Mobvoi Ticwatch C2: Minimalistische Smartwatch mit vielen Funktionen

      Mobvoi Ticwatch C2: Minimalistische Smartwatch mit vielen Funktionen

      Smartwatches und ich haben uns bislang in friedlicher Koexistenz geübt, indem wir uns aus dem Weg gingen. Mobvoi hat mir nun die Ticwatch C2 auf den Schreibtisch gelegt – mit dem erklärten Ziel, mich eines Besseren zu belehren. Ob ihnen das gelungen ist, lest ihr hier.

      Mobvoi hat eine Reihe von Smartwatches neu auf den Markt gebracht. Unter anderem die Ticwatch Pro, die Ticwatch S2, die Ticwatch E2 und eben meine Ticwatch C2. Bevor es aber mit dem eigentlichen Test losgeht, gibt es noch die technischen Daten der Smartwatch.

      Technische Daten der Ticwatch C2
      Maße 42,8×42,8×12,7mm (BxHxT)
      Display 1,3“ AMOLED Display mit 360x360px
      Prozessor Qualcomm Snapdragon Wear 2100
      Arbeitsspeicher 512 MB
      Speicher 4 GB
      Konnektivität Bluetooth 4.1
      Wi-Fi 802.11 b/g/n
      NFC Ja (Google Pay)
      Akku 400 mAh
      IP-Zertifizierung IP68
      Betriebssystem Wear OS
      Gehäuse Edelstahl
      Armband 20mm Leder
      Farben Schwarz, Platin

      Lieferumfang, Design und Verarbeitung

      Der Lieferumfang fällt schlicht aus, enthält aber alles Nötige. Neben der Ticwatch C2 gibt es noch die Ladeschale und ein wenig Zettelkram. Ein Ladegerät selbst liegt nicht mit bei. Das ist allerdings kein Beinbruch, denn ein USB-Ladegerät hat mittlerweile ja jeder daheim, der ein halbwegs modernes Smartphone sein eigen nennt. Damit das Kabel des Ladeschale nicht wirr in eurer Wohnung herumfliegt, hat es eine kleine Halterung, damit ihr es immer wieder ordentlich aufrollen könnt. Praktisches Detail.

      mobvoi ticwatch c2

      Das Design der Ticwatch C2 ist schlicht. Sie ist ganz in schwarz gehalten, lediglich einer der Knöpfe besitzt eine orange Markierung. Das gefällt mir ziemlich gut. Gerade bei Uhren bevorzuge ich ein dezentes, aber ansprechendes Design.

      mobvoi ticwatch c2

      Die Größe ist für meinen Arm angenehm. Sie ist zwar deutlich dicker als meine bevorzugte Armbanduhr, aber das ist bei Smartwatches nun einmal so. Mit flachen analogen Uhren können sie bedingt durch die Elektronik (noch) nicht mithalten. Obwohl mir Uhren eigentlich nicht flach genug sein können, ließ sich die Ticwatch C2 trotzdem sehr angenehm tragen und die Höhe fiel nicht weiter auf. Das Gehäuse besteht aus Edelstahl und macht einen sehr wertigen Eindruck. Lediglich die Unterseite ist aus Kunststoff.

      mobvoi ticwatch c2

      Das Armband ist aus echtem Leder und verstärkt dadurch den sehr wertigen Eindruck der Ticwatch. Bei der Verarbeitung gibt es nichts zu meckern. Es gibt keinerlei Macken oder Grate oder sonstige störende Ecken.

      Display

      Das Display ist hell genug, um alle Inhalte gut ablesen zu können. Eine Ausnahme bildet direkte Sonneneinstrahlung. Da seht ihr selbst bei maximaler Helligkeit nicht mehr viel. Allerdings gibt es keine automatische Helligkeitsregelung. Hier müsst ihr euch mit der fünfstufigen manuellen Steuerung begnügen.

      Steuerung

      Die Ticwatch C2 lässt sich entweder über WearOS oder über die hauseigene Mobvoi-App steuern. Ich habe mich für WearOS entschieden. Die Einrichtung verlief schnell und unkompliziert. Anschalten, Sprache wählen und den Anweisungen auf dem Screen folgen. Anschließend dann nur noch per Bluetooth mit dem Smartphone koppeln.

      mobvoi ticwatch c2

      Wenn ihr den unteren Knopf einmal drückt, startet die Fitness-App und ihr könnt eure getrackten Daten einsehen. Doppeltes Drücken startet Google Pay. Sofern ihr es eingerichtet habt, könnt ihr also ohne Probleme mit der Ticwatch C2 zahlen.

      Der obere Knopf bringt euch mit einem Doppelklick in die Liste der installierten Apps. Ein einfacher Druck bringt euch zurück zum Ziffernblatt.

      Die Ticwatch C2 kommt mit dem Google Assistant. Über das eingebaute Mikrofon könnt ihr dem Assistant Befehle geben. Telefonieren ist allerdings nicht über die Uhr möglich. Anrufe werden euch auf der Ticwatch zwar angezeigt und ihr könnt sie auch annehmen. Allerdings werden sie dann auf dem Smartphone entgegengenommen.

      Eine Akkuladung hält laut Datenblatt 36 Stunden. Die Angabe kommt in etwa hin. Am Tagesende lag der Akku bei mir bei etwa 40%. Das heißt also im Klartext, dass ihr die Ticwatch C2 täglich laden müsst, wenn ihr sie am zweiten Tag nicht nur als schnödes Anzeigegerät der Uhrzeit benutzen wollt. Für eine komplette Ladung müsst ihr etwa zwei Stunden veranschlagen. Solltet ihr das Laden einmal vergessen, dann könnt ihr die Laufzeit mittels Flugmodus ein wenig verlängern.

      mobvoi ticwatch c2

      Die Benachrichtigungen erreicht ihr mit einem Wisch nach oben. Ihr könnt auf eingehende Benachrichtigungen auch direkt antworten. Das geht per Emoji, Tastatur oder per Spracheingabe. Wer nicht gerade über richtig kleine Fingerspitzen verfügt, sollte das Tippen auf dem Display lassen. Bei mir führte das zu vielen kreativen Wortschöpfungen, jedoch nur in den seltensten Fällen zum gewünschten Wort. Effektiver lässt sich mit der Spracheingabe arbeiten. Die wurde weitestgehend richtig erkannt. Allerdings stellt sich mir die Frage, ob ich wirklich bspw. mitten in der U-Bahn eine Mail diktieren will. Wie nützlich das ist, müsst ihr also für euch selber entscheiden.

      Wenn ihr nach links wischt, werden euch die Fitnessergebnisse eingeblendet. Nach unten wischen bringt euch zu den Einstellungen. Der Wisch auf dem Ziffernblatt nach rechts führt euch zum Google Assistant. Weiter gibt es nichts zu den Gesten zu sagen. sie funktionieren flüssig und gut.

      Fazit: Mobvoi Ticwatch C2

      An sich bin ich kein großer Fan von Smartwatches. Sie passen nicht in mein Nutzungsschema und sind mir meistens zu klobig. Bei der Ticwatch C2 musste ich meine Meinung revidieren. Sie bietet eine Reihe nützlicher Features und lässt sich wirklich angenehm tragen. Besonders gut gefällt mir das minimalistische, wertige Design und die für eine Smartwatch angenehm geringe Größe.

      Für derzeit* knapp 200 Euro bekommt ihr mit dieser Smartwatch eine Menge geboten.

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      *Stand: 31.01.2019

      Veröffentlicht von

      Hat seine ersten Gehversuche auf dem Amiga 500 und aus Guybrush Threepwood einen mächtigen Piraten gemacht. Mittlerweile ein Fan von richtig guter Smartphone-Fotografie und demensprechend viel auf Instagram unterwegs.

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