Microsoft: Ein Mitarbeiter klaute 10 Mio. Dollar in Xbox-Guthaben

      Microsoft: Ein Mitarbeiter klaute 10 Mio. Dollar in Xbox-Guthaben

      Einem Microsoft Mitarbeiter ist beinahe das perfekte Verbrechen mit Xbox-Guthaben und Bitcoin gelungen.

      Sei zur richtigen Zeit am richtigen Ort und alles ist möglich. Bestes Beispiel dafür ist Volodymyr Kvashuk. Der gebürtige Ukrainer studierte Informatik und landete schließlich als Ingenieur in den USA bei Microsoft. Laut einem Bericht von Bloomberg war das genau die richtige Zeit, um von einer Lücke im Zahlungssystem von Microsoft zu profitieren und mit Millionen von Dollar in Bitcoin und einem hübschen Haus am See zu enden.

      Kvashuks Aufgabe war es, nach Fehlern in der Zahlungsabwicklung von Microsoft-Produkten zu suchen. Dazu kaufte er beispielsweise Computer mit einer Firmenkarte und einem gefälschten Login. Microsoft wusste genug, um ihm nicht jedes Mal einen Laptop zu schicken. Allerdings wurden Xbox-Geschenkkarten, die online gekauft und an einen E-Mail-Posteingang gesendet werden sollen, Kvashuk trotzdem zugeschickt. Ihr ahnt schon, wohin das führt. Er verkaufte die Karten online.

      „Wenn ich 50 % Rabatt bekomme, bekommen sie 25 % Rabatt. Alle gewinnen … außer … Microsoft“

      Volodymyr Kvashuk

      Alles, was Kvashuk brauchte, war eine Möglichkeit, eine Reihe von Xbox-Guthaben-Codes auf einmal zu erhalten. Die Konten seiner Kollegen erfüllten den Zweck. Außerdem musste der Ingenieur den wahren Ursprung der Einkäufe verstecken. Das war die Aufgabe von ausländischen Servern. Im letzten Schritt mussten die Einnahmen in Kryptowährung umgewandelt werden. Eine Website namens Paxful.com übernahm diesen Part.

      Der Xbox-Guthaben Diebstahl hat sich gelohnt

      Kvashuk hat klein angefangen und Xbox-Karten in Schritten von 10 bis 100 US-Dollar generiert. Es eskalierte schnell von dort. Als Bundesagenten ihn fast zwei Jahre später verhafteten, hatte er mehr als 152.000 Xbox-Geschenkkarten im Wert von 10,1 Millionen US-Dollar gestohlen.

      Er lebte in einem Haus am Seeufer mit siebenstelligem Wert und plante eine Skihütte, eine Yacht und ein Wasserflugzeug zu kaufen – alles von Xbox-Guthaben. Im vergangenen November verurteilte ihn ein Richter zu neun Jahren Gefängnis.

      Ich möchte mich gar nicht dazu äußern, wie ich zu der Tat stehe. Ein gewisses „Catch me if you can“-Szenario kann ich aber auch nicht leugnen. Wenn ihr in der Situation von Volodymyr Kvashuk gewesen wärt – hättet ihr euch die Taschen mit Xbox-Guthaben vollgemacht? Seid ehrlich!

      Quelle & Bilder: Bloomberg via winfuture

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      Gamer, Filmliebhaber & Hobby-Fotograf – also alles was eine gute Geschichte erzählt. Großer Fan von durchdachten Produkten und Privatsphäre. Nach zehn Jahren im Google-System derzeit im Apple-Kosmos unterwegs und soweit zufrieden.

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      1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

      1. Natürlich nicht! Er hat ja wohl genau das gemacht, wofür er eigentlich eingestellt wurde es zu verhindern – finanziellen Schaden durch Fehler in der Kaufabwicklung zu finden und zu verhindern. Also auch wenn er mit der Lücke viel Geld gemacht hat, hat er im Prinzip seinen Job sehr schlecht erledigt. Hätte man ihn besser beaufsichtigt wäre das auch früher rausgekommen…

        Im Prinzip die gleiche Sache wie damals bei den McDonalds Monopoly Stickern. Wachmann der auf die großen Gewinne aufpassen soll bedient sich selber, macht ne Menge Geld und landet am Ende im Gefängnis:
        https://www.youtube.com/watch?v=5gmqFXnAslc

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