MWC 2014: Nokia stellt seine ersten Android-Smartphones offiziell vor

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Seit Jahren ist Nokias Schicksal eng mit Windows Phone verwoben. Selbst im niedrigpreisigen Marktsegmenten versuchte sich das finnische Unternehmen neben den Asha-Geräten mit Microsofts Mobil-Plattform – und das, obwohl viele Branchenkenner immer wieder zu einem Wechsel auf Googles Android rieten. Jetzt, kurz vor der bevorstehenden Übernahme durch Microsoft, kommt es scheinbar zu einem Umdenken der Finnen: Nokia hat heute zum Auftakt des Mobile World Congress 2014 in Barcelona drei Smartphones mit Android-Betriebssystem vorgestellt, das Nokia X, das Nokia X+ sowie das Nokia XL.

Nach schier zahllosen Berichten über die vergangenen Monate hinweg ist die offizielle Vorstellung von Nokia-Smartphones mit Android keine echte Überraschung mehr. Unbekannt war bislang allerdings, dass die Finnen gleich eine ganze Geräte-Serie auf den Markt bringen werden. Alle drei Smartphones kommen in knallig bunten Farben daher und besitzen ein Plastikgehäuse mit abgerundeten Ecken. Als Betriebssystem läuft die Open-Source-Variante Android AOSP auf den Geräten, welche Nokia stark nach eigenen Vorstellungen modifiziert hat. Dadurch erinnert bei den X-Modellen eigentlich nichts mehr an das von anderen Android-Geräten her bekannte Design der Google-Plattform. Vielmehr lassen sich Parallelen zur flachen Kachel-Optik von Windows Phone ausmachen.

Auch was Dienste und Apps angeht, hat Nokia bei seiner X-Serie nichts mit Google am Hut. Der Hersteller setzt stattdessen auf eigene sowie von Microsoft angebotene Dienste. Die drei neuen Smartphones kommen unter anderem mit Here Maps, Mix Radio, Outlook, Skype und einer System-weiten Anbindung an Microsofts Cloud-Service OneDrive daher. Genau wie Amazon bei seinen Kindle-Fire-Produkten verwendet Nokia Android also tatsächlich nur als Software-Fundament, auf dem die eigens ausgewählten Angebote aufsetzen. Dieser Umstand hat außerdem zur Folgen, dass auch der Google Play Store nicht auf den X-Modellen funktioniert, sondern Nokia einen eigenen App-Store anbieten wird. Wie viele brauchbare Apps dort in naher Zukunft zur Verfügung stehen werden, ist derzeit jedoch fraglich. Aktuell spricht Nokia neben den erwähnten Microsoft-Apps Outlook und Skype beispielsweise von Spielen von EA.

Aus Hardware-Sicht handelt es sich bei der neuen Nokia-X-Serie eindeutig um Einsteigermodelle, die für wenig Geld angeboten werden sollen. Allen drei Modellen gemein sind ein Snapdragon-Dual-Core-Prozessor von Qualcomm mit einer Taktfrequenz von 1 Gigahertz, Dual-SIM-Slots sowie ein microSD-Kartensteckplatz. Beim X und X+ verwendet Nokia ein 4 Zoll großes Touchscreen, das XL hingegen ein 5-Zoll-IPS-Panel. Darüber hinaus unterscheiden sich das X und das X+ bei der RAM-Ausstattung. Während das X mit 512 Megabyte bestückt ist, besitzt das X+ 768 Megabyte.

Laut den Angaben von Nokia werden die neuen Android-Geräte im zweiten Quartal 2014 in den internationalen Handel kommen. Die Lumia-Serie soll jedoch weiter das unangefochtene Steckenpferd des Unternehmens bleiben, die Nutzern exklusiv die „volle Nokia-Erfahrung“ bietet. Die Preise der neuen X-Reihe beginnen ohne Mobilfunkvertrag bereits bei 89 Euro für das Nokia X. Das X+ wird mit 99 Euro nur unwesentlich mehr kosten und für das XL verlangt Nokia schließlich 109 Euro.

Update (26.02.2014) Jetzt auch mit Hands-On-Videos

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Über Johannes Schaller

Ich bin freier Journalist, Computer-Technik-Freak, Videospiel-Guru und Freizeit-Poet. In den letzten Jahren war ich unter anderem für notebookjournal.de tätig und habe als IT-Fachmann gearbeitet. Wenn ich nicht gerade an einem Text feile oder ein Stück Hardware auseinandernehme, dann widme ich meine Zeit gerne Filmen, Literatur, Videospielen oder schlicht und einfach der Natur.
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10 Kommentare auf "MWC 2014: Nokia stellt seine ersten Android-Smartphones offiziell vor"

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Ick glob für die Preise kann det en richtijen Erfolg für Nokia werden.

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Und wieder hat’s Nokia versemmelt.
Warum, um alles in der Welt, machen die Android-Handys mit Kacheln??

Wenn ich Kacheln wollte, gehe ich bei mir ins Badezimmer oder kaufe mir ein WP-Handy.

Liebe Nokia Angestellten:

Habt ihr den Atem von Microsoft in der Entwickungsableitung gespürt, weil MS einfach nicht von WP lassen kann oder warum macht ihr solch halbe Sachen?

Entwickelt doch endlich mal ein reines Android Phone mit Vanilla Android, die Leute werden euch die Dinger aus den Händen reißen.
Versprochen…

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@Kritischer:

Als wenn es nicht schon genug Standard-Androiden gibt. Ist dir mal in den Sinn gekommen, dass es genau so von Nokia und MS gewollt ist? Da sich mit WP noch nicht solch günstige Geräte realisieren lassen, hat man eben erst einmal auf Android zurückgegriffen.

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Schade kann ich da nur sagen, denn für mich war Nokia bisher ein Inbegriff für gute Windows Phone Handys und ein Garant dafür, dass sich die Smartphones mit Microsoft Betriebssystem in Zukunft mehr durchsetzen können, denn ich persönlich finde das Windows Phone um Längen besser als Android.

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Ich gebe @Kritischer Recht: das ist doch absolut halbherzig was die treiben. Die Hardware ist doch ziemlich schwach, und auch angesichts des Hammerpreises fehlt mir heutzutage die Motivation mir so ein schwaches Gerät zu kaufen. Das wäre ja noch nicht so schlimm. Auch wenn es dieses Modell schon geben muss, wo bleibt denn eines für den anspruchsvolleren Käufer? Es muss kein 600€ Gerät sein, aber das höchste aller Gefühle bei 109€ stehen zu lassen ist schwach. Und das absolute K.O. Kriterium ist für mich: was soll ich mit einem Smartphone ohne Software? So viel wird es wohl im Nokia Store… Read more »
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[…] Jahrelange Spekulationen um ein Android-Smartphone von Nokia haben seit Montag ein Ende. Auf dem Mobile World Congress in Barcelona präsentierten die Finnen drei günstige Einsteiger-Smartphones mit Android-Betriebsystem, wie wir berichteten. […]

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@Chris

Google gibt den Play Store nicht an jeden raus, hat richtige Knebelverträge und deshalb ist es nicht auf den Nokia Geräten drauf! http://www.spiegel.de/netzwelt.....53478.html

Ich bin mir aber sicher, dass sich der Nokia eigene Shop schnell füllen wird. Für die Entwickler ist eine App in wenigen Minuten in einem anderen Shop hochgeladen. Außerdem bin ich mir sicher, dass man den Play Store auch manuell über Umwege installieren können wird.

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Es wird aller Voraussicht nach das einzige Android-Phone von nokia bleiben. Das Gerät war vor der Übernahme durch Microsoft fertiggestellt. man musste jetzt eine Entscheidung treffen, ob man es komplett einstampft oder zumindet einen Teil der Entwicklungskosten durch einen Verkauf wieder hereinholt. Da es selbst für MS wirtschaftlich besser ist, ein ungeliebtes Modell, weil mit falschem OS ausgestattet, zu verkaufen, anstatt es einzumotten, kommt es jetzt auf den Markt. Wer auf Updates oder ähnliches wartet, wird dieses aller Voraussicht nach vergeblich tun.

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@Cihan: das war mir nicht bekannt, danke für die Erleuchtung. Trotzdem: wenn sich das Nokia (bzw. MS) nicht leisten kann wer dann? Wenn das aber so sein sollte wie Parmi schreibt und dies die ersten und letzten Nokia Androids bleiben sollten, wird sich wohl kaum ein Entwickler die Arbeit machen und seine App da hochladen. Wer sollte denn dann noch auf eine austerbende Platform setzen (der sich nicht alle halbe Jahre ein neues Handy besorgt). Zudem möchte ich das wiederholen was ich schon vorher geschrieben habe: warum sollte jemand Geld für eine Hardware ausgeben, die zum Zeitpunkt des Kaufen eigentlich… Read more »
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[…] zum Mobile World Congress 2014, hatte sich Nokia noch ganz auf die Vorstellung seiner ersten Android-Smartphones konzentriert. Nun soll aber offenbar wieder alles im Zeichnen der für die Finnen so wichtigen […]

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