Microsoft Surface Pro 3: Die technischen Details im Überblick

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Nachdem Microsoft am Dienstag vergangene Woche das Surface Pro 3 vorgestellt hatte, war nicht sofort klar gewesen, welche Modellvarianten des Tablet-Notebook-Hybriden zu welchen Preisen im Handel zu finden sein würden. Mittlerweile sind sowohl diese Infos als auch weitere, sehr interessante technische Details bekannt.

Microsofts Surface Pro 3 wird es ab August 2014 in fünf Konfigurationen auch im deutschen Handel zu kaufen geben. Hier noch einmal ein Überblick der unterschiedlichen Ausstattungsvarianten:

  • Intel Core i3, 4 Gigabyte RAM und 64 Gigabyte Flash-Speicher, UVP 799 Euro
  • Intel Core i5, 4 Gigabyte RAM und 128 Gigabyte Flash-Speicher, UVP 999 Euro
  • Intel Core i5, 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flash-Speicher, UVP 1299 Euro
  • Intel Core i7, 8 Gigabyte RAM und 256 Gigabyte Flash-Speicher, UVP 1549 Euro
  • Intel Core i7, 8 Gigabyte RAM und 512 Gigabyte Flash-Speicher, UVP 1949 Euro

Alle Surface-Pro-3-Modelle verfügen über einen 12 Zoll großen Touchscreen im 3:2-Format mit einer Auflösung von 2160 x 1440 Pixel. Der 42-Wh-Akku ist genauso groß wie bei der Vorgänger-Generation. Die Abmessungen des 798 Gramm schweren Tablets betragen ohne Type Cover 292,1 x 201,4 x 9,1 Millimeter.

Als besonders interessant stellt sich nun der genauere Blick unter die Haube der verschiedenen Konfigurationen heraus. Einem ersten Vorabtest von Anandtech nach handelt es sich bei den Flash-Speicher-Laufwerken des neuen Hybrid-Geräts genau wie beim Surface Pro 2 oder bei Apples MacBook Air um fest verbaute SSDs im Steckkartenformat. Anders als bei Apples aktuellen Notebooks verbaut Microsoft allerdings keine PCI-Express-Module, sondern setzt weiter auf die SATA-Schnittstelle. Laut Anandtech kommen dabei unter anderem Samsung-SSDs zum Einsatz.

Verkaufte Microsoft die gesamte Surface-Pro-2-Line-up noch mit demselben, besonders stromsparenden ULV-Core-i5-Prozessor der vierten Core-Prozessor-Generation (Haswell), lassen sich bei den Surface-Pro-3-Modellen nun durchaus relevante Unterschiede im Bezug auf die CPU-Leistung erkennen. Alle von Microsoft verwendeten Prozessoren sind allerdings wieder Dual-Core-Chips, die im 22-Nanometer-Verfahren hergestellt werden, Hyper Threading unterstützen und aus der Haswell-Familie stammen. Erste Chips der neuen Broadwell-Generation sollen erst gegen Ende 2014 auf den Markt kommen.

Den Einstieg in die Surface-Pro-3-Line-up stellt das 799 Euro teure Modell dar, das mit einem Core-i3-Prozessor bestückt ist. Laut offiziellen Angaben handelt es sich dabei um einen sogenannten ULX-Chip von Intel mit der Bezeichnung Core i3-4010Y, der speziell für den Einsatz in Tablets konzipiert ist, mit einer Taktfrequenz von 1,3 Gigahertz arbeitet und eine Grafikeinheit vom Typ Intel HD Graphics 4200 integriert. Möglicherweise kann diese CPU dank einer maximalen TDP (Thermal Design Power) von lediglich 11,5 Watt dazu beitragen, dass der Akku etwas länger durchhält als bei den leistungsfähigeren Konfigurationen.

Die beiden Mittelklasse-Modelle der Surface-Pro-3-Familie sind mit dem Intel-ULV-Prozessor Core i5-4300U ausgestattet. Dieser Ultrabook-Chip arbeitet mit 1,9 Gigahertz Basistakt und mit bis zu 2,9 Gigahertz Turbo-Boost-Frequenz, integriert die Intel HD Graphics 4400 und besitzt eine maximale TDP von 15 Watt. Seit dem Jahreswechsel verbaute Microsoft diesen Prozessor bereits neben dem Core i5-4200U in einigen Surface-Pro-2-Modellen.

Den teuersten Surface-Pro-3-Modellen schließlich spendiert das Redmonder Unternehmen die Intel-CPU Core i7-4650U. Dieser Chip werkelt mit einem Basistakt von 1,7 Gigahertz und erreicht bis zu 3,3 Gigahertz mit Turbo Boost. Außerdem, und das könnte für so manchen Interessenten wichtig sein, integriert diese CPU die Intel-GPU HD Graphics 5000, welche in bestimmten Anwendungsszenarios durchaus spürbar flotter ist als die HD Graphics 4400. Die maximale TDP des Core i7-4650U liegt genau wie beim Core i5-4300U bei 15 Watt.

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In Sachen Arbeitsspeicher verwendet Microsoft im Surface Pro 3 fest verlötete LPDDR3-Speicherchips im Dual-Channel-Betrieb. Der RAM lässt sich vom Nutzer nicht nachträglich erweitern.

Als Betriebssystem ist Windows 8.1 in der 64-Bit-Ausführung und inklusive „Update 1“ auf allen Modellvarianten der Surface-Pro-3-Familie vorinstalliert. Die Optimierungen, die Microsoft mit dem umfangreichen Update an seinem aktuellen Desktop-Betriebssystem vorgenommen hat, tragen unter anderem dazu bei, dass ab Werk etwas weniger Speicherplatz auf den SSDs belegt wird als dies zuvor der Fall war. Laut Microsoft werden die verschiedenen Modelle somit folgendermaßen ausgeliefert:

  • Bei den 64-Gigabyte-Modellen sind 36 Gigabyte frei
  • Bei den 128-Gigabyte-Modellen sind 96 Gigabyte frei
  • Bei den 256-Gigabyet-Modellen sind 211 Gigabyte frei
  • Bei den 512-Gigabyet-Modellen sind 450 Gigabyte frei
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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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