Logitech Pro X Superlight im Test: Kompromisslos leicht und trotzdem besser

      Logitech Pro X Superlight im Test: Kompromisslos leicht und trotzdem besser

      Die Logitech Pro X Superlight ist auf Leichtbau getrimmt – um jeden Preis. Auf was angehende eSportler dafür verzichten müssen, zeigt der Test.

      Das gefällt uns

      • Gewicht
      • Verarbeitung

      Das gefällt uns nicht

      • teuer
      • Micro-USB

      Die Basis für die Logitech Pro X Superlight ist die bereits sehr gute G Pro Wireless (Test). Die hatte Alex bereits in seinem Review überzeugt und in Kombination mit dem Powerplay Mauspad (Test) wurde es sogar sein Traum-Duo. Logitech wollte aber mehr und schickte seine Ingenieure an die Arbeit. Das Ziel war es, so viel Gewicht wie möglich einzusparen. Das Ergebnis ist die Logitech Pro X Superlight mit einem Gewicht von nur 63g.

      63g – diese Zahl muss ich erstmal sacken lassen. Bei nur zwölf Tassen Kaffee am Tag hätte ich das Gewicht der Logitech Pro X Superlight in Zucker konsumiert. Ein anderes Beispiel: Die Fernbedienung des FireTV Stick mit Media-Tasten wiegt 66g, damit würde ich aber keinen Versuch im eSport wagen.

      Inhalt:

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      Technische Details

      Schauen wir uns noch die anderen technischen Daten der Logitech Pro X Superlight an:

      Produkteigenschaften der Logitech PRO X Superlight
      Tasten Klicktasten mit Federspannung
      Anschluss Kabellose LIGHTSPEED Technologie
      Auflösung 100–25.400 DPI
      Abtastung HERO-25K-Sensor
      Anzahl der Tasten 5
      Besonderheiten POWERPLAY-kompatibel
      Akku Lithium-Polymer (fest verbaut)
      Akkulaufzeit 70h bei ständiger Bewegung
      Abmessungen 40 x 63,5 x 125 mm
      Gewicht <63 g
      Preis 149€*
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      Minimalismus pur

      Um das geringe Gewicht von nur 63g zu erreichen, haben die Ingenieure von Logitech alles entfernt, was nicht unbedingt nötigt war. Seitentasten, DPI-Taste, RGB-Beleuchtung – alles wurde ersatzlos gestrichen. Durch das Wegfallen der rechten Seitentasten und der dazugehörigen Magnete wurden beispielsweise knapp 5g eingespart.

      Im nächsten Schritt hat Logitech das Gehäuse-Material etwas dünner gemacht. Die gute Nachricht lautet, dass trotz all der Einsparungen die Verarbeitung noch immer typisch Logitech ist – also sehr gut. Die Logitech Pro X Superlight in der Hand zu halten, fühlt sich gut an, auch wenn die Maus deutlich auf kleine bis mittelgroße Hände abzielt.

      Beim Sensor hat Logitech ebenfalls nicht gespart – die Pro X Superlight setzt auf den bewährten HERO-Sensor. Dank dem spielt die Maus in der Liga der High-End-Gaming-Mäuse mit. Der HERO-Sensor ermöglicht eine maximale Beschleunigung von 40G und einer Abtastrate von 1000Hz. Dazu kommt eine Auflösung von 25.600dpi. Logitech weiß selbst, dass wohl kaum ein Spieler das ausgereizt. Selbst eSport-Profis nutzen „nur“ 400-800dpi. Haben ist aber fast immer besser als brauchen.

      Rund um den Sensor hat Logitech üppige Gleitflächen an der Pro X Superlight installiert. Diese sorgen für ein schnelles, aber präzises Bewegen der Maus über glatte Oberflächen. Die Gleitfähigkeit war bedingt durch die kleinen Gleitflächen nämlich eine der wenigen „Schwächen“ der G Pro Wireless, daher hat Logitech auf das Feedback der Community gehört und hier konsequent nachgearbeitet. Wem die Gleitfähigkeit immer noch nicht reicht: Zum Lieferumfang gehört auch eine runde Abdeckung mit Gleitflächen für die Unterseite. Dann könnt ihr allerdings nicht drahtlos via Powercore-Modul bzw. Powerplay laden. Unter der Abdeckung kann dazu der 2,4GHz-USB-Empfänger der Logitech Pro X Superlight verstaut werden.

      Kritisieren muss ich den Micro-USB-Anschluss zum kabelgebundenen Laden. Der ist in 2021 einfach nicht mehr zeitgemäß, besonders bei dem aufgerufenen Preis der Logitech Pro X Superlight. Ein alter Anschluss kann auch schwerlich mit Gewichtseinsparungen gerechtfertigt werden.

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      Die Klebefüße & die Umwelt

      Pluspunkte gibt es für die Gummiaufkleber, die in der Verpackung liegen. Werden diese an der Logitech Pro X Superlight angebracht, liegt diese deutlich sicherer in der Hand. Das Gummi ist leicht angeraut und ist daher rutschfest. Wie lange die Aufkleber aber so gut aussehen, wird sich nur mit der Zeit zeigen. Staub und andere Partikel werden über kurz oder lang wohl die Rutschfestigkeit wieder verschlechtern, aber auch dann ist es gut zu wissen, dass die Aufkleber wieder entfernt werden können.

      Ebenfalls Pluspunkte gibt es für das Umweltbewusstsein, das Logitech bei der Fertigung und der Verpackung der Pro X Superlight zeigt. Sowohl die Maus selbst als auch die Verpackung sind „CO2-neutral“ hergestellt. Der Transport von der Produktionsfirma ins Lager des Verkäufers ist da zwar noch nicht mit inbegriffen, aber es ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, den mehr Unternehmen wagen sollten.

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      Komplexe Software: Logitech G Hub

      Wenn Spieler die Logitech Pro X Superlight konfigurieren wollen, brauchen sie die Logitech Gaming Software (Download). Mit dieser Software können alle Peripherie-Geräte von Logitech angepasst werden. Hier wählt ihr für die Logitech Pro X Superlight beispielsweise unterschiedliche Profile oder justiert die Empfindlichkeit der DPI – eine dedizierte Taste an der Maus gibt es ja nicht mehr.

      Zudem können einzelne Tasten der Logitech Pro X Superlight deaktiviert bzw. aktiviert werden – gleiches gilt für Makros oder Aktionen. Nutzer finden in der Software noch weitere interessante Informationen, darunter auch der Stromverbrauch und die verbleibende Akkulaufzeit. Einhergehend mit dem Entfall der RGB-Beleuchtung hat sich diese nochmals verbessert. Die Logitech Gaming Software ist komplex, aber trotzdem gut strukturiert und einfach zugänglich. Im Vergleich zur den meisten Wettbewerbern hat Logitech nicht nur in diesem Punkt die Hausaufgaben gemacht.

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      Fazit zur Logitech Pro X Superlight

      Das Ziel der Logitech Pro X Superlight war es, extrem leicht zu sein. Das haben die Ingenieure auch geschafft, indem sie alle Features des Vorgängers gestrichen haben, die für den Gamer-Alltag nicht lebensnotwendig waren. Gerade in schnellen Shootern überzeugt eine möglichst leichte Maus sehr.

      Was Spieler dafür mit der Logitech Pro X Superlight aufgeben müssen, sind Dinge wie die rechten Zusatztasten und die RGB-Beleuchtung. Abhängig von der persönlichen Einstellung ist das entweder ein herber Verlust oder ein Fokus auf das Wesentliche.

      Mit derzeit 149€ ist die Logitech Pro X Superlight alles andere als günstig. Die Vorlage – die G Pro Wireless – geht aktuell für knapp 120€ über die virtuelle Ladentheke und wiegt mit 80g nur geringfügig mehr, hat allerdings auch etwas schlechtere Gleiteigenschaften. Insgesamt dürfte sie aber für viele Interessenten das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis haben. Die Pro X Superlight bleibt dann für die Hardcore-Enthusiasten und eSportler die beste Wahl.

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      *Stand: 21. Januar 2021

      Veröffentlicht von

      Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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