Microsoft-CEO will Unternehmen umkrempeln, hält aber an Xbox fest

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Microsoft-Chef Satya Nadella hat sich kurz vor dem vergangenen Wochenende mit einem offenen Brief an die gesamte Microsoft-Belegschaft gewandt, in dem er seine Vision für die Zukunft des Unternehmens darlegt. Das Memo wurde auf Microsofts Webseite veröffentlicht. Es ist ein langes Schreiben und die bislang klarste Aussage Nadellas darüber, wie er den US-Softwareriesen fit machen möchte für alle nahen und fernen Herausforderungen.

Nadella kündigt in seinem Schreiben größere Veränderungen innerhalb Microsofts an, bleibt jedoch an vielen Stellen vorerst noch unkonkret. Über weite Strecken philosophiert er über fundamentales Umdenken innerhalb der Unternehmenskultur, das Zurücklassen alter Traditionen, die Notwendigkeit von Innovation, aber auch über die von ihm ausgemachten Stärken des Konzerns. Im Verlauf des Juli sollen dann bereits einige wichtige Umstrukturierungen oder neue Maßnahmen bekannt gegeben werden.

Rief der vormalige CEO Steve Ballmer Microsoft  noch zum „devices- and services“-Unternehmen aus, so sieht Nadella diese Beschreibung nur als einen ersten Schritt hin zu dem, wohin er möchte. Für ihn steht Microsoft im Kern für „productivity and platform“, und das in einer auf Mobilgeräte und Cloud fokussierten IT-Landschaft. Nadella will die Bedeutung von Produktivität in dieser immer weniger auf den klassischen PC ausgerichteten Arbeitswelt neu erfinden und Menschen durch Dienste beziehungsweise Plattformen dazu befähigen, mehr zu tun und mehr zu erreichen.

Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, will der Microsofts-Chef neue Übernahmen machen, neue Kooperationen eingehen und vor allem aber keinen Stein innerhalb des eigenen Konzerns unumgedreht lassen. Zudem macht er unmissverständlich klar, dass die aktuellen und künftigen Herausforderungen des Marktes ein gewisses Umdenken in den Köpfen jedes Mitarbeiters erfordern.

Trotz dieser anstehenden größeren Einschnitte und neuen Ansätzen für das Unternehmen, bekannte sich Nadella allerdings überraschend eindeutig zu einer Microsoft-Gruppe, die in der Vergangenheit schon mehrfach als potentielles Verkaufsobjekt gehandelt worden war: Die Xbox-Sparte. Der CEO will weiterhin kräftig in den Bereich Entertainment und Spiele investieren und er sieht die Xbox als wichtiges Microsoft-Produkt sowie erfolgreiche Marke.

Foto: Microsoft
Quelle: Microsoft

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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