Logitech Pebble M350 & K480 im Test: Solide Bluetooth-Maus- und -Tastatur-Kombi mit nützlichen Extras

Logitech Pebble M350 & K480 im Test: Solide Bluetooth-Maus- und -Tastatur-Kombi mit nützlichen Extras

Mit dem stylischen Deskset bestehend aus der kabellosen Maus Pebble M350 und der ebenfalls kabellosen Tastatur K480 wendet sich Logitech an design-bewusste Millennials, die nicht auf Funktionalität verzichten wollen. Ich habe mir die Kombination aus Maus und Tastatur angeschaut.

Pebble M350 ist via Bluetooth oder USB-Dongle sofort startklar

Fangen wir mit der Pebble an. Die Maus ist in einem kleinen Karton verpackt und wird in einer Kunststoffschale gehalten. Neben ein paar Zetteln befindet sich nur die Pebble M350 in der Verpackung. Zumindest nimmt man das auf den ersten Blick an, denn in der Maus selbst versteckt sich der USB-Funk-Empfänger, der sich so praktisch transportieren lässt. Das Fach könnt ihr einfach öffnen, indem ihr die magnetisch gehaltene Verkleidung auf der Oberseite mit einem Fingernagel aushebelt.

Schön: Es befindet sich bereits eine AA-Batterie im selben Fach. Ihr könnt also sofort loslegen, indem ihr die Maus bspw. via Dongle mit eurem PC oder via Bluetooth mit eurem Notebook verbindet. Die Verbindung mit dem Dongle funktionierte im Test automatisch. Um bei Bedarf den Kopplungsmodus zu starten, müsst ihr einfach den Bluetooth-Button auf der Unterseite drücken.

Ich bin zwar kein großer Fan von Batterien und bevorzuge interne Akkus, die sich jederzeit aufladen lassen und langlebiger sind, allerdings soll die Batterie laut Logitech bis zu 18 Monate halten. Damit wird das ständige Mitschleppen von Ersatzbatterien immerhin nur sehr selten zur Pflicht. Zudem wechselt die Maus automatisch in den Energiesparmodus, wenn ihr sie nicht benutzt.

Minimalistisch, kompakt und leise

Die Pebble M350 ist in den fünf Farben Grafit, Eucalyptus-Grün, Blau, Rosa oder Off-White erhältlich. Das Design ist minimalistisch, rundlich und Geschmackssache, dürfte aber zu modernen Büroeinrichtungen passen. Die Maus ist ziemlich kompakt gehalten und wiegt lediglich 78 Gramm. Sie ist zudem deutlich kleiner und flacher als normale Mäuse. Das ist praktisch, da man sie in jeder Tasche gut verstauen kann. Wenn man so große Pranken hat wie ich, wird das Handling via Claw-Grip allerdings unabdingbar.

Logitech bewirbt die Pebble mit einer besonders leisen Funktionsweise, da die Tasten und auch das Mausrad gummiert sind. Tatsächlich machen die Maustasten im direkten Vergleich mit der G Pro Wireless (Test) deutlich weniger Lärm beim Klicken. Das Feedback der Tasten bleibt aber trotzdem angenehm präzise. Das gummierte Mausrad ist beim Testsample ebenfalls kaum zu hören, allerdings nicht leiser als bspw. bei der G Pro Wireless. Dank der minimalen Geräusche ist die Maus somit wirklich sehr gut für den Hörsaal oder das Großraumbüro geeignet.

Logitech Pebble M350 Maus

Der optische Sensor mit 1000 dpi funktioniert übrigens auf den meisten Oberflächen tadellos, selbst auf einem Hochflor-Teppich oder meiner Jeans gab es keine Probleme. Damit steht dem Einsatz in den heimischen vier Wänden ebenfalls nichts im Weg, ob zum Scrollen durch Netflix im Bett oder am Wohnzimmer-TV auf dem Holztisch. Nur eine Oberfläche macht dem Sensor Probleme: Glas. In diesem Fall hilft nur der Griff zur MX Master 3 (Test), deren Sensor zumindest auf dickem Glas funktioniert (Test).

Zum Shop: Logitech Pebble M350

Logitech K480: Bis zu drei Endgeräte parallel nutzbar

Kommen wir zur Logitech K480. Die kabellose Tastatur stellt die universelle Nutzung mit bis zu drei Geräten gleichzeitig via Bluetooth in den Vordergrund. Die Einrichtung ist dank Aufkleber mit bebildertem Prozess kein Problem. Einfach die Batterielasche herausziehen, das etwas schwergängige Wahlrad auf den gewünschten Bluetooth-Kanal stellen und je nach Gerät die PC/Android/Chrome- oder iOS/MacOS-Taste für drei Sekunden gedrückt halten. Die Notebook-Kopplung klappte im Test einfach und schnell, indem man einen PIN auf der Tastatur eingibt und mit Enter bestätigt. Beim Smartphone ist es das gleiche Schema.

Logitech K480 Tastatur

Natürlich klappt das auch mit allen anderen Endgeräten, die via Bluetooth mit der Tastatur verbunden werden können und die passenden Betriebssysteme – wie unter der Connect-Taste angezeigt – nutzen. Nur mit meinem Creative BT-W3 Bluetooth-Dongle wollte sich die Tastatur auf Biegen und Brechen nicht verbinden. Das ist schade, denn ein USB-Empfänger gehört ausgerechnet nicht zum Lieferumfang und mit anderen Logitech Unifying-Empfängern ist die Tastatur nicht kompatibel.

Logitech Pebble M350 & K480 Deskset

Hat alles geklappt, könnt ihr mit dem Wahlrad einfach zwischen Smartphone und Notebook wechseln. Wer möchte, kann sogar die Pebble M350 via Bluetooth mit dem Smartphone koppeln und so problemlos mit Mauszeiger durch WhatsApp und Co. navigieren. Die Pebble M350 unterstützt allerdings nicht mehrere Geräte. Mit Mäusen wie der Logitech M590 könnt ihr aber wie mit der K480 nahtlos zwischen mehreren Endgeräten umschalten und erhaltet so die volle Kontrolle über Notebook, PC, Tablet, Smartphone und Co, ohne das Eingabegerät wechseln zu müssen. Zudem bringt die M590 das nützliche Feature Logitech Flow mit.

Tastatur mit Halterung und Software

Um die gleichzeitige Nutzung von mehreren Geräten am Arbeitsplatz angenehmer zu gestalten, hat Logitech der K480 eine integrierte Halterung spendiert. In die könnt ihr Tablets oder Smartphones stecken. Voraussetzung? Die Geräte sollten nicht dicker als 10,5 cm oder breiter als knapp 26 cm sein. Mit meinem Mi Note 10 (Test) klappte das mit Hülle nur knapp. Das Smartphone ist aufgrund des großen Akkus und einer Dicke von 9,7mm ohne Hülle aber auch ein echter Brocken. Mit den meisten Smartphones und Tablets sollte es keine Probleme geben.

Logitech Pebble M350 & K480 Deskset

Ich habe neben meinem Smartphone sogar noch mein Galaxy Tab S hochkant in der Halterung unterbekommen. Durch die angeschrägte Halterung könnt ihr nicht nur das Display besser sehen, bei Videoanrufen seid ihr ebenfalls gut erkennbar und müsst das Smartphone nicht erst in die Hand nehmen oder ausrichten. Da die Tastatur kein Numpad besitzt, ist die Halterung nicht so breit wie bspw. bei der Logitech K780 (Test).

Wer möchte, kann sich zusätzlich die Logitech Options herunterladen und installieren. Mit der Software könnt ihr die Belegung von sechs der zwölf F-Tasten ändern, bestimmte Tasten wie z.B. die Feststelltaste deaktivieren oder euch informieren lassen, wenn der Akkustand niedrig ist. Eine Registrierung ist nur notwendig, wenn ihr ein geräteübergreifendes Profil nutzen wollt.

Schlichtes Design, gutes Tippgefühl, lange Batterielaufzeit

Das Design der K480 ist übrigens relativ schlicht gehalten, allerdings setzen das Wahlrad und die Halterung auffällige farbliche Akzente in Neongrün. Die restlichen Oberflächen sind in angenehm fingerabdruckfeindlichem Mattschwarz gehalten und die gesamte Tastatur besteht aus Kunststoff, das sich jedoch nicht minderwertig anfühlt und sehr stabil ist. Dazu passt auch das hohe Gewicht von 820 Gramm, einwandfreie Verarbeitung. Die K480 ist übrigens auch in glänzendem Weiß erhältlich, mit 2 cm allerdings relativ dick und hat keine aufklappbaren Füße. Die Tasten sind sowohl für den MacOS als auch Windows beschriftet.

Logitech Pebble M350 & K480 Deskset

Ebenfalls ungewöhnlich sind die abgerundeten Tasten, die ein wenig an eine alte Schreibmaschine erinnern. Das Tippgefühl ist trotzdem ziemlich gut und ich habe mich schnell an die Form der Tasten gewöhnt, obwohl ich sonst mit einer mechanischen Tastatur arbeite. Die K480 hat einen angenehmen Hub und der Kraftaufwand zum Tippen ist angemessen, aber nicht zu gering. Die Tastatur ist allerdings ziemlich laut und wirkt damit auch ein bisschen wie eine mechanische Tastatur. Im direkten Vergleich ist die MX Keys (Test) leiser und die K780 (Test) nochmal deutlich leiser.

Logitech Pebble M350 & K480 Deskset Unterseite

Da die Tastatur über keine Tastenbeleuchtung verfügt, gibt Logitech die Laufzeit der K480 mit zwei Jahren an. Bei der K480 gehören zwei AAA-Batterien zum Lieferumfang, damit ihr sofort loslegen könnt. Das Fach an der Unterseite lässt sich leicht öffnen, zudem gibt es neben der Öffnung eine LED für den Akkustand und einen Schieberegler, mit dem sich die Tastatur ein- und ausschalten lässt. Dieser wäre an einer besser erreichbaren Stelle wie der Rückseite im Alltag vielleicht noch praktischer gewesen.

Zum Shop: Logitech K480

Fazit: Logitech Pebble M350 und K480

Fassen wir zusammen: Die Pebble M350 ist eine leichte, kompakte und daher auch mobile Maus, die insbesondere dank der leisen Funktionsweise für gemeinschaftlich genutzte Arbeitsräume, aber auch Studenten oder Schüler sehr gut geeignet ist. Da sie kabellos und auf den meisten Oberflächen funktioniert, macht sie aber auch im Bett oder auf der Couch eine gute Figur. Lediglich Nutzer mit großen Händen werden nur bedingt ihre Freude mit der Maus haben, da sie dafür einfach zu klein ist. Bei Glastischen ist ein Mauspad die beste Lösung. Im Gegensatz zur K480 unterstützt sie leider nicht die Nutzung mehrerer Geräte parallel.

Logitech Pebble M350 & K480 Deskset

Die K480 macht als kabellose Tastatur ebenfalls fast alles richtig. Die Verarbeitung der Tastatur ist gut, zudem ist sie angenehm schwer und robust. Das Tippgefühl kann ebenfalls überzeugen und Texte schreiben ist ohne lange Einarbeitungszeit problemlos möglich. Der Tastenanschlag ist jedoch relativ laut, wodurch die Kombination mit der Pebble M350 als gedämpftes Duo nicht so viel Sinn ergibt. Die Einrichtung ist hingegen kinderleicht und das Wechseln zwischen drei Geräten klappt nahtlos. Die integrierte Smartphone- und Tablet-Halterung ist dafür das passende Feature. Ich hätte mir trotzdem einen USB-Empfänger im Lieferumfang gewünscht, da die Kopplung mit anderen Bluetooth-Dongles nicht immer funktioniert.

Die Pebble M350 wandert aktuell für 24,36 Euro* über die Ladentheke, die K480 kostet mit 48,73 Euro* ca. das Doppelte. Beide Artikel sind fair bepreist, allerdings kommt ihr mit dem Bundle für 68,23 Euro* noch etwas günstiger hin. Zu diesem Preis macht ihr mit dem Deskset nichts verkehrt, allerdings schließen sich die Eingabegeräte bei der Geräuschminimierung und der Multi-Device-Unterstützung gegenseitig aus.

Wer gezielt nach leisen Eingabegeräten sucht, sollte bei der Tastatur eher zur Logitech K780 (Test) greifen. Die bietet das gleiche Feature-Set wie die K480, kommt aber im Standard-Format mit Numblock und ist sehr leise. Sie kostet mit 87,72 Euro* aber auch deutlich mehr. Wer hingegen eine Maus mit Multi-Device-Unterstützung sucht, sollte sich die Logitech M590 (Shop) anschauen. Die bietet sehr leise Tasten und ist mit 32,16 Euro* nicht viel teurer als die Pebble M350.

Zum Shop: Logitech K480 + Pebble M350 im Bundle

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*Stand: 10/2020

Veröffentlicht von

Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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