MSI GT75VR-7RF-012 Titan Pro im Test – Dickes und starkes Gaming-Notebook der Superlative
  • Display
  • CPU
  • SSD / HDD
  • 17 Zoll, 120 Hz
  • Intel Core i7 7820HK
  • M.2-RAID

MSI GT75VR-7RF-012 Titan Pro im Test – Dickes und starkes Gaming-Notebook der Superlative

Nicht nur die technischen Daten sind beim MSI GT75VR-7RF-012 Titan Pro gewaltig, sondern auch Gewicht und Abmessungen. Im 4,56 kg schweren und knapp 6 cm dicken Gaming-Notebook hat MSI die derzeit beste Hardware verbaut, die in ein Gaming-Laptop passt. Neben einer übertaktbaren Intel CPU sorgt eine Nvidia Geforce GTX 1080 für bestmögliche Gamingpower. Hiermit könnt ihr auf dem 17,3 Zoll großen Wideview-Display mit 120 Hz und G-Sync-Support alle aktuellen Spiele mit maximalen Details durchzocken. Abgerundet wird das Kraftpaket durch ein schnelles M.2-RAID, ein gutes Sound-System mit Sub-Woofer und ein sehr leistungsfähigem Belüftungssystem. Das Ganze hat natürlich auch einen Preis, der derzeit* bei etwas über 3.380 Euro liegt.

Das gefällt uns

  • Leistungsstarke Hardware
  • Full HD-Display mit 120 Hz
  • Gutes Kühlkonzept

Das gefällt uns nicht

  • kurze Akkulaufzeit
  • kleine Enter-Tasten im Ziffernblock
  • Schwer und Dick

MSI GT75VR 7RF 012 Titan Pro bei uns im Shop

Ansicht

Display

Das neue Gaming-Notebook der Titan Pro Serie von MSI besitzt ein 17,3 Zoll großes Display, das eine native Auflösung von Full HD, also 1.920 x 1.080 Pixel, bietet. MSI hat hier ein entspiegeltes Wideview-Panel mit 120 Hz und 3-ms-Reaktionszeit verbaut. Die schnelle Bildwiederholrate und kurze Reaktionszeit ermöglichen bei schnellen FPS-Shootern eine ungebremste Reaktion. Der Betrachtungswinkel ist sehr gut und der Bildschirminhalt lässt sich aus fast jedem Winkel verlustfrei einsehen. Die durchschnittliche Ausleuchtung liegt bei 246 cd/m² und die Pixeldichte beträgt 127,3 ppi. Mittig im Displayrahmen hat MSI eine Full HD-Webcam integriert.

Hardware

Angetrieben wird dieses Gaming-Notebook durch einen Intel® Core™ i7-7820HK Prozessor. Hierbei handelt es sich um eine Quad-Core-CPU der 7. Generation, der Kaby-Lake-H-Architektur. Die Core™ i7 zählt zu den schnellsten Intel-Prozessoren, die zurzeit in Notebooks verbaut werden. Der Grundtakt beträgt 2,8 GHz, der im Turbomodus automatisch bis zu 3,9 GHz angehoben wird. Der Prozessor besitzt außerdem einen Level-3-Cache von 8 MB (Beim Intel Core i7-7700HQ, der in fast allen anderen Gaming-Notebooks verbaut wird, sind es nur 6 MB). Die Intel-CPU unterstützt auch Hyper-Threading, sodass dieser 8 Aufgaben gleichzeitig abarbeiten kann. Eine weitere Besonderheit der HK-Prozessoren ist der offene Multiplikator. Hiermit lässt sich die Intel CPU leicht übertakten.

Für die Grafikberechnungen kommt eine Nvidia GeForce GTX 1080 mit 8-GB-VRAM und G-Sync-Unterstützung zum Einsatz. Diese basiert auf der Nvidia Pascal-Architektur und bietet außerdem optimale Voraussetzungen für virtuelle Realität. Hiermit könnt ihr alle aktuellen Spiele mit vielen Details auf dem Full HD-Display durchzocken. Zusätzlich zur Nvidia Grafik lässt sich auch die integrierte Intel Grafik der CPU nutzen. Über eine Sondertaste könnt ihr selbst entscheiden, wann ihr welche Grafik nutzen wollt.

Der Arbeitsspeicher besteht aus zwei Modulen mit je 16 GB vom Typ DDR4 mit 3.000 MHz. Über weitere Steckplätze könnt ihr den Speicher selbst erweitern. Maximal sind 32 GB RAM möglich.

Das Betriebssystem, in diesem Fall Windows 10, ist auf einem RAID-System mit 512 GByte (bestehend aus zwei M.2-Modulen) installiert. Dieser Verbund erreichte Transferraten von 3.416 MB/s (gemessen mit Crystal Diskmark 5.2.2). Beim Schreiben ist das RAID-Laufwerk nur etwas langsamer. Zusätzlich hat MSI in diesem Modell auch eine Festplatte verbaut, die eine Speicherkapazität von 1.000 GB bietet. Diese rotiert mit 7.200 U/Min.

Ein optisches Laufwerk besitzt das Gaming-Notebook nicht. Die Netzanbindung kann entweder kabellos per WLAN (ac-Standard) oder kabelgebunden über die RJ-45-Buchse (GBit-LAN) erfolgen. Der 8-Zellen-Akku des Gaming-Notebooks reicht für knapp 1,5 Stunden (Office / Surfen) aus.

Produkteigenschaften des MSI GT75VR 7RF-012 Titan Pro
Display 43,9 cm (17,3″)
refelexionsarmes True-Color-Display
120 Hz
3-ms-Reaktionszeit
Auflösung 1.920 x 1.080 Pixel (Full HD)
16:9-Format
Prozessor Intel Core i7 (7. Generation) 7820HK
4x 2,90 GHz
übertaktbar (freier Multiplikator)
Grafik NVIDIA GeForce GTX 1080
8 GB GDDR5X VRAM
G-SYNC Support
Arbeitsspeicher 32 GB DDR4 PC4-24000 (3.000 MHz)
erweiterbar auf 64 GB
Festplatte Super RAID 4: 512 GB SSD
(2x 256 GB M.2 PCIe 3.0 x4 NVMe im RAID)
+ 1 TB 2,5“ HDD 7.200rpm
Netzwerk LAN: Killer™ 10-GBit-Gaming-Netzwerkkarte
WLAN: Killer™ Doubleshot Pro mit 802.11ac/a/b/g/n
Bluetooth 4.1
Anschlüsse 1 x HDMI
1 x mini Displayport
5 x USB 3.0
1 x USB 3.1 (Typ-C mit Thunderbolt 3)
3 x Audio in/Out
Kartenleser SD-Kartenleser (SD/SDHC/SDXC)
Akku 8 Zellen Li-Ionen mit 5.225 mAh/75 Wh
Eingabegeräte Mechanische Gaming-Tastatur von SteelSeries
mit programmierbarer RGB-Einzeltastenbeleuchtung
SteelSeries Engine 3
Sondertasten
Sound Dynaudio Stereo-Lautsprecher + Subwoofer
Nahimic 2 Audio Enhancer
Kamera Full HD-Webcam (30fps @ 1080p)
Betriebssystem Microsoft Windows 10 Home (64 Bit)
Abmessungen 428 x 314 x 58 (B x T x H)
Gewicht 4,56 kg Notebook, 1,06 kg Netzteil
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Overclocking

Über das BIOS beziehungsweise dem Dragon Center könnt ihr die Hardware auch übertakten. Dort lässt sich auch der Multiplikator des Intel Core i7 7820HK (Default 39) ändern. Aber Vorsicht, denn dies geschieht auf eigene Gefahr. Über das Dragon Center lassen sich verschiedene Einstellungen zum Prozessor und zur Nvidia Grafik vornehmen. Es ist ratsam, beim Übertakten auch den Cooler Boost-Modus des Belüftungssystems zu aktivieren.

Anschlüsse

Bei dem 5,8 cm dicken Gaming-Notebook hat MSI sehr viele Anschlüsse unterbringen können. Die fünf USB-3.0-Buchsen (Typ A) hat MSI auf den beiden Seiten platziert, eine weitere USB-Buchse vom Type C mit Thunderbolt 3 Unterstützung findet ihr auf der Rückseite. Externe Monitore lassen sich über HDMI, miniDisplayPort oder über die besagte USB-Buchse anschließen. Den RJ-45-Anschluss hat MSI auf der Rückseite inkludiert.

Tastatur und Touchpad

Bei diesem Gaming-Notebook hat MSI eine mechanische Tastatur von SteelSeries verbaut. Das Tippgefühl ist um Klassen präziser. Der Tastenhub ist etwas länger, als bei allen anderen Gaming-Notebooks mit „normalen“ Tasten. Wer auf dieser mechanischen Tastatur schreiben will, hört jeden Tastenanschlag. Beim Spielen fällt dies jedoch nicht auf, da in der Regel nur ein oder zwei Tasten gleichzeitig gedrückt werden.

Beim Tastenlayout hat MSI einige Position vertauscht. So sind die beiden Tasten <> rechts neben die Leertaste gewandert. Auch die Rautetaste (Doppelkreuz), oder neuzeitlich als Hashtag (#) bekannt, hat einen neuen Platz gefunden. Die Entertaste im Ziffernblock fällt extrem klein aus. Absolutes Highlight ist die RGB-Beleuchtung des Keyboards. Jede Taste kann über die Software individuell beleuchtet werden. Hinzu kommen diverse Lichteffekte, die auch bei den beiden Tasten am Touchpad genutzt werden.

Sound

Beim Soundsystem hat MSI auch an nichts gespart. Neben den vier Anschlüssen für externe Soundanlagen oder ein Headset besitzt das Gaming-Notebook der Titan Pro-Serie mehrere Dynaudio Stereo-Lautsprecher mit Nahimic 2 Audio Enhancer plus Subwoofer, die einen sehr kraftvollen Sound erzeugen. Auch bei voller Lautstärke wird der Sound nicht verzerrt.

Erweitern

Zum Aufrüsten des Arbeitsspeichers lässt sich die Rückseite sehr leicht entfernen. Neben den sichtbaren Schrauben hat MSI eine Schraube unter einem Garantiesiegel versteckt. Im Inneren findet ihr zwei freie S0-DIMM-Slots, wodurch ihr den Arbeitsspeicher auf bis zu 64 GB aufstocken könnt. Unter einem Kühlkörper befinden sich die beiden M.2-Module, die im RAID-Verbund laufen. Ein weiterer M.2-Steckplatz ist noch frei. Die Festplatte hat MSI unter den M.2-Modulen verbaut.

Benchmarks (System / CPU / SSD / Akku)

Benchmarks (Grafik)

Benchmarks (Spiele)

Mit der Nvidia Geforce GTX 1080  könnt ihr auf dem Full HD-Display bei allen aktuellen Spielen in der nativen Full HD-Auflösung und mit hoher bis maximaler Detailstufe sehr gute Frameraten erzielen. Mit der verbauten Hardware könnt ihr auch auf einem externen Monitor (mit 3.440 x 1.440 Px) gute Frameraten erzielen.

Spiel Display
1920 x 1080
Detailstufe ext. Monitor
3.440 x 1.440
Assassins Creed Origins ~ 74 fps Extrem Hoch ~ 53 fps
Battlefield 1 ~ 155 fps Ultra ~ 100 fps
Crysis 3 ~ 107 fps Sehr Hoch ~ 52 fps
For Honor ~ 141 fps Extrem ~ 67 fps
For Honor ~ 179 fps Hoch ~ 89 fps
Need 4 Speed Payback ~ 94 fps Ultra ~ 76 fps
Tom Clancy’s
Ghost Recon Wildlands
~ 95 fps Sehr Hoch ~ 58 fps
Track Mania Turbo ~ 188 fps High ~ 179 fps
World of Tanks (HD) ~ 118 fps Maximum ~ 115 fps

Hitzeentwicklung

Im Stresstest, wobei CPU und Grafik durch mehrere Programme belastet wurden, erwärmt sich die Tastatur des Gaming-Notebooks nur gering. Wir konnten hier maximal 29,7 Grad Celsius messen. Deutlich wärmer wurde die Unterseite. Die Wärmebildkamera vom CAT S60 zeigte hier einen Hotspot mit über 47 Grad. Beim Titan Pro Notebook wird die Verlustleistung der inneren Hardware nicht nur auf der Rückseite sondern auch seitlich abgeführt. Hier wurden bis zu 48,3 Grad Celsius erreicht. Auch das 1,06 kg schwere Netzteil erwärmte sich unter Belastung. Dieses erwärmte sich auf 48 Grad.

Wer länger mit dem MSI Gaming-Notebook spielen will, kann die Lüfter für CPU und Grafik auch mit einer Sondertaste in einen Turbopowermodus (Cooler Boost) versetzen. Die Lüfter drehen dann mit voller Drehzahl für maximale Performance (5.000 U/Min). Unter Windows rotieren die Lüfter für CPU und Grafik deutlich langsamer (~ 1.200 U/Min) und sind kaum hörbar. Beim Spielen erhöht sich die Umdrehungszahl beider Lüfter, die jetzt mit ~3.800 bis 4.200 U/Min ihre Kühlung verrichten. Hierbei sind die Lüfter hörbar. Da der Gaming-Enthusiast sowieso zum Zocken seinen Kopfhörer benutzt, ist das nicht weiter störend.

Vergleichswerte

Fazit

Mit dem GT75VR 7RF 012 Titan Pro hat MSI ein sehr kraftvolles Gaming-Notebook geschaffen, das in allen Benchmarks Höchstwerte erzielte. Ausgestattet wurde es mit einer Intel Core i7-7820HK, 32 GB-Arbeitsspeicher und schnellem M.2-RAID plus großer Festplatte. Für die Grafikberechnungen ist im 4,56 kg schweren Laptop eine Nvidia Geforce GTX 1080 mit 8-GB-VRAM zuständig. Mit dieser Kombination laufen alle Spiele selbst in höchster Detailstufe mit sehr guten bis hin zu traumhaften Frameraten. Gespielt wird auf einem 17,3 Zoll großen Full HD-Display, das sehr schnelle Reaktionszeiten und eine Bildwiederholrate von 120 Hz besitzt. Die durchschnittliche Displayausleuchtung liegt bei 246 cd/m². Die Abmessungen und das Gewicht sind ebenfalls gigantisch. Das Monster wiegt stolze 4,56 kg, hinzu kommt noch ein Kilo für das Netzteil. Mit knapp 6 cm Höhe ist der Koloss auch sehr dick.

Durch das neue Belüftungssystem bleiben Tastatur und Handballenauflage inklusive dem Touchpad im Stresstest angenehm kühl. Hier erwärmt sich das GT75VR 7RF 012 Titan Pro so gut wie nicht. Die Verlustleistung wird über seitliche beziehungsweise rückseitige Öffnungen nach außen gepumpt. Das Notebook bleibt auch bei längerer Gaming-Session angenehm kühl, aber die Lüfter sind deutlich hörbar. Aber, nachdem Gamer sowieso ein Headset benutzen, ist die Lautstärke der Lüfter nicht dramatisch. Einzigartig und ein Hingucker ist die Gaming-Tastatur mit mechanischen Schaltern und Einzeltastenbeleuchtung. Das Tasten-Layout ist gut gelungen, nur die Enter-Taste im Ziffernblock könnte etwas größer ausfallen. Auch der Sound hat uns überzeugt. Die Positionierung als performanter Desktop-Ersatz ist auch am Akku zu erkennen: Gemessen an den Hochleistungskomponenten fällt die Kapazität recht klein aus und ermöglicht abseits der Steckdose nur eine kurze mobile Arbeitszeit.

Das MSI GT75VR 7RF 012 Titan Pro ist das stärksten Gaming-Notebook, welches wir in den letzte Monaten testen durften. Diese Gamingpower hat natürlich auch seinen Preis. Derzeit* kostet das MSI GT75VR 7RF 012 Titan Pro etwas über 3.380 Euro.

MSI GT75VR 7RF 012 Titan Pro bei uns im Shop
*Stand: 29.12.2017
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Ich arbeite seit rund zwei Jahrzehnten als Journalist. Ich war unter anderem Redakteur bei PC Direkt und Tom´s Hardware. In meiner Freizeit klappere ich Flohmärkte ab und werfe in Science-Fiction-Serien einen Blick in die Zukunft.

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Potrimpo

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