Microsoft schließt IE-Sicherheitslücke, sogar in Windows XP

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Microsoft hat heute einen wichtigen, außertourlichen Sicherheitspatch veröffentlicht, der die kritische Sicherheitslücke im Internet Explorer (Version 6 bis 11), über welche vor wenigen Tagen berichtet wurde, schließt. Besonders interessant an diesem Sicherheitsupdate ist, dass es auch für Windows XP bereitgestellt wird, obwohl der US-Konzern Anfang April den Support für das rund 13 Jahre alte Betriebssystem eingestellt hatte. Eigentlich sollten für XP demzufolge keine solchen Softwareflicken mehr veröffentlicht werden.

Mit einem Blog-Beitrag hat Microsoft über den Sicherheitspatch für sämtliche Versionen des Internet Explorer informiert und dabei auch die Beweggründe dargelegt, die dazu führten, dass selbst für XP-Nutzer noch einmal eine Problemlösung angeboten wird. Laut den offiziellen Angaben handelt es sich hier um eine einmalige Ausnahme, für die nur deshalb die Entscheidung fiel, da das Support-Ende von Windows XP so kurze Zeit zurückliegt. Mit Sicherheitsupdates bei künftigen Problemen dieser Art sollten hartnäckige XP-Nutzer also dann doch nicht rechnen. Microsoft rät nach wie vor zu einem umgehenden Upgrade auf ein aktuelleres und sichereres Betriebssystem wie Windows 7 oder Windows 8 beziehungsweise 8.1.

Wer den Internet Explorer nicht nutzt, der hat von dem kritischen Sicherheitsleck im Übrigen gar nichts zu befürchten, ganz egal welche Windows-Version im Einsatz ist. Für all jene, die auf den Microsoft-Browser angewiesen sind, sollte der wichtige Patch bereits per automatischem Update installiert worden sein.

Microsoft geriet aufgrund des hohen Medieninteresses an der Problematik sowie zahlreicher warnender Worte von internationalen Sicherheitsexperten in Zugzwang, die Sicherheitslücke des Internet Explorer möglichst schnell und auch unter Windows XP zu stopfen. Das Leck konnte im schlimmsten Fall dazu führen, dass ein Angreifer volle Benutzerberechtigungen auf einem Rechner erlangt, was beispielsweise zum Einschleusen von Schadsoftware missbraucht werden könnte.

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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