Microsoft: DirectX 12 wird am 20. März 2014 vorgestellt

DirectX_12_Teaser

Microsoft hat heute eine neue Version der Windows-API-(Application Programming Interface)-Sammlung DirectX, die für den PC-Spiele-Markt besonders relevant ist, angekündigt. Konkrete Informationen zu DirectX 12 gibt es bislang nicht, aber diese sollen in Kürze am 20. März 2014 im Rahmen der diesjährigen Game Developers Conference (GDC) folgen.

Microsofts heutige Ankündigung kommt etwas überraschend, wenngleich es bereits in der letzten Woche erste Anzeichen dafür gab, dass sich etwas tut beim Thema DirectX. Die Webseite Tech Report hatte berichtet, Microsoft werde auf der GDC eine Präsentation mit dem  Titel „DirectX: Evolving Microsoft’s Graphics Platform“ abhalten. Sofort nach Bekanntwerden dieser Präsentation waren Spekulationen aufgekommen, die sich darum drehten, was Microsoft wohl für seine Programmierschnittstellen-Sammlung Neues plane – und, ob dies auf AMDs Vorstellung einer besonders effizienten Grafik-API („Mantle“) zurückzuführen sei.

Welche Besonderheiten und Funktionen DirectX 12 nun wirklich mitbringen wird, bleibt vorerst offen, aber in der Beschreibung der anstehenden GDC-Präsentation wird zumindest schon mal erwähnt, dass sich der Redmonder Konzern um Optimierungen bemüht haben will, die es Spiele-Entwicklern erlauben sollen, mehr Performance aus der PC-Hardware herauszukitzeln. Das Fehlen entsprechender Optimierungen war in der Vergangenheit häufig von erfahrenen Programmierern kritisiert worden. Die letzte große DirectX-Version, DirectX 11, hat zudem schon einige Jahre auf dem Buckel (Veröffentlichung im Oktober 2009) und wurde bis zuletzt nur um einige kleinere Funktionen erweitert (Windows 8.1 wird seit Oktober 2013 mit DirectX 11.2 ausgeliefert).

Einen weiteren kleinen Hinweis zu den potentiellen Eigenschaften von DirectX 12 liefert Microsofts Teaser-Seite, die seit heute aufzurufen ist. Auf der Webseite sind die Hardware-Partnern aufgeführt, mit denen der Softwareriese für die Entwicklung der neuen API-Sammlung zusammenarbeitet: Neben den großen drei Chip-Herstellern des PC-Marktes – AMD, Intel und Nvidia – ist das auch Qualcomm. Qualcomm stellt bekanntlich keine Prozessoren oder Grafikchips für klassische Desktop-Rechner beziehungsweise Notebooks her, sondern ist vielmehr auf ARM-basierte System-on-Chip-Lösungen für Smartphones und Tablets spezialisiert. Somit liegt die Vermutung nahe, dass Microsoft in DirectX 12 einige Funktionen integriert, die speziell auf den Mobilgerätemarkt abzielen. In diesem immer wichtiger werdenden Markt spielt DirectX bislang kaum eine Rolle, da sowohl Android als auch iOS auf die Grafik-Schnittstelle OpenGL ES setzen.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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