Mobilfunk: Datenautomatik bei Telekom, Vodafone und o2 deaktivieren

DatenautomatikIst das Freivolumen bei Mobilfunkverträgen aufgebraucht, reduziert sich die Surfgeschwindigkeit auf einen Bruchteil. In der Regel reicht dann die Datenübertragung nicht mal für Musikstreams von Spotify und Co. aus, auch das Surfen wird zur Qual. Um weiterhin mit hoher Geschwindigkeit ans Internet angebunden zu sein, bieten die Mobilfunkanbieter und Provider eine Datenautomatik an: Gegen einen Aufpreis erhält man dadurch einige hundert Megabyte Volumen extra. Das Preis-Leistungs-Verhältnis fällt damit aber mehr schlecht als recht aus. Wir erklären, wie man bei den drei großen Mobilfunkanbietern Telekom, Vodafon und o2 vorgehen muss, um keine Überraschung bei der Abrechnung zu erleben.

Telekom SpeedOn

Bei der Telekom heißt die Datenautomatik SpeedOn. Sobald das Datenvolumen aufgebraucht ist, benachrichtigt die Telekom per SMS über die nun reduzierte Internetanbindung. Um SpeedOn zu buchen, bietet die Telekom drei Möglichkeiten an. Ruft man mit seinem Smartphone über das Mobilfunknetz die Homepage http://pass.telekom.de auf, kann man dort seinen aktuellen Verbrauch überprüfen und gegebenenfalls ein SpeedOn-Paket buchen. Hat man die MagentaSERVICE App auf seinem Android-Smartphone oder Apple iPhone installiert, lässt sich SpeedOn auch darüber buchen. Alternativ loggt man sich im Kundencenter Mobilfunk ein. Der aktuelle Vertragstarif entscheidet über Preis und zusätzliches Volumen. Gebuchte Pakte sind 31 Tage lang nutzbar. Man hat also auch im nächsten Abrechnungszeitraum noch etwas vom zusätzlichen Datenvolumen.

Vodafone Speed Go

Anders bei Vodafone: Der Mobilfunkanbieter bucht die Datenautomatik automatisch, sobald das Freivolumen aufgebraucht ist und man nicht auf die Benachrichtigungs-SMS mit „Langsam“ geantwortet hat. Pro Abrechnungszeitraum lassen sich bis zu drei Pakete mit je 100 MB für 2 Euro oder 250 MB für 3 Euro hinzubuchen. Dieses Opt-out-Verfahren kann für böse Überraschungen auf der Telefonrechnung sorgen, wenn man die Hinweis-SMS von Vodafone übersehen hat. Beispielsweise, weil man beim Smartphone Tethering aktiv und über ein angebundenes Notebook viele Daten geladen hatte. Abschalten lässt sich die Datenautomatik im jeweiligen Abrechnungszeitraum schon vorher über die Smartphone-App Vodafone. Dauerhaft deaktivieren kann man sie über die Kundenhotline.

o2 Datenautomatik

Deutlich restriktiver geht o2 vor. Ist das Freivolumen überschritten, aktiviert der Anbieter automatisch maximal drei Datenpakte pro Abrechnungszeitraum hinzu und informiert darüber per SMS. Je nach Vertrag kann das bis zu 15 Euro im Monat extra kosten. Hat man in drei Abrechnungszeiträumen in Folge das Volumen der drei Datenautomatik-Pakete aufgebraucht, bucht o2 bei einigen Tarifen ab dem vierten Monat automatisch ein aufpreispflichtiges Datenpaket bis zum Ende der Vertragslaufzeit hinzu, das sich monatlich kündigen lässt. Hat man sich für einen Vertrag mit zu geringem Freivolumen entschieden, kann man das als praktischen Service interpretieren. Möchte man sich den Aufpreis sparen, sollte man die Datenautomatik im Kundencenter deaktivieren.

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Über Robert Tischer

Aufgewachsen mit Lego und Nintendo Game Boy eroberte schon bald ein Laptop mit MS-DOS und Windows 3.1 mein Herz und meinen Schreibtisch im Jugendzimmer. Nach einer kurzen Technikrezession sind Schreibtisch und Spielplatz 20 Jahre später auf die Größe eines Wohnzimmers gewachsen, das inzwischen einen Anbau vertragen könnte.
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