So aktiviert ihr Siri unter macOS Sierra mit dem klassischen „Hey Siri“

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Die Spracheingabeassistentin Siri ist mit macOS Sierra auf dem Mac angekommen. Um die Spracheingabe zu aktivieren, muss man jedoch umständlich eine Tasten-Kombi drücken oder sie per Klick aufrufen. Auf „Hey Siri“ wie unter iOS reagiert Siri auf dem Mac nicht. Apple hat das auch nicht vorgesehen. Mit einem Trick funktioniert es aber doch.

Der Schlüssel, damit man Siri per Sprache aktivieren kann, sind die Diktatfunktion und die Bedienungshilfe von macOS. Dazu hinterlegt man einfach das Schlüsselwort „Siri“ und verknüpft es mit einer Aktion, dem Start der Siri-App.

1. Grundeinstellungen überprüfen und Siri-Tastenkombination ändern

Um das zu erreichen, öffnet man als erstes die Systemeinstellungen und stellt in den „Siri“-Einstellungen sicher, dass die Spracheingabeassistentin durch einen Haken bei „Siri aktivieren“ eingeschaltet ist. Wer will, ändert bei der Gelegenheit auch gleich die Stimme von Siri und schaltet auf ein angeschlossenes externes Mikrofon um. Wichtiger ist jedoch, die Tastenkombination zum Aufruf von Siri zu ändern. Dazu tippt man „Tastaturkurzbefehl“ an und wählt im Pop-up-Menü „Anpassen“ aus. Dann gibt man eine Tastenkombination ein, die in macOS nicht benutzt wird. Im Beispiel verwenden wir CMD + 9. Danach kann man Siri noch aus der Menüleiste entfernen. Das Icon braucht man später sowieso nicht mehr, um Siri zu aktivieren.

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2. Diktierfunktion einschalten

Damit man Siri per Sprachbefehl aufrufen kann, muss man die Diktierfunktion einschalten. Sie versteckt sich in den Systemeinstellungen unter „Tastatur“ im Reiter „Diktat“. „Diktat“ muss auf „ein“ stehen und zusätzlich „Erweiterte Diktierfunktion verwenden“ mit einem Häkchen versehen sein. Das System lädt dann knapp 900 MB an Daten und installiert die Diktatroutine.

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Bei uns funktionierte das nicht. Wir mussten die Diktatfunktion ein Mal manuell aufrufen. Das klappt sehr einfach, indem man der Diktierfunktion im gleichen Fenster einen Tasten-Kurzbefehl zuordnet und sie dann mit der Tastenkombination aufruft. Der Ladevorgang startet unverzüglich, danach erfolgt die automatische Installation. Wichtig ist, dass das klappt, denn sonst funktioniert das Sprachkommando nicht, auch wenn alle anderen Einstellungen korrekt sind.

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3. Schlüssel-Kommando festlegen

Das Schlüssel-Kommando legt man in den Systemeinstellungen unter Bedienungshilfen fest. In der Seitenleiste navigiert man zu „Diktat“. Danach schaltet man „Schlagwortphrase für Diktat aktivieren“ ein und gibt statt „Computer“ ein Kommando wie „Hey“, „Hallo“, „Los“ oder „Mach“ ein, das man später mit dem Begriff „Siri“ kombinieren will. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Will man das übliche „Hey Siri“ verwenden, dann sollte man darauf achten, dass Siri nicht auch auf dem iPhone aktiv ist, denn sonst reagieren Mac und iPhone gleichzeitig. Im Beispiel haben wir uns trotzdem für „Hey“ entschieden.

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Dann wählt man „Diktierbefehle“ aus. Im aufpoppenden Fenster markiert man „Erweiterte Befehle aktivieren“, um einen eigenen Befehl definieren zu können. Den fügt man über das „+“-Symbol hinzu.

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Jetzt gibt man unter „Nach Sprechen von“ den Begriff „Siri“ ein. Als Spaßvogel kann man natürlich auch einen anderen Namen eingeben wie beispielsweise Alexa oder den Namen seiner Freundin. Unter „Beim Verwenden“ wählt man „Beliebiges Programm“ aus, sodass man Siri jederzeit aufrufen kann. Danach muss man nur noch unter „Ausführen“ die gleiche Tastenkombination angeben, die man am Anfang zum Start von Siri eingegeben hat, also CMD + 9. Mit Druck auf „Fertig“ sind alle Einstellungen erledigt.

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Nach Neustart des Systems ruft man Siri bequem mit „Hey Siri“ auf, ohne auf Tasten oder Trackpad rumdrücken zu müssen.

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Über Oliver Bünte

Als Journalist, Historiker und bekennender Technikfreund beschäftige ich mich seit über 30 Jahren mit Computern und habe die Entwicklung mobiler Technik von Handys und PDAs bis hin zu Smartphones und Tablets von Anfang an kritisch begleitet. Ich vermittele tagtäglich als Journalist und aktiver Blogger auf notebooksbilliger.de, notebookjournal.de, applebrain.de und vivacities.de alles, was den Anwender wirklich interessiert. Du findest mich auf Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und XING.
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