Microsofts aktueller Geschäftsbericht verrät Neues zu Surface- und Lumia-Familie

Microsoft Surface Pro 3

Microsoft hat genau wie Apple in dieser Woche seine neuesten Geschäftszahlen vorgelegt. Für den Redmonder Softwareriesen war es das vierte Fiskalquartal 2014, das am 30. Juni zu Ende ging, und sowohl das Quartals- als auch das Jahresergebnis fiel sehr positiv aus, wenn auch ohne große Überraschungen. Interessanter als Umsatz und Gewinn sind ohnehin einige neue Details zu Microsoft-Produkten wie der Surface- und Lumia-Familie sowie der Xbox, die am Rande der Veröffentlichung des Geschäftsberichts ans Licht kamen.

Werfen wir aber der Vollständigkeit halber zunächst einen Blick auf das Geschäftsergebnis von Microsoft. Im Zeitraum vom 1. April bis zum 30. Juni 2014 erzielte der Konzern einen Umsatz in Höhe von 23,28 Milliarden US-Dollar sowie 4,61 Milliarden US-Dollar Nettogewinn. Im gesamten Geschäftsjahr 2013/2014, welches am 1. April 2013 begann, konnte Microsoft 86,83 Milliarden US-Dollar Umsatz erwirtschaften. 22,07 Milliarden US-Dollar blieben unterm Strich als Nettogewinn übrig.

Einen Großteil seiner beeindruckenden Umsätze macht Microsoft durch seine Software- und Cloud-Lösungen. Dank des Support-Endes von Windows XP konnte das Unternehmen in seinem vierten Quartal verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum mehr Windows-Lizenzen verkaufen. Außerdem lief das Geschäft mit Office-365-Abonnements sowie der Cloud-Plattform Azure sehr gut. Nicht ganz so erfreulich, aber dennoch beachtlich: Nach der Übernahme von Nokias Handy-Sparte setzte Microsoft 5,8 Millionen Windows-Phones der Lumia-Reihe im abgelaufenen Quartal ab. Dabei wurden die ersten 24 April-Tage nicht mit eingerechnet, da der Nokia-Deal erst am 25. April 2014 endgültig abgeschlossen werden konnte.

Xbox- und Surface-Hardware gehören gemeinsam zu Microsofts „Computing and Gaming Hardware“-Abteilung, die im Geschäftsjahr 2013/2014 insgesamt einen Umsatz von 9,63 Milliarden US-Dollar und einen Gewinn von 893 Millionen US-Dollar verzeichnen konnte. Der Quartalsumsatz der Sparte betrug 1,44 Milliarden US-Dollar, der Gewinn 18 Millionen US-Dollar. Erreicht wurden diese Quartalszahlen unter anderem durch den Absatz von 1,1 Millionen Xbox-Konsolen (Xbox One und Xbox 360) weltweit. Wie oft sich die noch junge Xbox One bislang genau verkauft hat, wird weiterhin geheim gehalten.

Ebenso offen lässt Microsoft weiterhin die Frage, wie viele Surface-Tablets ihren Weg in Käuferhände fanden. Das Unternehmen sagte lediglich, dass der Umsatz, welcher im abgelaufenen Geschäftsjahr mit Surface-Produkten erzielt wurde, bei 409 Millionen US-Dollar lag.

Darüber hinaus machte der US-Konzern einige interessante Anmerkungen zur Surface-Familie. So verwies Microsoft darauf, dass die Umsätze mit den Tablets durch Anpassungen des Inventars aufgrund der Einführung einer neuen Geräte-Generation sowie durch den Verzicht auf die Vorstellung eines neuen Formfaktors gedrückt wurden. Beim ersten Punkt ist der Marktstart des Surface Pro 3 gemeint, welcher eine Preissenkung beim Surface Pro 2 zufolge hatte. Der zweite Punkt bestätigt zwischen den Zeilen das, was seit dem letzten Surface-Event inoffiziell klar ist, nur nicht offen ausgesprochen wird: Der Konzern hatte offenbar ursprünglich vor, ein Surface „Mini“ (vermutlich 8-Zoll-Display) auf den Markt zu bringen, entschied sich aber im letzten Moment doch noch dagegen. Warum diese Entscheidung getroffen wurde, ist nicht bekannt.

Zum neuen Topmodell der Surface-Reihe, dem Surface Pro 3, gab Microsoft ebenfalls einen Kommentar ab, ohne aber auch hier konkret zu werden. Das Tablet soll sich kurz nach dem Marktstart besser verkaufen als alle bisher erschienen Modelle. Das mag angesichts der eher bescheidenen Verkaufszahlen bisheriger Generationen nicht viel heißen, ist aber immerhin schon mal ein positiver Fingerzeig.

Foto: Microsoft
Quelle: Microsoft, BGR

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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