MSI Infinite X: High-End Gaming-Maschine mit GeForce GTX 1080 Ti im Test
  • CPU
  • GPU
  • RAM
  • Core i7-8700K
  • GeForce GTX 1080 Ti
  • 16GB DDR4

MSI Infinite X: High-End Gaming-Maschine mit GeForce GTX 1080 Ti im Test

Gaming ohne Grenzen ist das Motto des MSI Infinite X. Mit einem Intel Core i7-8700K und einer MSI GeForce GTX 1080 Ti ARMOR 11G ausgestattet, scheint er sich dieses Motto nicht nur einfach so auf die Brust zu schreiben. Die Komponenten versprechen höchste Gaming-Performance, die auch vor 4K und VR nicht zurückschrecken sollte. Inwiefern der High-End Gaming-PC im kantigen Design tatsächlich Zockerherzen höher schlagen lässt, werde ich genau unter die Lupe nehmen.

Das gefällt uns

  • Leistung satt
  • gutes Kühlkonzept
  • bleibt bei Belastung relativ leise
  • im Bundle mit Maus und Tastatur erhältlich

Das gefällt uns nicht

  • nur 16 GB RAM

Die Komponenten des MSI Infinite X VR8RE-017 lassen schon erahnen, dass der Spaß, den man mit einer High-End-Rechenmaschine haben kann, nicht ganz geschenkt ist. 2.699,- €* werden für den Komplett-PC fällig, der dafür auch kaum Wünsche offen lässt.

Neben der vorhandenen Ausstattung ist der MSI Infinite X noch in zwei anderen Varianten bei uns im Shop verfügbar. Ihr bekommt ihn mit 256 GB SSD, MSI GeForce GTX 1080 ARMOR 8G  oder mit Intel Core i5-7400, 128 GB SSD und MSI GTX 1060 GAMING 6G und ansonsten mehr oder weniger identischer Ausstattung natürlich auch günstiger als in der getesteten High End-Ausstattung bei uns im Shop.

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Produkteigenschaften vom MSI Infinite X VR8RE-017
Prozessor Intel® Core™ i7-8700K
6x 3,70 GHz, Turbo 4,70 GHz; 12 MB L3-Cache
Wasserkühlung
Grafik MSI GeForce GTX 1080 Ti ARMOR 11G (11 GB GDDR5X)
Arbeitsspeicher 16 GB (2x 8GB) DDR4-PC4 19200 (2.400 MHz)
Festplatte 512 GB (2x 256GB) M.2 NVMe SSD
2 TB HDD (7.200 rpm)
Netzwerk Wlan 802.11 a/b/g/n/ac
Bluetooth 4.2
Gigabit Ethernet LAN
Anschlüsse Front: 1x Audioeingang, 1x Mikrofoneingang 1x USB 3.1 Type-A, 1x USB 3.1 Type-C, 1x USB 2.0

Hinten: 5x USB 3.1 Type-A; 1x USB 3.1 Type-C
3x HDMI, 3x DisplayPort, 1x DVI-D 1x SPDIF, 1x LAN
Audioanschlüsse (1x RS.Out, 1x CS-Out, 1-L-Out, 1x L-In, 1x Mic)

Netzteil 550 Watt
Betriebssystem Windows 10 Home 64 Bit
Abmessungen Midi-Tower
35,4 x 53,4 x 60,6 cm (B x T x H)
Gewicht 15,00 kg

Lieferumfang

Zum Lieferumfang packt MSI neben einem Stromkabel, zwei Plastikschienen für den Einbau einer zusätzlichen HDD und dem klassischen Papierkram auch eine abgedunkelte Platte aus Hartglass, die ihr optional mit der linken Seitenwand austauschen könnt. Dafür liegen dementsprechend vier Abstandhalter und vier dicke Daumenschrauben in der Verpackung bereit.

Bei uns um Shop ist der Gaming-PC übrigens auch im Bundle mit passendem MSI Interceptor DS 4200 Gaming Keyboard und DS B1 Gaming-Maus erhältlich. Da das Bundle zum gleichen Preis wie der PC ohne Peripherie angeboten wird, kann man hier getrost zuschlagen. Tastatur und Maus kosten im Netz zusammen immerhin um die 80,- €*.

Verarbeitung und Design

Der Tower macht deutlich, dass es sich hier um einen waschechten Gaming-PC handelt. Das Gehäuse kommt generell in einem kantigen, asymmetrischen und schwarzen Design daher. Die Verarbeitung ist gut und auch der Haltegriff besteht nur auf den ersten Blick komplett aus Kunststoff, da MSI hier sicherheitshalber eine Metallstrebe eingebaut hat. Scharfkantig ist er aber trotzdem, was sich beim Hochheben in den Handflächen bemerkbar macht. Sonst gibt die Verarbeitung eigentlich keinen Grund zur Kritik, aber etwas weniger Kunststoff hätte es bei dem Preis schon sein dürfen.

Die Kunststoff-Front des PCs ist auf der rechten Seite im gebürsteten Aluminium-Look gehalten. Auf der linken Seite verbirgt sich hinter einer Hochglanzfläche die RGB-Beleuchtung „Mystic Light“ in Form von „stilisierten Leiterbahnen“, die farblich in mehrere Segmente unterteilt sind. Oben an der Front befindet sich zudem ein DVD-Laufwerk, das unauffällig ins vordere Erscheinungsbild integriert wurde. Außerdem befindet sich an der Vorderseite des Gehäuses noch das MSI-Logo, der markante rote Power-Button und diverse Anschlüsse.

Die Rückseite des PCs wurde erfreulicherweise auch in Schwarz gehalten, ansonsten befinden sich auf der Ober-, Unter- und seitlich an der Vorderseite Luftschlitze. Vor dem Lufteingang an der Unterseite, wo auch das Netzteil sitzt, ist sinnvollerweise ein Staubfilter magnetisch angebracht, denn ihr einfach abnehmen und säubern könnt. Wenn ihr darauf verzichtet, die Glasplatte anzubringen, fungieren die Lüfter der Grafikkarte aufgrund des vertikalen Einbaus auch gleich als Gehäuselüfter, um frische Luft ins Gehäuse zu ziehen.

Die GeForce GTX 1080 Ti ist vertikal eingebaut

Wollt ihr jedoch die Glasplatte nutzen, damit ihr das Innere und die RGB-Beleuchtung in Szene setzen könnt, bleibt bedingt durch die Abstandhalter auch eine ca. 1 cm breite Öffnung auf der gesamten Seite bestehen, durch die erfahrungsgemäß große Staubkörner, Fussel oder Ähnliches ins Gehäuse gelangen können. Laut MSI sorgt die Lücke allerdings auch für eine bessere Belüftung der Grafikkarte.

Beim Anbringen der Glasplatte bleibt bedingt durch die Abstandshalter eine Lücke bestehen

Um die Seitenteile abzunehmen, müsst ihr mit einem kleinen Kreuzschraubenzieher jeweils drei Schrauben auf der Rückseite lösen. Im Inneren erwarten euch die wassergekühlte CPU und die obere Hälfte des Mainboards mit den beiden RAM-Riegeln und den jeweiligen Lüftern an der Rück- und Oberseite. Da MSI beim Infinite X auf ein Kühlkonzept mit getrennten Kühlkammern setzt, ist die untere Hälfte des Innenlebens mit einer Kunststoffverkleidung abgedeckt.

Anschlüsse

Bei den Anschlüssen lässt der MSI Infinite X kaum Wünsche offen. Oben an der Vorderseite befinden sich die beiden klassischen Audio- und Mikrofoneingänge, außerdem gibt es noch drei USB-Ports in Form von  1x USB 3.1 Type-A, 1x USB 3.1 Type-C und 1x USB 2.0. Das optische Laufwerk befindet sich wie bereits erwähnt an der Oberseite. Obwohl es sich nur um ein schmales Laufwerk handelt, hat MSI die Blende vorne passend zum Gehäuse gestaltet.

Auf der Rückseite gibt es ihr noch fünf weitere USB 3.1 Type A-Anschlüsse und einen USB 3.1 Type C-Anschluss. Von den insgesamt sieben Videoanschlüssen auf der Rückseite befinden sich jeweils einmal HDMI und DisplayPort direkt am Mainboard, die restlichen zwei HDMI- und DisplayPort-Anschlüsse sowie ein DVI-D-Port befinden sich aufgrund der vertikalen Konstruktion der Grafikkarte relativ ungewöhnlich gelegen unten rechts auf der Rückseite. Des Weiteren findet ihr noch einen SPDIF, einen Ethernet sowie die fünf Audioanschlüsse (1x RS.Out, 1x CS-Out, 1-L-Out, 1x L-In, 1x Mic) am Mainboard.

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Software

Der Infinite X kommt mit Windows 10 Home in der 64 Bit-Version und erstaunlich wenig Bloatware daher. Selbst die MSI-Programme starten nicht automatisch mit Windows und sind demnach auch nicht in der Taskleiste sichtbar. Keine unnötigen Gelegenheitsspiele, keine zusätzliche Virensoftware und auch sonst ist es erfreulich übersichtlich in den App-Einstellungen.

Mit der MSI-Software könnt ihr diverse Performanceverbesserungen durchführen. Im MSI Command Center könnt ihr bspw. die CPU übertakten, Temperaturen überwachen und Informationen zu den verbauten Komponenten abrufen. Änderungen am Prozessortakt oder den RAM-Einstellungen würde ich wie immer nur Nutzern empfehlen, die auch wirklich wissen, was sie dort tun. Mehr als die vorhandene Leistung werdet ihr zumindest aktuell so oder so kaum benötigen.

Mit der MSI Gaming App lassen sich zudem unterschiedliche Modi wie der OC-, der Gaming- oder der leise Modus auswählen. Ferner könnt ihr bei den Bildschirmeinstellungen Presets für Augenschonung, Gaming oder Film auswählen und auch bei der Maus und Tastatur Anpassungen vornehmen.

Mit der MSI MysticLight-Software lässt sich die RGB-Beleuchtung steuern

Die schicke RGB-Beleuchtung lässt sich übrigens mit einem Programm namens MSI MysticLight steuern. Neben den Farben lassen sich zwölf unterschiedliche Lichteffekte auswählen, darunter bspw. Static, Meteor, Lightning, Audio, Bricks oder Pendulum. Außerdem könnt ihr die Beleuchtung mit angeschlossener Peripherie synchronisieren, die auch MSI MysticLight unterstützen sollte.

Performance

Da Gaming ohne Grenzen auch Leistung ohne Grenzen erfordert, will ich die Reserven des MSI Infinite X in der Top-Ausstattung mit Intel Core i7-8700K und GeForce GTX 1080 Ti genauer unter die Lupe nehmen und schauen, wie er sich in unseren Benchmarks schlägt. Da die Grafikkarte auch für Auflösungen bis 4K geeignet ist, habe ich den PC in allen für uns möglichen Settings getestet.

Für den Test in 4K habe ich den MSI Infinite X an unseren 65 Zoll großen 4K-TV von Toshiba im Flur gehängt. Selbst bei sehr hohen Details erreicht der Komplett-PC bei Wind, Wetter und während eines Kampfes mit Neblingen im Buckelsumpf von The Witcher 3 noch durchschnittlich 41 FPS. Die Framerates sinken innerhalb der Aufnahme minimal auf 37 FPS, was aber auch noch spielbar ist. In UWQHD werden bei sehr hohen Details dann sogar im Mittel 61 FPS berechnet. Logischerweise müsst ihr euch in den übrigen Auflösungen auch keine Sorgen um zu geringe FPS machen.

Selbst beim anspruchsvollen Ghost Recon: Wildlands bricht der MSI Infinite X auf dem Detaillevel Ultra bei einer Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln nicht unter 30 FPS ein. Im Benchmark erreicht er bei maximalen Settings in UHD durchschnittlich 37, in UWQHD 49, in WQHD 59 und in Full HD 70 Bilder pro Sekunde. Die schlechter ausgestattete Konkurrenz aus unserer Datenbank lässt er mit der vorhandenen Konfiguration deutlich hinter sich. Bei For Honor kommt der Standrechner in 4K und bei maximalem Detaillevel auf durchschnittlich 65 FPS, ähnlich sieht es bei The Rise of Tomb Raider mit 64 Bildern pro Sekunde bei den höchsten Einstellungen aus.

Beim Final Fantasy 15-Benchmark positioniert sich der MSI Infinite X mit großem Abstand auf dem ersten Platz und erreicht satte 5374 Punkte im 4K-Benchmark mit Standard-Detaillevel. Damit kommt er locker auf mehr als doppelt so viele Punkte wie das Schenker Key 15 Notebook.

In Call of Duty: World War II erreicht der MSI Infinite X in Full HD durchschnittlich 225 bei mittleren, 192 bei hohen und 183 FPS bei sehr hohen Details. Der Titel kann die Hardware aber auch in 4K kaum auslasten, da der Gaming-Rechner selbst dann noch ähnliche hohe FPS erreicht wie die Wettbewerber in Full HD. Leider befinden sich in unserer Datenbank kaum Rechner, deren Ausstattung für Benchmarks in 4K geeignet war. Der Infinite X setzt sich so oder so selbstbewusst an die Spitze.

Bei Crysis 3 erreicht der High End-Rechner auf den höchsten Einstellungen und in der höchsten getesteten Auflösung noch ganze 52 FPS. Ihr müsst euch bei älteren und grafisch anspruchsvollen Titeln also erst recht keine Gedanken um die FPS machen und könnt einfach mit den maximalen Einstellungen drauf los zocken.

Schlussfolgernd aus den Spiele-Benchmarks überrascht es nicht, dass der MSI Infinite X auch im 3DMark überragende Ergebnisse einstreicht und sich locker an die Spitze setzt. Im Firestrike Extreme kommt er auf mehr als 13.300 Punkte und hat damit noch mehr als 5.500 Punkte Vorsprung zum zweitplatzierten OMEN X by HP 900. Auch im Firestrike Ultra kommt er auf über 7.000 Punkte und erreicht damit mehr als doppelt so viele Punkte wie die meisten PCs und Notebooks aus unserer Datenbank.

Im PCMark 8 kann sich der Gaming-PC in den Bereichen Home und Creative an die Spitze setzen. In den Kategorien Work und Storage bleibt er jedoch im soliden Mittelfeld zurück. Ähnlich geht es beim PCMark 10 zu, wo er sich mit dem zweiten Platz hinter dem OMEN by HP 880 zufrieden geben muss. Lediglich in der Digital Content Creation schneidet er mit über 9.000 Punkten besser ab. Gleiches gilt für den Cinebench R15, in dem er auch hinter dem OMEN by HP 880 auf dem zweiten Platz landet.

Die 2x 256 GB M.2 NVMe SSDs von Intel liefern beim Lesen und Schreiben begründet durch den ab Werk vollzogenen RAID 0 gute Leistungen ab und setzen sich mit den Lese- und Schreibleistungen souverän an die Spitze unserer zugegebenermaßen aktuell noch sehr dünnen Datenbank. Gute NVMe-SSDs von Samsung sind bei den Zugriffszeiten allerdings deutlich schneller und bei einer einzelnen 512 GB NVMe SSD wäre der zweite M.2-Port noch frei geblieben.

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Aufrüstbarkeit

Müsst ihr den MSI Infinite X noch aufrüsten? Theoretisch gibt die brachiale Leistung keinen Grund dazu, allerdings ist mehr Leistung immer gut und GPUs oder RAM lassen sich normalerweise schnell austauschen bzw. aufrüsten. Im Inneren des Gehäuses kommt ihr sehr leicht an die beiden freien RAM-Ports und könnt ein Upgrade auf 32 GB RAM durchführen.

Zwei von vier RAM-Ports sind ab Werk belegt

Zudem ist ein SATA-Anschluss auf dem Mainboard frei und HDD-Schienen werden mitgeliefert. Ihr könnt also noch eine zusätzliche HDD oder SSD einbauen, müsst dafür allerdings das rechte Seitenteil abschrauben, da sich der HDD-Käfig auf der Unterseite befindet und nur von rechts zugänglich ist. Eine weitere SSD lässt sich auf der Rückseite des Mainboards befestigen.

Generell sorgt die vertikal eingebaute Grafikkarte in Verbindung mit der Verkleidung, die für die Trennung der Kühlbereiche verantwortlich ist, für gefühlt wenig Platz im Gehäuse. Um an den SATA-Port und den zweiten PCIe x16-Steckplatz zu kommen, müsst ihr die Verkleidung ausbauen und auch die GPU abklemmen, da das Anschlusskabel durch die Verkleidung geführt wird.

Eine der beiden 256 GB M.2 NVMe SSDs, die zweite befindet sich unterhalb der Verkleidung

Die beiden M.2-Steckplätze sind wie bereits erwähnt mit den NVMe SSDs belegt. Eine zusätzlich GPU ist im vertikalen Modus nicht möglich und lohnt sich normalerweise auch nicht. Vom Netzteil gehen zwar noch zwei unbenutzte 8 Pin-Anschlüsse ab, aber für eine Versorgung von zwei High End-Grafikkarten wird es mit 550 Watt allerdings schwierig.

Emissionen

MSI wirbt beim Infinite X mit drei separaten Kühlbereichen eines sogenannten Silent Storm-Kühlsystems, die die jeweiligen Komponenten bestmöglich kühlen sollen. Der Intel Core i7-8700K wird mit einer Wasserkühlung in Schach gehalten, die mit einem großen 120 mm-Kühler auf der Rückseite im Inneren verbunden ist. Zudem befindet sich auf der Oberseite ein farbloser 120 mm-Lüfter, der die obere Kühlkammer mit Frischluft versorgt.

Unter der Verkleidung im Inneren befindet sich die Grafikkarte, die bei der Nutzung des linken Seitenteils aus Metall so angebracht ist, dass die Lüfter der Grafikkarte die kalte Luft direkt ins Gehäuse ziehen. Dazu gesellt sich ein kleiner 80 mm-Lüfter an der Vorderseite. Vor dem Lüfter des Netzteils ist wie bereits erwähnt ein magnetischer Filter angebracht, der schnell und einfach abgenommen und gereinigt werden kann.

Die GPU verdeckt die untere Hälfte des Mainboards

Und wie schlägt sich das Kühlkonzept? Hinsichtlich der Lautstärke gibt es so gut wie nichts zu bemängeln. Auch im Stresstest bleibt der MSI Infinite X erstaunlich ruhig. Klar, die Lüfter sind hörbar, aber keinesfalls störend, erst recht wenn der PC unter dem Schreibtisch steht. Die Wasserpumpe ist im Vergleich zum kürzlich getesteten OMEN by HP 880 auch noch einmal etwas leiser und unauffälliger.

Beim Systemstabilitätstest von AIDA64 gibt sich der PC relativ gelassen und bleibt erstaunlich ruhig. Die Temperaturen der CPU wandern auf 96°C hoch, es kommt während des Extremszenarios jedoch nicht zur Drosselung des Taktes. Die Grafikkarte wird im Stresstest bis zu 82°C warm, was auch nicht kritisch ist.

Das Kühlkonzept zeigt abseits der in der Realität eher selten anzutreffenden Stresstest-Umgebung auch beim Spielen, dass es für Gaming ohne Grenzen ausgelegt ist. Ich habe Ghost Recon Wildlands bei WQHD und Ultra-Details für eine Weile gespielt. Die CPU wurde dabei maximal 73 Grad Celsius warm. Die GeForce GTX 1080 Ti wurde zwar mit mit 84°C wärmer als im Stresstest, bewegte sich jedoch nie im kritischen Bereich.

Fazit

Der MSI Infinite X VR8RE-017 ist ein waschechter High-End Gaming-PC und überzeugt mit satter Leistung ausreichend fürs Zocken aktueller Titel bis zu einer Auflösung von 4K mit sehr hohen Details. Beim Spielen bewahrt der Gaming-Rechner dank der Wasserkühlung und der großen Lüfter auch einen kühlen Kopf. Die Lüfter werden bei starker Belastung zwar hörbar, die Lautstärke bewegt sich jedoch nie auf einem störenden Level.

Mit der Glasplatte macht der Infinite X deutlich mehr her

An der Vorder- und Rückseite sind vielfältige Anschlussmöglichkeiten vorhanden, darunter insgesamt neun USB- und sieben verschiedene Videoanschlüsse. Erfreulicherweise ist auch überraschend wenig Bloatware ab Werk installiert. Die Verarbeitung ist gut, allerdings hätte es für den aufgerufenen Preis von aktuell 2.699,- €* auch etwas weniger Kunststoff sein können.

Die Optik mag wie immer Geschmackssache sein, jedoch können Besitzer dank der mitgelieferten Glasplatte wählen, ob sie der Allgemeinheit einen Blick ins Innere ihres PCs gewähren wollen oder nicht. Die RGB-Beleuchtung bietet in Verbindung mit der Glasplatte jedenfalls einige coole und ansprechende Modi. Bei der Nutzung des Seitenteils aus Metall fungieren die Lüfter der Grafikkarte dank der vertikalen Bauweise als Frischluft-Lieferanten für den unteren Bereich.

Mit High End-Komponenten und RGB-Beleuchtung spricht der MSI Infinite X primär gut betuchte Gamer an

Um an die Hardware zu gelangen, benötigt ihr einen Schraubenzieher, da MSI auf Daumenschrauben oder Klick-Vorrichtungen verzichtet hat. Dort angekommen könnt ihr die 16 GB RAM erweitern oder eine zusätzliche HDD bzw. SSD einbauen. Die 16 GB RAM wirken bei dem aufgerufenen Preis und den restlichen Komponenten allerdings etwas unterdimensioniert, hier hätte ich mir zumindest 32 GB RAM in der Top-Konfiguration gewünscht.

Alles in allem seid ihr mit dem System für die nächsten Jahre aber zweifellos auf der sicheren Seite.

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*Preise mit Stand vom 01.03.2018

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