Mit dem Huawei E5 UMTS-WLAN Router in Schweden

Ab und an kommen hier Gastautoren zu Wort, so auch heute. Marcus machte Urlaub in Schweden, wollte aber nicht auf das Netz verzichten. Was also tun? Hier lest ihr es:

Nach Schweden sollte es gehen. In die Wildnis, in ein kleines niedliches rotes Holzhäuschen mitten im Nirgendwo 🙂

Hieß für mich, eine Woche ohne Internet… schlimmer Gedanke (Caschy kann das nachvollziehen und sicher einige von euch auch 😉 ). Also was tun? iPhone noch mit Simlock versehen und mit dem Laptop wollte ich auch online gehen, damit man sich noch vor Ort über Sehenswürdigkeiten informieren kann.

Da fiel mir noch Caschys alter Testbericht über einen tragbaren UMTS-Router ein. Genau das was ich brauchte. Flugs noch im Internet recherchiert, welcher Provider in der Wildnis in Frage kommt: Telia. Drei Mal angerufen, drei verschiedene Preise und Tarife genannt bekommen…

Caschy hat mir dann netterweise das HUAWEI E5832 zur Verfügung gestellt. Wollte mich schon einmal vorher auf der Huawei-Seite informieren, doch leider ist dort auf der deutschen Seite nichts zu finden, nur auf der englischen. Läuft dort unter E5s und ist laut Sortierung wohl das neuste Modell. Auf der Verpackung allerdings steht E5 … Hier ein paar Daten:

●           Intelligent power control
●           Temperature protection
●           Web messages
●           Web SD card info sharing
●           Small screen page setting
●           Screen display of statuses
●           Operating frequency(3G): HSUPA/HSDPA/UMTS 2100MHz
●           Operating frequency(2G): GSM/GPRS/EDGE 850/900/1800/1900MHz
●           Speed: HSUPA 5.76Mbps; HSDPA 7.2Mbps
●           Interface: USB 2.0 high speed
●           Dimensions: 95 mm × 48 mm × 13 mm
●           Weight: 90g
●           Receive Diversity: HSUPA/HSDPA/UMTS 2100MHz
●           Micro SD card slot: Yes (Up to 32GB)
●           OLED: Yes
●           Equalizer: Yes
●           WiFi: 802.11.b/g
●           Encryption: WEP, WPA, WPA2
●           OS: Windows 2000 SP4 / XP SP2 / Vista; Mac OS X 10.4 and 10.5

WiFi hat zwar “nur” 54 MBit, aber mehr benötigt man bei 7.2 MBit auch nicht. Gebremst wird hierdurch lediglich der Zugriff auf die MicroSD-Karte oder ein Austauschen von Dateien zwischen verbundenen Geräten.

Im Lieferumfang ist das Gerät an sich, der Akku, 4 Anleitungen auf deutsch, englisch und ein ca. 10 cm kurzes USB-Kabel.

Am Gerät befindet sich ein Mini-USB-Anschluss. Über diesen wird das Gerät geladen und stellt bei Anschluss an einen Rechner Treiberpakete per Laufwerk bereit. Mittlerweile verfügt ja fast jeder Haushalt über Mini-SD-Ladekabel oder Stecker, an denen USB-Kabel angeschlossen werden können. Praktisch ist dies zudem noch im Auto, da dort auch viele Navis über Mini-USB geladen werden. Auf dem Display findet ihr auch im ausgeschalteten Zustand eine Info darüber, dass der Akku lädt und dass er fertig ist.

An dem Gerät befinden sich seitlich 3 Knöpfe (Power, WiFi und Connect), auf der anderen Seite der Micro-SD-Schacht, so dass auch im laufenden Betrieb eine Karte eingelegt und entfernt werden kann (allerdings benötigt man hier lange Fingernägel, ich habe den Schacht nur spärlich aufbekommen und die Karte habe ich ohne einen Schlüssel o.ä. nicht rausbekommen). Auf der Unterseite der Mini-USB-Anschluss und an einer Ecke eine Möglichkeit eine Schlaufe einzufädeln.

Die Verarbeitung des Gerätes ist sehr gut. Das Display ist leider nicht sehr kratzfest und man hat daher schnell viele kleine Kratzer drin. Die Unterseite ist aus weißem Plastik, welches aber nicht billig wirkt. Meiner Meinung nach hätte dem Gerät eine dunklere Farbe besser gestanden oder wenigstens eine dunkle Rückschale.

Das Gerät wird nun über den Power-Knopf gestartet. Das Gerät ist in ca. 10-20 Sekunden bereit. Nach der Begrüßung baut das Gerät sofort eine Netzverbindung auf. Sollte die Karte noch mit einem Pin-Code geschützt sein, informiert einen das wirklich sehr informative Display darüber (dies kann dann in der Oberfläche im Browser eingegeben werden). Andernfalls wählt sich das Gerät sofort ins Internet ein, man sollte also bei Tages-Flats aufpassen und das Verbinden auf manuell umstellen.

Hierfür ist der Connect-Knopf vorhanden, den man auch lange drücken muss. Auch ein Pluspunkt bei Benutzung im Ausland: Die automatische Einwahl kann bei Roaming deaktiviert werden. So wählt sich das Gerät nicht automatisch gleich ein, wenn es wieder im Ausland eingeschaltet wird.

Der dritte Knopf deaktiviert das WLAN bzw. initiiert eine WPS-Verbindung, einfacher geht es nicht. Ansonsten stehen die WiFi-Einwahldaten einmal hinten auf dem Gerät und zusätzlich noch einmal im Batteriefach.

Das Display zeigt sehr viele Infos an:

Links oben mit 5 Balken die Empfangsstärke, direkt daneben ob es sich in einem 2G- oder 3G-Netz befindet. Ein WiFi-Symbol zeigt an ob WiFi aktiviert ist und wie viele Clients verbunden sind (max. 5). Die Weltkugel weist auf eine erfolgreiche Internetverbindung hin. Rechts oben ist die mehrstufige Batterieanzeige. In der Mitte prangt das Providerlogo. Unten werden die Verbindungsarten angezeigt (Roaming, manuell, automatisch). Man hat also sämtliche Infos, die man benötigt in das kleine Display gepackt.

Hat man sich per WLAN eingewählt oder ist per USB-Kabel verbunden und hat den Treiber installiert, befindet man sich ohne Probleme im Internet. Im Router ist ein DHCP-Server integriert.

Kommen wir nun zum Interface des Routers. Diese wird entweder über http://e5.home/ oder die Standard-IP 192.168.1.1 aufgerufen. Das Interface ist überraschend umfangreich, aber trotzdem einfach und übersichtlich gehalten. Auch hier wurde wie beim Display hervorragende Arbeit geleistet und Wert auf Usability gelegt.

Der Hauptbildschirm unterteilt sich einmal in die Übersicht (die auch zum Teil schon vor dem einloggen zu sehen ist), SMS (man kann SMS,schreiben und empfangen), der SD-Karte und der Einstellungsseite.

Die Geschwindigkeit beim Surfen und guter Verbindung ist hervorragend, ich habe kaum einen Unterschied zu DSL gemerkt beim normalen surfen. Aber da hatte ich auch extrem guten Empfang und HSPA.

Auf die Micro-SD-Karte kann auf zweierlei Weise zugegriffen werden. Einmal per USB-Kabel, wo es ganz normal wie ein USB-Laufwerk eingehängt wird (sowohl Mac als auch PC). Zum zweiten per Webinterface. Beim Webinterface kann man den Zugriff komplett nur nach Einloggen in das Webinterface erlauben (z.B. wenn man das WLAN für Freunde aufspannt) oder aber auch ohne einloggen. Hier kann man auch wieder spezifizieren, ob die ganze Karte oder nur Teile freigegeben werden (lesend oder lesend/schreibend). Also sehr flexibel. Leider geht nur der Zugriff via USB oder per WLAN, beides zugleich nicht.

Das Gerät ist zusammenfassend als extrem gut zu bewerten. Huawei sollte allerdings die Webseite überarbeiten. Man findet Infos nur schwerlich und Firmware-Updates habe ich nirgends entdecken können. Das Gerät werde ich auf jeden Fall behalten, da es ein besserer UMTS-Stick ist und zudem auch noch batteriebetrieben ist.

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9 Kommentare auf "Mit dem Huawei E5 UMTS-WLAN Router in Schweden"

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Gast

Warum nutzt man zu dem Zweck nicht einfach nen Smartphone mit Acces-Point-Funktion wie nen Galaxy S2 oder iPhone oder so…?

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Gast

Nur so als Info wäre noch interessant, was die SIM-Karte so gekostet hat? Flatrate? Danke!

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Gast

@Thomas: Er hat doch geschrieben das sein iPhone noch Simlock hatte. Also bringt ihm die Funktion mit dem Accesspoint nix, weil er keine Sim des schwedischen Betreibers in seinem Smartphone verwenden kann.

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Gast

@Thomas: Dazu muss man aber sein iPhone Jailbreaken richtig?! Sonst geht Tethering ja nur über Bluetooth meines Wissens, oder lieg ich falsch?

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Gast

Vielen dank für Deinen Bericht,ich kann Deine erfahrungen nur bestätigen.
Ich besitze selbst so ein Gerät und auch bei mir Funktioniert es seit dem ich es habe gut und zuferlässig.
Auch den preis den ich dafür bezahlt habe fand ich mit 69 € absolut in ordnung.
Mein Gerät ist übrigens von T-Mobile,aber ohne Sim lock,und ich benutze eine Simkarte von Fonic. Mein mobiler Hotspot ist Baugleich,hat aber den Schriftzug T-Mobile und ist komplett schwarz.

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Gast

Hast du den Akku regelmäßig benutzt und wenn ja, wie lange kommt man mit einer Akkuladung denn aus?

Und wie schnell ist der Akku wieder geladen?

THX für die Info

Grüße Benny

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Gast
Accespoint-Funktion aufm iPhone. Keine Ahnung ob das mit Telia-Karte gegangen wäre, aber war Simlocked noch. Also wenn man in Schweden eine kaufen will auf jeden Fall für sowas einen UMTS-Stick mit Karte drin kaufen (30€) oder falls man es findet die Karte für einen UMTS-Stick. Dann eine Woche Internet für ca. 10€ draufladen. Hat dann 2 oder 5GB Volumen. Telia verkauft noch Telefonkarten (die mir dummerweise von einem Kioskbesitzer verkauft wurde), mit denen man für glaube ich 3€ am Tag ins Internet kann und dann im ganzen Monat 2GB frei hat. Jeden Tage glaube ich 500MB, aber halt max. 2GB… Read more »
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[…] Erste App in der Liste der Hostelbookers ist der WiFinder und wir müssen sagen, dass diese App wirklich nützlich ist, um enorme Roaming-Gebühren zu vermeiden. Die App scant nach verfügbaren WLAN-Netzen, so dass auch bequem von unterwegs das eigene Android-Smartphone mobil gehen kann. Findige Bastler können es aber auch wie Markus versuchen, der sich mit einem tragbaren UMTS-Router von Notebooksbilliger.de ein eigenes, preiswertes WLAN im Ausland baute. Seinen Bericht findet ihr auf dem Notebooksbilliger.de-Blog. […]

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Gast

Genau so ein Teil habe ich gesucht. Optimal für den Urlaub um alle Geräte (Handys/Laptops/Tablets) ins Netz zu kriegen und dennoch nur eine UMTS-Flatrate gebucht zu haben.
Ich werde es mir kaufen 😉

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