Microsoft kann Umsätze mit Surface-Tablets mehr als verdoppeln

Microsoft Surface Pro 3 und 2 im VergleichMicrosoft hat kürzlich die Zahlen für das erste Quartal seines Geschäftsjahres 2015 vorgelegt. Demnach konnte der Softwareriese den Umsatz im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal deutlich steigern, nämlich um knapp 23 Prozent auf satte 23,20 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn ging um 13 Prozent auf 4,54 Milliarden US-Dollar zurück, was aber laut offizieller Angaben auf Abfindungen zurückzuführen ist, die aufgrund der im Juli 2014 angekündigten Umstrukturierungsmaßnahmen ausgezahlt werden müssen. So sind es wie so häufig bei Quartalsberichten die kleinen Details, die besonders interessant sind. Unter diesen ragt heraus, dass sich das Geschäft mit Surface-Tablets langsam aber sicher zu einem Erfolg für Microsoft entwickelt.

Seit dem Marktstart der ersten Surface-Generation vor gut zwei Jahren werden Microsofts Ambitionen, eigene 2-in-1-Geräte zu bauen, von Experten und Analysten kritisch beäugt. Weder die günstigeren Surface-RT-Modelle mit ARM-Prozessor, noch die teureren Ultrabook-Alternativen der Surface-Pro-Reihe konnten bislang in Sachen Verkaufszahlen überzeugen.  Das scheint sich nun langsamer aber sicher zu ändern. Verglichen mit dem ersten Quartal des vergangenen Geschäftsjahres konnte Microsoft die Umsätze mit Surface-Tablets mehr als verdoppeln. 908 Millionen US-Dollar waren es in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015, wie das Wall Street Journal informiert.

Den signifikantesten Beitrag zu diesem Aufschwung für die Surface-Familie lieferte vermutlich das in diesem Jahr vorgestellte Surface Pro 3. Microsoft nennt zwar weiterhin keine Verkaufszahlen, aber die Verantwortlichen bezeichneten das neue Pro-Modell als beliebt bei den Kunden und auch unabhängige Tests hatten Microsoft durch die Bank deutliche Verbesserungen im Vergleich zum Vorgänger Surface Pro 2 attestiert.

Wer nun aber denkt, Microsoft verdiene mit der Surface-Familie mittlerweile gutes Geld, für den drückt der IT-Riese selbst sogleich auf die Euphoriebremse. Umsätze von besagten 908 Millionen US-Dollar stehen Produktionskosten in Höhe von 839 Millionen US-Dollar gegenüber. Da in der letztgenannten Summe keinerlei Werbekosten oder Vergleichbares enthalten sind, bleibt es bis auf Weiteres unklar, ob Microsoft in den vergangenen drei Monaten erstmals Geld mit den Surface-Tablets verdient hat. Angesichts der Zahlen wäre es möglich, einen Gewinn durch die Surface-Familie weist das Unternehmen aber nicht explizit aus.

Jenseits der Surface-Tablets bewertet Microsoft die Entwicklung in seiner anderen großen Hardware-Rubrik, dem Geschäft mit Smartphones der Lumia-Familie, als ebenfalls positiv. Im abgelaufen Quartal konnte das Unternehmen in diesem Bereich 9,3 Millionen Geräte absetzen.

Bild: NBB
Quelle: Wall Street Journal, Microsoft

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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