Magic Leap 2: AR-Brille kommt mit Custom-Chip von AMD ab 3300 USD

      Magic Leap 2: AR-Brille kommt mit Custom-Chip von AMD ab 3300 USD

      In diesem Septemper kommt die neue Magic Leap 2 auf den Markt, eine Augmented-Reality-Brille, die auf einen Chip von AMD mit Ryzen- und Radeon-Kernen setzt.

      Magic Leap wechselt von Nvidia zu AMD

      Die AR-Brille soll am 30. September in drei Varianten erscheinen. Die günstigste Version der Magic Leap 2 startet bei 3.300 Euro vor Steuern, was einem Marktpreis von 3.500 Euro entspricht. Das ist in etwa so viel, wie Microsoft für die Hololens 2 verlangt.

      Dabei setzt Magic Leap auf einen Custom-Chip von AMD, der auf den Namen Mero hört und aus den folgenden Komponenten besteht:

      • vier Zen2-Kerne mit 4 MByte L3-Cache sowie bis zu 3,92 GHz Takt
      • eine RDNA-basierte Grafikeinheit mit 512 Shader-Einheiten und bis zu 1,8 GHz Takt
      • ein 14-kerniger CVIP-Block für Computer Vision

      Leichter, schneller und mit höherer Auflösung als der Vorgänger

      Beim Vorgänger hat Magic Leap noch auf einen Tegra-X2-Chip von Nvidia gesetzt. Mit der neuen Generation sinkt das Gewicht der AR-Brille von 320 auf 260 Gramm und damit um knapp 20%. Außerdem wurden die Darstellungsqualität und die Performance erheblich verbessert. Das Field of View fällt doppelt so groß aus und auch die Auflösung des LCoS-Displays hat man von 1.280 x 960 auf aktiv genutze 1.440 x 1.760 Pixel erhöht.


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      An Bord sind zudem 256 GB Speicher für das OS und Apps, der verbaute Akku soll für 3,5 Stunden im aktiven Betrieb ausreichen. Die Kamera nimmt Videos in 4K@30 FPS oder 1080p@60 FPS auf. Natürlich besitzt die AR-Brille auch Sensoren für das Tracking der Position und eingebaute Speaker. Zum Verkaufstart soll die ML2 in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Kanada, Saudi Arabien, Spanien und den USA verfügbar sein.

      Lizenzen und Software-Support sorgen für Preisunterschied

      Die drei Versionen besitzen alle die gleiche technische Ausstattung, haben allerdings unterschiedliche Zielgruppen. Das Magic Leap 2 Base für 3.300 USD besteht aus dem Gerät selbst mit einem Jahr Garanie. Es darf für kommerzielle Zwecke genutzt werden. Die nächste Stufe namens Magic Leap 2 Developer Pro wandert für 4.100 USD über die Ladentheke und richtet sich speziell an Partner, die für die Brille Apps entwickeln wollen. Daher enthält das Paket neben der AR-Brille noch diverse Sample-Projekte und Tools, zudem verspricht Magic Leap Enterprise-Funktionen. Die Garantie liegt ebenfalls bei einem Jahr, die kommerzielle Nutzung ist aber nicht möglich.

      Für die Magic Leap 2 Enterprise verlangt der Hersteller 5.000 USD, gewährt allerdings 2 Jahre Garantie und gestattet wieder den kommerziellen Betrieb. Dazu kommen die Unterstützung von MDM (Mobile Device Management) und UEM (Unified Endpoint Management) sowie regelmäßige Softwareupdates pro Quartal.

      Was haltet ihr von der Magic Leap 2? Interessantes Spielzeug oder nur etwas für Entwickler?

      via golem.de
      Fotos: Magic Leap

      Veröffentlicht von Alexander

      Die Leidenschaft fürs Zocken wurde bereits in den frühen 90ern mit Bubble Bobble am Sega Master System II geweckt. Spielt mittlerweile hauptsächlich am PC und hätte gerne viel mehr Zeit, um sich seinem ständig wachsenden Pile of Shame zu widmen.

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