MWC 2013: Smartphone mit e-Ink-Bildschirm ausprobiert

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Über das YotaPhone hatten wir ja bereits im vergangenen Dezember etwas geschrieben. Es ist ein Smartphone mit zwei Displays. Auf der Vorderseite befindet sich ein ganz normaler LCD-Bildschirm. Auf der Rückseite hingegen ist ein e-Ink-Display verbaut, das wir von eBook-Readern kennen. Sie haben den Vorteil, dass sie ohne Stromzufuhr Inhalte darstellen können und nur Energie verbrauchen, wenn sich der Seiteninhalt ändert. Beide Displays sind 4,3 Zoll groß und können unabhängig voneinander gesteuert werden.

Im Inneren ist ein mit 1,5 GHz getakteter Snapdragon MSM 8960 von Qualcomm verbaut, der aber bis Marktstart von einem Quad-Core-Prozessor ersetzt werden soll.
Der RAM ist mit zwei GByte recht üppig. Der Flashsspeicher soll wahlweise 32 oder 64 GByte betragen. Die weiteren Spezifikationen findet ihr im Bild. Wie bereits im Dezember angekündigt, kann man das YotaPhone beim MWC sehen und ich konnte es kurz ausprobieren. Das Gerät ist gut verarbeitet und fühlt sich ganz normal an. Man merkt überhaupt nicht, dass sich auf der Rückseite ein weiterer Bildschirm befindet, wenn man nicht gerade darauf schaut. Inhalte bekommt man auf den e-Ink-Bildschirm übertragen, wenn man mit zwei Fingern auf dem LCD-Bildschirm von oben nach unten streicht. Wenn ich die PR-Dame nicht falsch verstanden habe, geht dies allerdings nicht mit jeder App sondern die Entwickler müssen die SDK des Unternehmens verwenden und ihre Apps entsprechend anpassen. Und genau dort liegt meiner Meinung nach die Schwäche an dem ganzen Konzept. Ich bezweifele mal stark, dass sich viele App-Entwickler die Mühe machen werden, ihre Apps extra für das YotaPhone zu programmieren, solange das Konzept keine große Verbreitung auf dem Markt hat. Schade eigentlich, denn die Idee ist an sich wirklich gut. Man könnte beispielsweise seine Bordkarte auf dem zweiten Bildschirm ablegen und dann am Gate bei Bedarf sofort zu zeigen, ohne das Gerät vorher entsperren zu müssen.

Zeit für ein Video war leider nicht da, da die PR-Dame mit dem Gerät in ein Termin musste. Ist aber nicht wirklich schlimm, da die es zahlreiche Videos bereits auf Youtube gibt, eines habe ich mal am Ende eingebunden.

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Über Cihan Boz

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