Logitech Z313: PC-Soundsystem mit Subwoofer

Das Lautsprechersystem Logitech Z313 will mit Subwoofer und zwei Satelliten für den Stereosound mit 25 Watt Musikleistung druckvollen Sound ins Büro oder WG-Zimmer bringen. Ob dem 2.1-Soundsystem das gelingt, klären wir in einem Test.

Über einen Klinkenstecker mit 3,5 mm lässt sich das Soundsystem Logitech Z313 an jedem Zuspieler mit Kopfhörerausgang oder passivem Line-out betreiben, ist also beispielsweise mit PC, Mac, Notebook, Smartphone, Tablet oder Fernseher kompatibel. Die Verbindung zwischen Zuspieler und Soundsystem erfolgt über ein 3,2 m langes Kabel, in dessen Mitte eine Fernbedienung integriert ist. Betreibt man das Soundsystem an einem PC, kann man die Fernbedienung auf dem Schreibtisch platzieren. Über sie kann man das Logitech Z313 ein- und ausschalten und die Lautstärke mittels eines Drehrads regeln. Außerdem verfügt die Fernbedienung über einen Kopfhöreranschluss, der bei Nutzung die Lautsprecher deaktiviert. Das ist praktisch, wenn man das Soundsystem an einem PC betreibt, dessen Gehäuse unter dem Tisch aufgestellt ist. So kann man einen Kopfhörer anschließen, ohne dafür unter den Tisch kriechen oder die Soundausgabe im Betriebssystem ändern zu müssen. Die Stereolautsprecher beziehen über ein 1,7 m langes Y-Kabel Strom und verstärkte Tonsignale vom Subwoofer. Eine Treiberinstallation ist nicht notwendig, sind alle Kabel angeschlossen und das Soundsystem mit Strom versorgt, kann man sofort mit der Tonausgabe starten.

Die Abmessungen des 2.1-Soundsystems fallen sehr kompakt aus. Der Subwoofer mit 22 x 15 x 23 cm findet beispielsweise unter dem Schreibtisch Platz und die beiden Satelliten nehmen eine Fläche von 8 x 9 cm ein. Die Stereoboxen harmonieren mit ihrer matt-schwarzen Oberfläche, kombiniert mit schwarzen Klarlack und silberfarbener Akzente mit einen modernen, schlichten Einrichtungsstil. Die handflächengroße, ebenfalls matt-schwarze Fernbedienung kann man beispielsweise neben dem Standfuß des Monitors platzieren, der in der Regel ebenfalls Schwarz ist. Sehr standfest ist die Fernbedienung nicht: Für die schweren und störrischen Kabel, die zu Zuspieler und Subwoofer führen, ist die Fernbedienung zu leicht ausgelegt. Im Test lag sie nicht immer plan auf dem Tisch, sondern etwas angewinkelt, und bei Berührung verrutschte sie sehr leicht.

Sound

Interface an der Rückseite des Subwoofers.

Interface an der Rückseite des Subwoofers.

Der Subwoofer arbeitet nach dem Downfire-Betrieb, indem der Lautsprecher nach unten gerichtet ist. In Verbindung mit dem nach vorne gerichteten Bassreflexrohr lässt er sich nah an einer Wand positionieren, ohne große Raummoden zu erzeugen. Laut Hersteller kann der Schallwandler Frequenzen ab 48 Hz ausgeben. Für eine Basswiedergabe ist das nichts Besonderes, auch Regallautsprecher im mittleren Preisbereich erreichen diesen Tiefton ohne Probleme. Dennoch wummert der Subwoofer ordentlich und ab einem Lautstärkepegel von über zwei Drittel übertreibt er es und poltert lautstark, beispielsweise bei Actionszenen in Filmen und Spielen. Am Subwoofer kann man keine Feinjustierung wie Lautstärkeanteil oder Frequenzübergang einstellen.

Die beiden Satelliten arbeiten losgelöst vom Subwoofer und bilden mit ihm keine klangliche Einheit. Was bei Film und Spiel weniger negativ auffällt, ist beim Musikhören deutlich zu vernehmen. Es wirkt, als fehlen zwischen den Arbeitsbereichen des Subwoofers und der Stereoboxen ein paar Frequenzen: Männliche Gesangstimmen sind zu den tiefen Frequenzen hin abgeschnitten und Gitarrenbassläufe werden zum Teil verschluckt. Generell scheint das Logitech Z313 weniger auf Musik optimiert zu sein: Der Stereo-Effekt beschränkt sich auf ein Minimum und dem Klangbild fehlt es an Brillanz. Was dem Logitech Z313 bei der Musikausgabe fehlt, macht er bei der Soundausgabe bei Filmen wieder wett. Belässt man den Lautstärkepegel bei Zimmerlautstärke, bietet das Logitech Z313 eine annehmbare Stimmenwiedergabe und kann durch den Subwoofer mit ordentlichem Krawall überzeugen.

Fazit

Das 2.1-Soundsystem Logitech Z313 überzeugt durch seine kompakten Abmessungen und dem gefälligen Design, das sich an konventionellen Monitoren und PC-Gehäusen orientiert. Durch die praktische Fernbedienung kann man nicht nur die Lautstärke ändern, sondern auch einen Kopfhörer mit einem Handgriff anschließen, was die Lautsprecher ruhigstellt. Für die Musikwiedergabe ist das Soundsystem Logitech Z313 aufgrund seiner dumpfen Klangcharakteristik weniger empfehlenswert. Dafür bietet das 2.1-System durch seinen Subwoofer bei Filmen und Spielen eine ordentliche Performance und kann beispielsweise bei Actionszenen seine Stärken ausspielen.

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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