LG 23ET83V – LG LED Multi-Touch Monitor angetestet

1-LG_23ET83VWir haben letzte Woche einen Monitor mit Touch-Funktion von LG ins Büro bekommen und wollten selbstverständlich wissen, wie gut denn der Monitor ist. Natürlich kann man den Monitor jetzt schlicht im Büro anschließen und schauen, ob es sich damit gut arbeitet. Da aber das Wochenende vor der Tür stand und man dann bekanntlich immer etwas mehr Zeit hat als unter der Woche, machte der Monitor einen Ausflug in die heimische Computer-Welt. Somit hatte ich die Chance den Monitor im Alltag auszuprobieren, aber ihn auch mit ein paar Spielen zu quälen um zu testen, ob der IPS Display mit seiner Reaktionszeit von 5 ms auch wirklich spieletauglich ist. Aber beginne ich einmal von vorne.

Das LED-Display ist 23 Zoll groß und arbeitet im klassischen 16:9 Format. Es hat eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln und es ist ein entspiegeltes AH-IPS Display, dadurch hat es einen recht großen Blickwinkel von 178° horizontal und auch vertikal. Ein dynamisches Kontrastverhältnis von 10 Millionen zu 1 und eine Helligkeit von 250 cd/m². Der Monitor verfügt über zwei HDMI Eingänge und einem 15 pol. D-Sub Anschluss. Ebenso ist ein USB Anschluss vorhanden, der für die Ansteuerung des Touchscreen benötigt wird. Da der Monitor natürlich die Touch-Befehle irgendwie an den Rechner übermitteln muss und dieses nicht mittels HDMI möglich ist, muss das USB Kabel vom Monitor an einen freien Anschluss am PC eingesteckt werden. Die Installation bei Windows 7 und Windows 8 geschieht automatisch, einstecken, Windows installiert im Hintergrund die Treiber und nach kurzer Zeit kann man ihn nutzen.

Glänzend aussehen und etwas Gaming

Der Monitor kommt im eleganten weiß daher, die Front ist aber im glänzenden schwarz gehalten. Glänzend war dann auch etwas anderes, das mir persönlich nicht so gefallen hat. Das Display selbst ist leicht glänzend, LG nennt dies entspiegelt und man merkt im Gegensatz zu einem matten Monitor deutliche Unterschiede. Da ein Display aber oftmals von den persönlichen Vorlieben des Anwenders abhängig ist will ich dies nur erwähnt wissen. Im Betrieb fällt es zum Glück nicht ganz so stark auf, es sei denn hinter einem ist eine Lampe platziert. Aber hier kann der IPS Monitor im Gegensatz zum TN-Panel seine Vorteile ausspielen: Die Darstellung von Bildern ist wirklich sehr gut, die Fotos sind sehr kontrastreich und kommen farblich sehr gut zur Geltung. Natürlich kommt die Frage auf: Ist der IPS gut geeignet für Spiele? Ich kann das kurz und knapp mit einem „Ja“ beantworten, denn 5 ms Reaktionszeit reichen für die meisten PC-Spieler locker aus. Natürlich sei hier auch gesagt, dass es für Extrem-Gamer deutlich bessere Monitore gibt, aber es geht hier auch nicht um Extrem-Gamer sondern den ganz normalen Anwender. Weder in Battlefield 3, Borderlands 2, Hitman 5 und Fifa 13 konnte ich irgendwelche Nachteile bemerken, die Spiele liefen absolut flüssig und die 5 ms sind absolut ausreichend.

Aber der Monitor hat noch mehr zu bieten: Touchscreen. Mein erster Gedanke war: Ob ich damit in Battlefield 3 den Gegner direkt abschießen kann? Natürlich nicht, denn die Spielehersteller müssten das Game dafür für die Touch-Steuerung optimieren, in einigen Games führte das Touchen auf den Display zumindest in den Menüs zu einem Ergebnis, im Spiel selbst brachte es hingegen eher Nachteile, da die Charaktere auf die Toucheingabe irgend welche Befehle ausführten. Aber darum geht es ja nun auch nicht.

Touchscreen unter Windows 7 und 8

Zur Verfügung stehen mir Windows 7 und Windows 8. Die Touch-Funktion läuft bei beiden Betriebssystemen, wobei man erwähnen muss, dass die Touch-Steuerung erst ab Windows 8 wirklich Sinn macht, denn ab da war auch die Gestensteuerung vollständig nutzbar. Bei Windows 7 gibt es zwar von Microsoft ein Touch-Pack zum Download, aber dieses beinhaltete ein paar Touch-Spiele, Bing Maps 3D mit Touch-Steuerung. Die restliche Navigation in der Windows Oberfläche umfasste lediglich die Maus, denn überall wo man hinklickte wurde der Mauszeiger hin geschoben und doppelt tippen war dann der Mausklick.

Da Windows 8 ja für den Touchscreen ausgelegt ist und der Monitor für Windows 8 optimiert ist, funktionieren selbstverständlich alle Windows 8 Gesten. Der Touchscreen unterstützt zehn gleichzeitige Eingaben und reagiert beim ausprobieren absolut zuverlässig, präzise und sehr schnell auf die Eingaben. Die Google Suche habe ich so zum Beispiel mit einer Handschrifterkennung bedient, Programme geöffnet und geschlossen – alles funktionierte unkompliziert.

Natürlich gibt es auch etwas zu bemängeln. Das Menü des Monitors ist durch Touch-Sensortasten in der unteren Bildschirmleiste bedienbar. Die Beschriftung ist wirklich schwer zu lesen und man muss sich auf Zeichen im Display verlassen. Leider hat es LG hier versäumt, das Menü auch Touch-fähig zu machen, so dass man den Monitors per Touch einstellen kann.

Fazit

Ich weiß nicht. Also wirklich nicht. Da ich Windows 7 am Desktop nutze, kommt die Frage zur Zeit nicht auf und meine zwei 24 Zöller werden definitiv nicht ersetzt. Aber unter Windows 8 macht das schon Sinn, denn sicher arbeitet es sich mit Word, Excel und einem E-Mail Programm schneller mit der Maus als mit dem Touchscreen.
Aber: Fotos anschauen, auf Youtube surfen, Musik abspielen lassen und schnell mal durch die News oder Webseiten blättern ist mit dem Touchscreen doch schon eleganter – und vor allem: Es macht Spaß und man gewöhnt sich daran – Ich musste gestern diverse Fingerabdrücke vom alten Monitor abwischen, da ich nach dem Wochenende intuitiv weiterwischen wollte. Zur Unterhaltung und Navigation bei Windows 8 ist der Touchscreen echter Mehrwert und steht der Monitor nicht in der hintersten Ecke des Schreibtisches, ist auch die Bedienung recht einfach und wenig ermüdend. Schön empfand ich, dass der Monitor zum Glück nicht ganz so schnell mit Fingerabdrücken übersät war. Im ausgeschalteten Zustand sieht man diese zwar gut, aber während des Betriebes stören diese nicht. Auch lässt sich der Display recht einfach reinigen.

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