED-Backlight
250 nits
Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel im 16:9 Format
Prozessor Intel® Core™ i5-1135G7 (11. Generation)
Taktfrequenz 4x 2.40 GHz
TurboBoost bis zu 4.20 GHz
Cache 8 MB
Grafik Intel Iris® Xe Graphics
Arbeitsspeicher 8 GB DDR4 3200 MHz
max. erweiterbar auf 12 GB
4 GB fest verlötet
Festplatte 512 GB PCIe M.2 SSD (2242)
2,5“ SATA3 Erweiterungsplatz
Netzwerk Wireless LAN 802.11 ac
Bluetooth 5.0
Anschlüsse 1x HDMI 1.4b
1x USB-C 3.2 Gen1 (nur Daten)
1x USB-A 3.2 Gen1
1x USB-A 2.0
1x Ethernet (RJ-45)
1x 3,5mm Mikrofon-/Kopfhörerklinke
Akku Lithium-Ionen-Akku (38 Wh)
bis zu sechs Stunden Laufzeit
Eingabegeräte Tastatur, Touchpad mit Multi-Touch-Gestenunterstützung
Sound Audiosystem mit zwei Lautsprechern
Sicherheit TMP Security Chip
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen 324.2 x 215.2 x 19.9 mm (B x T x H)
Gewicht 1,6 Kilo
Preis 549 Euro*

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Funktionales Design, vernünftige Eingabegeräte

Zum Design gibt es nicht viel zu sagen. Lenovo verwendet beim V14 G2 schwarzen Kunststoff. Der verleiht dem Notebook eine gute Robustheit und wirkt wertig. Du kannst es nur mit hohem Kraftaufwand verbiegen oder eindrücken. Bei den Zierelementen hält sich Lenovo zurück. Auf dem Displaydeckel und dem Body gibt es jeweils einmal einen farblich abgesetzten Lenovo-Schriftzug. Erfreulicherweise ist der Kunststoff auch noch matt, so dass er unempfindlich gegen Fingerabdrücke ist. Das gefällt mir.

Die Tastatur sitzt in einer kleinen Vertiefung. Wie bei allen 14“-Notebooks musst du auf einen Nummernblock verzichten. Die Tasten sind hellgrau gehalten und setzen sich damit vom Rest des Notebooks ab. Das ist nicht unwichtig, denn die Tastatur verfügt leider nicht über eine Hintergrundbeleuchtung. Das Tippen geht nach einer Eingewöhnungsphase gut von der Hand. Die Abstände zwischen den Tasten sind groß genug und Vertipper dadurch selten.

Das Touchpad ist mittig angebracht. Es hat nicht die gleiche Qualität wie in höherpreisigen Notebooks, aber es spricht trotzdem präzise auf Eingaben an und hat auch keine Deadzone am Rand. Persönlich würde ich immer eine Maus anschließen, aber falls die einmal vergessen wird, lässt sich die Zeit auch mit dem Touchpad überbrücken

Lenovo hat die Displayrahmen gegenüber dem Vorgänger deutlich geschrumpft. Das V14 G2 wirkt dadurch deutlich gefälliger und schlanker als die erste Iteration. Die Webcam im oberen Displayrahmen verfügt nun auch über einen Shutter, damit du sie manuell abschalten kannst.

Zum Lieferumfang gehört das 65-Watt-Netzteil, mehr ist nicht dabei. Reicht aber für den Anfang vollkommen aus.
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Bei den Anschlüssen ist fast alles vorhanden

Die erste Version des V14 musste noch ohne USB-C-Port auskommen. Das V14 G2 hat ihn endlich.

Auf der linken Seite findest du also den Stromanschluss, USB-A 3.2 Gen1 (max. 5GBit/s), den HDMI-Anschluss für ein externes Display und den USB-C-Port. Letzterer agiert ebenfalls nach dem 3.2-Gen1-Standard und bietet nur Datentransfer. Ein Display anzuschließen oder darüber zu laden ist leider nicht möglich. Den Abschluss bildet der 3,5mm-Klinkenanschluss.

Rechts befinden sich noch ein USB 2.0-Anschluss und der Ethernet-Port.

Im Vergleich zum Vorgänger ist der 4in1-Cardreader weggefallen. Das ist schade, dürfte aber für die meisten User verschmerzbar sein. Bildbearbeitung gehört nicht zu den Kernstärken des Lenovo V14. Insgesamt ist das Anschluss-Setup aber ausgewogen und bietet für den Büro-Alltag alle notwendigen Möglichkeiten.
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Mattes Office-Display

Inhalte werden auf einem matten TN-Panel abgebildet. Das löst mit Full HD auf und dank 14“-Diagonale sind alle Inhalte auch knackscharf. Angenehm ist die matte Beschichtung des Displays. Störende Reflexionen gibt es so gut wie gar nicht. Die maximale Helligkeit wird von Lenovo mit 250 nits angegeben. Allerdings erreicht das V14 diesen Wert nicht. Knapp unter 220 nits habe ich mit unserem Spyder 5 gemessen. Das ist für Innenräume ausreichend, für den Außeneinsatz aber zu wenig. Du solltest außerdem darauf achten, dass du keine Lichtquelle direkt im Rücken hast. Die kann das Display nämlich nur schwer überstrahlen.

Das TN-Panel reicht zum alleinigen Arbeiten aus. Bei seitlichen Blickwinkeln dunkelt es schnell ab und stellt Farben auch verfälscht dar. Mal eben schnell einer Kollegenschar Inhalte zeigen ist also eher ungünstig. Hier solltest du auf einen externen Monitor ausweichen.

Die Farbraumabdeckung reicht für den Büro-Alltag aus. Es ist in Office egal, ob das Rot nun den Farbton genau trifft oder nicht. Für alles, was mit Bildbearbeitung oder farbkritischen Arbeiten im Allgemeinen zu tun hat, solltest du auf einen geeigneten Monitor ausweichen. Selbst der ganz banale sRGB-Farbraum, der auf den meisten Websites Anwendung findet, wird nur zu 57% Prozent abgedeckt. Die 42% AdobeRGB und DCI-P3-Farbraum machen deutlich, dass kreative Arbeiten nicht auf diesem Display erledigt werden sollten.

Die Kalibrierung sorgt übrigens dafür, dass das Bild deutlich ausgewogener und angenehmer wird. Das kalibrierte Farbprofil kannst du dir an dieser Stelle als zip-File herunterladen. Die File enthält das ICC-Profil des V14 und eine Installationsanleitung.

Es wäre schön, wenn Lenovo das TN-Panel durch ein IPS-Panel ersetzen könnte. Die sind für den Büro-Alltag dank ihrer Blickwinkel einfach besser geeignet.
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Erfreulich cleane Windows-10-Installation

Das Lenovo V14 G2 wird mit Windows 10 ausgeliefert. Das Update auf Windows 11 stand zum Testzeitpunkt noch nicht zur Verfügung, das V14 G2 ist aber grundsätzlich für das neue Windows bereit.

Das Lenovo V14 G2 ist bereit für das Update auf Windows 11

Erfreulicherweise hält sich Lenovo beim V14 G2 mit Bloatware zurück. Lediglich McAfee ist vertreten und versucht dir mit großen Bannern die Vollversion schmackhaft zu machen. Das lässt sich aber deinstallieren. Der kostenlose Windows Defender macht in aller Regel einen guten Job und ist daher als Alternative in Betracht zu ziehen.

Lenovo Vantage ist hingegen ein nützliches Tool. Damit kannst du Updates verwalten und im Fall der Fälle auch einen einfachen Kontakt zum Lenovo-Support herstellen.

Lenovo Vantage stellt übersichtlich Systeminformationen zusammen

Im Auslieferungszustand sind auf der SSD noch 435 GB frei.
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Gemacht für den Office-Alltag

Der Vorgänger bot mit seinem Core i3 genügend Leistung für den Office-Alltag. Das ist hier mit dem aktuelleren Core i5-1135G7 ebenfalls so. Selbst große Excel-Files mit vielen Makros bringen das V14 G2 nicht sonderlich aus der Ruhe.

Der Core i5-1135G7 und die Iris Xe-Grafik sorgen dafür, dass auch leichte Bildbearbeitung oder das Rendern von einfachen Videodateien kein Problem ist. Je anspruchsvoller die Files werden, desto länger dauert es natürlich. Für die regelmäßige Anwendung ist das V14 G2 also nicht geeignet.

Die Kombination aus Core i5 und Iris Xe-Grafik machen auch Gaming auf niedrigen Details in aktuelleren Games möglich. Eine Runde Fortnite, um sich für Meetings in Stimmung zu bringen, ist also kein Problem. Bei hohen Detailstufen wird es allerdings unschön. Da reichen die fps-Zahlen einfach nicht mehr für Spielspaß aus.

Die SSD ist schnell und es werden alle Dateien fix geladen. Im Alltag sollten keine Flaschenhälse auftreten. Ausnahme: Riesige 4K-Dateien. Aber die dürften nicht allzu oft auf dem V14 G2 anzutreffen sein. Die genauen Werte unseres Benchmark-Parcours findest du in der nächsten Bildergalerie.

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Akku: Das Netzteil ist immer dabei

Lenovo gesteht dem V14 eine offizielle Akkulaufzeit von 6 Stunden zu. Das kommt auch ziemlich genau hin.

Ich habe das V14 in meinen normalen Arbeitsalltag integriert. Das bedeutet im Klartext, dass ich sehr viele Browsertabs offen hatte und mich daneben noch fleißig in Word, Excel und Co. herumgetrieben habe. Photoshop und Lightroom dürfen natürlich auch nicht fehlen. Es ist also eine bunte Mischung. Die Displayhelligkeit habe ich dabei auf 80% gestellt. Das sind ungefähr 200 nits.

Im Schnitt habe ich damit bei normalen Office-Aufgaben 20% Leistung verloren. Das macht also fünf Stunden Laufzeit. Mit Stromfressern wie Photoshop kommst du natürlich kürzer hin. Da kann die Laufzeit schon auf dreieinhalb bis vier Stunden sinken. Mit einer geringeren Displayhelligkeit und weniger Programmen gleichzeitig geöffnet ist natürlich auch noch eine längere Laufzeit drin. Aber einen Arbeitstag ohne Steckdose bekommst du mit dem V14 nicht hin. Ist aber kein Problem, denn a) Lenovo kommuniziert es offen und b) ist das Netzteil klein genug, dass es überall mit hingekommen werden kann.

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Leises Office-Notebook

Im Alltag ist das V14 G2 ein leiser Vertreter seiner Zunft. Die Lüfter springen zwar hin und wieder mal an, aber geben dann nur ein Rauschen von sich.

Unter Last wird es natürlich lauter. Aber auch hier gibt es kein Pfeifen. Selbst im halbstündigen Stresstest gab der Lüfter nur ein monotones Rauschen von sich. Das ließ sich nach wenigen Minuten komplett ausblenden.

Die Temperaturen hat Lenovo beim V14 G2 gut im Griff. Im Stresstest wurde es nur an der Rückseite warm. Insgesamt ließ es sich problemlos anfassen. Die Temperaturen der CPU erreichten dabei in der Spitze 76°. Der Durchschnittswert lag bei 55°. Das sind gute Werte.

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Aufrüsten wird dir leicht gemacht

Zehn Kreuzschrauben trennen dich vom Innenleben des V14 G2. Die vorderen vier sind etwas kürzer als die restlichen sechs, hier also bitte aufpassen, dass du sie nicht durcheinander bringst. Anschließend benötigst du nur noch einen kleinen Hebel, um die gut sitzende Bodenplatte abzunehmen.

Ein RAM-Riegel mit 4GB ist fest verlötet, der andere befindet sich unter der großen Abdeckung in der Mitte. Letzteren kannst du gegen einen Riegel mit 8GB austauschen. Insgesamt sind 12GB das Höchste der Gefühle, die Lenovo hier gestattet.

Die SSD liegt ebenfalls unter einen kleinen Abdeckung. War es beim Vorgänger noch möglich, sowohl 2280er als auch 2242er-SSDs einzubauen, bist du hier auf 2242 limitiert. Die maximale Größe der SSD beträgt 512 GB. Du könntest die verbaute SSD gegen eine schnellere austauschen. Inwieweit sich das allerdings im Alltag bemerkbar macht, sei dahingestellt.

Es gibt zu guter Letzt auch noch einen Slot für eine 2,5“-SATA-SSD mit maximal 1 TB. Das Kabel musst du dir allerdings separat besorgen. Du bekommst es an dieser Stelle direkt bei Lenovo. Dort musst du bei dem Punkt „Handelsware auswählen“ ein Häkchen bei „HDD Parts“ setzen. Bei den angezeigten Kabeln ist es das Teil mit der Nummer 5C10S30217. Das Kabel der SATA-SSD befestigst du an dem kleinen Flachbandstecker über dem Akku.

Der Anschluss für die SATA-SSD am Mainboard

Den Akku und das WiFi-Modul kannst du im Bedarfsfall übrigens auch austauschen. Sie sind nur verschraubt und nicht verklebt.

Lenovo bietet beim V14 G2 also einiges an Möglichkeiten. Schade nur, dass sie den RAM auf 12 GB limitieren. Mit 16 GB wäre perspektivisch eine noch längere Lebenszeit drin.
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Für Calls ein vernünftiger Klang

Notebooks sind in den allerseltensten Fällen ein Klangwunder. Und Office-Notebooks schon mal gar nicht. Das V14 bildet da keine Ausnahme. Die gute Nachricht vorweg: Für Calls bzw. generell Sprachwiedergabe ist das V14 gut geeignet. Stimmen sind klar und auch nicht klirrend oder blechern. Das ist solider Durchschnitt.

Musik ist da eine andere Geschichte. Der Klang ist arg höhenlastig – das Notebook hat eben keinen wirklichen Resonanzraum und kann daher auch kaum Tiefen entwickeln. Die Mitten sind allerdings auch kaum präsent. Bei halber Lautstärke sind die einzelnen Klangbestandteile immerhin gut genug getrennt, dass eine gelegentliche Netflix-Session kein Problem ist.

Bei voller Lautstärke wird das V14 in erster Linie lauter. Bei genauerem Hinhören zeigt sich aber, dass die Höhen in den Spitzen klirrend werden. Das wird dann schnell unangenehm. Aber mit halber Lautstärke bist du im Alltag gut aufgestellt.

Fazit Lenovo V14 G2: Kleiner Allrounder für den Office-Alltag

Office. Das ist ganz eindeutig die Spielwiese des V14. Und hier liefert es auch gut ab. Während des Tests leistete es sich keine Aussetzer. Die Tasks brachten es nicht aus der Ruhe und es lieferte genau die Leistung, die von der Hardware auch zu erwarten ist. Dank der vielen Anschlüsse, der einfachen Erweiterbarkeit und des robusten Gehäuses bekommst du mit dem V14 ein Notebook, mit dem du lange Zeit arbeiten kannst.

Der größte Schwachpunkt ist eindeutig das Display. Solange du genau vor dem V14 sitzt, wirst du keine Probleme haben. Seitliche Blicke können unangenehm werden. Das solltest du im Blick behalten, wenn du ein externes Display anschließt bzw. dein Setup auf dem Schreibtisch aufbaust. Dass das V14 keinen Arbeitstag ohne Steckdose auskommt, ist schade, aber verschmerzbar. Das Netzteil ist klein und leicht genug, dass du es überall mit hinnehmen kannst.

Alles in allem ist das V14 ein solides Office-Notebook ohne Schnörkel, dass sich auf das Wesentliche konzentriert: Leistung zur Verfügung stellen.

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*Stand: 03/2022

Veröffentlicht von

Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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