NAS Ratgeber: Welches NAS ist das richtige?

NAS Ratgeber: Welches NAS ist das richtige?

Was genau ist eigentlich ein NAS? Was kann ich damit machen? Brauche ich so etwas überhaupt? Diesen und weiteren Fragen gehen wir in diesem Guide auf den Grund und erklären euch, weshalb ein modernes NAS viel mehr ist, als eine externe Luxusfestplatte.

Dank leistungsfähiger Hardware und immer schnellerer Übertragungsraten verfügen die kleinen Kisten über genug Leistungsreserven für eine ganze Reihe verschiedener Anwendungsfälle. Von der vollverschlüsselten Backup-Lösung für zuhause über den eigenen Medienserver, der eure Filme live ins gewünschte Format transkodiert bis hin zur Hochleistungsmaschine mit vollwertigem Linux und Virtualisierungsumgebung ist alles denkbar.

Inhalt:

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Was ist eigentlich ein NAS?

Aber fangen wir mal ganz grundsätzlich an. „NAS“ steht für „Network Attached Storage“ und beschreibt im Grunde nichts anderes als ein ans Netzwerk angeschlossenes Speichermedium. Ein USB-Stick, der an eurer Fritzbox hängt, ist also im Prinzip bereits ein NAS. Im engeren Sinne versteht man unter dem Begriff NAS jedoch etwas anderes: Spezialisierte Geräte in denen in der Regel mehrere Festplatten Platz finden und die euch eine ganze Latte verschiedener Funktionen rund um das Thema Datenspeicherung bereitstellen.

Ein 2Bay NAS von QNAP

Ein 2Bay NAS von QNAP

Unterteilt werden die unterschiedlichen NAS-Systeme meist nach der Anzahl der vorhandenen Laufwerksschächte, sogenannter Bays. Im privaten Bereich oder in kleineren Büros bilden 2-Bay oder 4-Bay Systeme den Standard. In großen Unternehmen finden sich auch riesige Racks mit Dutzenden oder gar Hunderten Laufwerken, aber das würde hier zu weit führen. All diese Laufwerke laufen normalerweise in einem sogenannten RAID-Verbund, der für eine bessere Ausfallsicherheit sorgt.

Während die klassische Festplatte im Heim und am Arbeitsplatz immer weiter durch schnellere und kompaktere SSDs ersetzt wird, arbeitet ein NAS normalerweise immer noch mit den guten, alten 3,5 Zoll HDDs. Das hat vor allem ökonomische Gründe, denn SSDs sind deutlich teurer als Festplatten. So kostet eine 4 TB große SSD aktuell (Februar 2019) ca. 650 Euro. Zum Vergleich: Eine 14 Terabyte fassende Seagate Ironwolf NAS Festplatte kostet schlappe 150 Euro weniger.

QNAP TS-251B Seagate IronWolf HDD 14 TB

Eine NAS-Festplatte: Seagate Ironwolf

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Wofür brauche ich ein NAS?

Kommen wir zur Frage aller Fragen: Warum solltet ihr euch ein NAS anschaffen? Reicht eine externe USB-Festplatte nicht auch zum Speichern meiner Daten aus? Oder ein Cloud-Speicherdienst wie GoogleDrive, Dropbox oder OneDrive? Die Antwort ist ein klares „Jein„. Natürlich könnt ihr eure Musik, eure Backups und dergleichen auch auf einer stinknormalen externen HDD ablegen. Allerdings könnt ihr dann z.B. auch nur von einem Gerät aus darauf zugreifen. Und wenn diese eine Festplatte dann mal mit einem Defekt ausfällt, sind Urlaubsfotos, Arbeitsunterlagen usw. futsch.

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Cloud-Dienstleister bieten hier zwar mehr Flexibilität und Ausfallsicherheit. Allerdings habt ihr dort in aller Regel vergleichsweise wenig Speicherplatz zur Verfügung. Hinzu kommt, dass das Übertragen der Daten in die Cloud und zurück je nach Internetleitung recht lange dauern kann. Und ganz davon abgesehen möchte nicht jeder seine Daten einem fremden Dienst anvertrauen.

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Ein NAS bietet hier mehrere Vorteile

Ausfallsicherheit

Was nützt die beste Speichermöglichkeit, wenn eure Daten einfach verloren gehen können? Wem schonmal eine Festplatte voll mit Musik, Fotos und der Diplomarbeit kurz vor Abgabetermin abgeraucht ist, weiß wovon die Rede ist. Auf einem NAS liegen eure Daten bedeutend sicherer als auf einem normalen Laufwerk. Denn die Hardware in einem NAS ist auf Ausfallsicherheit und Zuverlässigkeit ausgelegt.

Ein 4Bay NAS – Vier HDDs sorgen für Redundanz und Ausfallsicherheit

Und selbst in einem günstigen 2-Bay NAS arbeiten die Festplatten normalerweise im RAID 1 Verbund, bei dem alle Daten redundant auf beide Laufwerke geschrieben werden. Das bedeutet, dass beide Laufwerke gleichzeitig kaputt gehen müssten, bevor ihr Daten verliert. Macht nur eine Festplatte die Grätsche, kann sie einfach ausgetauscht und eure Daten anschließend wiederhergestellt werden.

Geschwindigkeit

Ein weiterer Vorteil eines NAS-Systems besteht darin, dass es bei euch zuhause (bzw. im Büro) im lokalen Netzwerk hängt. Mit entsprechend hoher Performance könnt ihr auf euren Speicher zugreifen. Dies kommt vor allem im Vergleich mit Cloud-Speicherlösungen zum Tragen, denn selbst schnelle Internetleitungen können es normalerweise nicht mit dem Gigabit-LAN aufnehmen, das heutzutage jeder Standard-Router zuhause bereitstellen kann. Wenn ihr mir nicht glaubt, dann versucht einfach mal, ein großes Verzeichnis von mehreren Gigabyte Größe in euren Google Drive zu schieben.

Ein NAS hängt in eurem lokalen Netzwerk und ist daher sehr schnell

Ein per Gigabit-LAN angebundenes NAS hingegen ist in der Regel so leistungsfähig, dass ihr in der Praxis keinen (bzw. kaum einen) Unterschied zur in eurem PC oder Laptop verbauten HDD feststellen dürftet. Die Hardware eines NAS-Systems – also Festplatten, Controller usw. – ist darauf ausgelegt, große Datenmengen hin und her zu schaufeln. Ich habe es einfach mal ausprobiert und ein mehrere GB großes Verzeichnis mit mehreren Tausend Dateien kopiert – einmal von der SSD auf die im PC verbaute HDD und einmal von der SSD auf das NAS. Das Ergebnis: Beide Kopiervorgänge dauerten ungefähr 10 Minuten. Voraussetzung für diese Performance ist natürlich, dass ihr via LAN-Kabel auf das NAS zugreift und nicht etwa über WLAN.

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Zugriff von überall

Hinzu kommt, dass ihr von überall aus auf euer NAS zugreifen könnt. Das ist z.B. praktisch wenn ihr zuhause mehrere Rechner betreibt, was in den meisten Haushalten der Fall sein dürfte. Musik, Filme, Dokumente und weitere Daten, auf die alle Mitglieder eures Haushalts zugreifen sollen, können dann einfach auf dem NAS liegen. Wenn ihr möchtet gilt das sogar für unterwegs und – super praktisch – fürs Smartphone.

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Die meisten Hersteller stellen entsprechende Apps zur Verfügung, mit denen ihr übers Internet auf euren Speicher zuhause zugreifen könnt und Daten wie Fotos oder Videos lassen sich automatisch synchronisieren. Eure Urlaubsbilder aus dem Smartphone landen dann automatisch bei euch im Wohnzimmer und das NAS wird so zu eurer ganz persönlichen Cloud. Und zwar ohne, dass ihr eure Daten einem Anbieter wie Google, Microsoft oder Dropbox anvertrauen müsst.

Flexibilität

Der größte Vorteil eines NAS-Systems ist aber seine Vielseitigkeit. Als Ort für eure lokalen Backups eignen sich die Teile ganz hervorragend, sie können aber so viel mehr. Denn etablierte Hersteller wie QNAP oder Synology bieten jede Menge Apps an, mit denen ihr den Funktionsumfang eures NAS erheblich erweitern könnt.

QNAP TS-251B Programme

Beispiele gefällig? Mit einem PLEX-Server verwandelt ihr das NAS in euren ganz persönlichen Medienserver, der euch Filme und Musik übers Netzwerk oder Internet streamen lässt. OwnCloud bietet euch die gleichen Funktionen, die ihr auch von Dropbox, Google Drive oder OneDrive kennt – allerdings liegen alle Daten bei euch und nicht bei Fremdanbietern mit zweifelhafter Einstellung zum Datenschutz. Es gibt Apps, die eure Fotos organisieren, eure iTunes Bibliothek verwalten und einige Geräte werden sogar zur Karaokemaschine, wenn ihr ein Mikrofon anschließt.

Technisch versierte Nutzer finden auf einigen Geräten ein vollwertiges Linux vor, können andere Betriebssysteme in virtuellen Umgebungen abbilden, die eigene Website, ein Wiki oder einen Webshop hosten und vieles, vieles mehr.

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Welches NAS ist das richtige für mich?

Kommen wir zur alles entscheidenden Frage. Denn der Markt ist groß und die Anzahl verfügbarer NAS-Systeme nahezu unüberschaubar. Und welches NAS das richtige für euch ist, richtet sich selbstverständlich nach euren Anforderungen und nach eurem Budget. Um die Auswahl einzugrenzen, hilft es, sich selbst ein paar Fragen zu stellen. Hier sind ein paar Beispiele.

Was soll das NAS können?

Möchtet ihr einfach nur einen Speicherort für zuhause, auf dem ihr Backups und Daten lagert und vielleicht eine Medienbibliothek organisiert? Oder sollen Geschäftsdaten eures Unternehmens darauf lagern, während viele Mitarbeiter gleichzeitig drauf zugreifen? Habt ihr gehobene Ansprüche und möchtet virtuelle Umgebungen laufen lassen oder sogar Webseiten selbst hosten?

Welche Software möchtet ihr einsetzen?

So gut wie jeder etablierte NAS-Hersteller bietet für seine Systeme eine Vielzahl verschiedener Apps und Programme an – allen voran die Branchengrößen QNAP und Synology. Allerdings setzen manche Apps eine gewisse Hardware voraus – z.B. einen x86 basierten Prozessor wie einen Celeron oder Pentium.

Wollt ihr das NAS später aufrüsten?

Einfache NAS-Systeme für den Heimbereich sind in der Regel nicht (oder kaum) aufrüstbar. Ihr seid dann an den Funktionsumfang und die Leistung gebunden, die ihr ursprünglich gekauft habt. Höherwertige Geräte hingegen bieten Erweiterungsmöglichkeiten. Das können zusätzliche RAM-Slots sein oder PCI-Express Steckplätze für schnelles 10 Gbit LAN, zusätzliche Prozessoren und mehr. Auch Kits für zusätzliche Laufwerke werden häufig angeboten.

Wie laut ist das NAS?

Auch die Lautstärke eures NAS-Systems ist ein nicht zu vernachlässigender Faktor. Ein NAS, das im Wohnzimmer oder im Büro steht, muss relativ leise arbeiten – sonst geht euch das Ding schnell auf die Nerven. Steht euch ein extra Raum zur Verfügung, ist die Lautstärke hingegen nicht ganz so wichtig.

QNAP oder Synology?

Vor der Frage, welchen Hersteller man wählen soll, stehen früher oder später alle, die sich für ein NAS interessieren. Und die zwei großen Namen in diesem Segment heißen Synology und QNAP. Beide Hersteller bauen sehr gute Maschinen, mit deren Kauf ihr keinen Fehler macht. Allerdings unterscheiden sich die beiden NAS-Schmieden ein bisschen in ihrer Philosophie.

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Vereinfacht ausgedrückt heißt das: NAS-Systeme von QNAP bieten euch mehr Möglichkeiten durch stärkere Hardware und bessere Ausstattung – wenn ihr wisst was ihr tut. Die Geräte von Synology sind hingegen bei gleichem Preis nicht ganz so mächtig, lassen sich dafür einfacher bedienen und bieten sehr gute mobile Apps für Endnutzer.

Wie viel möchtet ihr ausgeben?

Wie fast überall im Leben gilt auch bei NAS-Systemen: Ihr bekommt, für was ihr bezahlt. Ein einfaches NAS-Gehäuse mit einer oder zwei Bays bekommt ihr bereits ab ca. 100 Euro*. Diese Geräte bieten allerdings nicht sonderlich viel Rechenleistung und Arbeitsspeicher. Sie sind ausreichend für einfache Datenspeicherung, aber viel mehr werdet ihr mit ihnen nicht machen können.

Leistungsfähigere Geräte wie das QNAP TS-231P2 oder das QNAP TS-253Be, die uns beide im Test sehr gut gefallen haben, schlagen mit ca. 250 Euro* bzw. 380 Euro* zu Buche. Dafür können diese Geräte dann auch einiges und lassen im Alltag quasi keine Wünsche offen. Nach oben hin sind dem Preis natürlich keine Grenzen gesetzt.

Wichtig: All die genannten Preise beziehen sich auf das NAS selbst. Oben drauf kommen meist noch die Kosten für die Festplatten. Es empfiehlt sich, hier auf spezielle NAS-HDDs zu setzen, etwa die WD Red-Serie oder die Ironwolf-Reihe von Seagate. Diese Festplatten sind speziell auf die Anforderungen in einem NAS-System ausgelegt. Natürlich gibt es auch Bundles zu kaufen, in denen die Festplatten bereits enthalten sind. Allerdings ist nicht jedes gewünschte NAS immer mit der gewünschten Speicherkapazität erhältlich.

Natürlich wäre ein Hardware-Ratgeber nicht komplett, wenn wir euch nicht konkrete Empfehlungen für konkrete Geräte geben würden. Auf geht’s!

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Empfohlene NAS-Systeme für Privatnutzer und Home Office

Im privaten Bereich oder im Home Office braucht ihr in aller Regel kein teures Profi-NAS mit Leistung ohne Ende. Für Datenspeicherung, Medienverwaltung oder die private Cloud reicht ein ARM basiertes Gerät in aller Regel locker aus.

QNAP TS-231 P2 – 245€*


Das TS-231 P2 von QNAP wurde von uns als „Solider Einstieg in die NAS-Welt“ bezeichnet. Es handelt sich um ein recht günstiges 2Bay NAS mit einem ARM basierten Annapurna Vierkern-Prozessor und 1 GB RAM. Es hat genug Leistung für die meisten Privatanwender und bietet eine Menge fürs Geld. Unser Fazit lautete:

Für den Preis von aktuell rund 250 Euro erhält man einen mächtigen Mini-Server, der für die Heimanwender und kleine Betriebe nahezu keine Wünsche offen lassen dürfte. Die Performance ist auf hohem Niveau, zeitweise wurden wir lediglich durch die GBit LAN-Verbindung oder gar die verbauten HDDs ausgebremst.

QNAP TS-231 P2 bei uns im Shop

Alternative: Synology DiskStation DS 218 – 265€*

Wenn es lieber ein NAS aus dem Hause Synology sein soll, empfiehlt sich die DiskStation 218. Sie ist zurecht ein extrem beliebtes Gerät und bietet ähnliche Leistungsmerkmale wie das TS-231 P2 von QNAP.

Allerdings bietet sie weniger Anschlüsse, einen etwas schwächeren Prozessor und ihr Arbeitsspeicher lässt sich nicht erweitern.

Synology DS218 bei uns im Shop

Synology DiskStation DS 218+ – 320€*

Braucht ihr etwas mehr Power, z.B. weil ihr einen eigenen Plex-Server fürs Medien-Streaming laufen lassen möchtet, empfiehlt sich ein NAS mit einem Prozessor auf x86-Basis – also einem Celeron oder Pentium. Die DiskStation 218+ von Synology ist so ein Gerät. Ihr Intel Celeron DualCore Prozessor sorgt für ordentlich Leistung und ähnlich wie ihre kleine Schwester ohne Plus erfreut sie sich zurecht großer Beliebtheit.

Synology DS218+ bei uns im Shop

Alternative: QNAP TS-251+ – 322€*

Auch die TS-251+ von QNAP verfügt über einen Celeron DualCore Prozessor. Im Vergleich zur Synology DS218+ hat sie ein paar Anschlüsse mehr und ihr Arbeitsspeicher lässt sich stärker erweitern.

QNAP TS-251+ bei uns im Shop

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Empfohlene NAS-Systeme für KMU

Wenn wir aus der Privat- in die Geschäftswelt wechseln, ändern sich auch die Anforderungen an ein NAS-System: Es gibt häufigere Zugriffe auf den Speicher, viele davon gleichzeitig. Ein x86 Prozessor ist hier Pflicht, allein schon wegen der hardwarebeschleunigten Laufwerksverschlüsselung. Die Datenübertragungsrate bricht also nicht ein, wenn ihr eure Laufwerke verschlüsselt. Je nach Speicherbedarf lohnt sich außerdem eventuell sogar bereits ein 4Bay NAS.

QNAP TS-253 B(e) – 350€* / TS-453 B(e) – 460€*

Das TS x53 B(e) von QNAP ist ein echter Alleskönner mit genug Features und Leistungsreserven, um auch in kleinen und mittleren Unternehmen überzeugen zu können. Es hat uns im Test sehr überzeugt und glänzte z.B. mit seinem erweiterbarem Arbeitsspeicher und dem kräftigen Intel Celeron Vierkernprozessor. Unser Fazit fiel entsprechend aus:

Das QNAP TS-253Be ist ein echter Alleskönner und die schiere Masse an Features, Apps und durchdachter Erweiterungen ermöglichen eine extrem vielfältige Nutzung. Die Performance ist in der Grundkonfiguration bereits sehr gut und sowohl Privatnutzer als auch kleine Unternehmen dürften mit dem TS-253Be ein ziemlich mächtiges Tool vorfinden, das nahezu alle erdenklichen Aufgaben erledigen kann.

QNAP TS-253Be bei uns im Shop
QNAP TS-453Be bei uns im Shop

Alternative: Synology DiskStation DS 718+/918+ – 440€*/540€*

Die Alternative von Synology hört auf den Namen DS718+ (2Bay) bzw. 918+ (4Bay) und bietet ähnliche Leistungsmerkmale wie das TS-x53 B(e) von QNAP. Auch dieses NAS ist sehr leistungsfähig und macht in jedem Büro eine gute Figur. Allerdings ist es auch, wie bei Synology üblich, etwas teurer als die Konkurrenz.

Synology DS 718+ bei uns im Shop
Synology DS 918+ bei uns im Shop

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NAS Tipps und Tricks

Zum Abschluss unseres Guides geben wir euch nun noch ein paar Tricks und Kniffe rund ums Thema NAS-Systeme.

  • Cloud Backup nicht vergessen. Ein NAS ist bedeutend ausfallsicherer als eine normale Festplatte im Laptop oder PC. Und der erste und wichtigste Schritt ist es, überhaupt regelmäßig Backups der wichtigsten Daten zu erstellen. Wirklich wichtiges Zeug – z.B. Geschäftsdaten – sollten aber zwingend noch irgendwo anders gesichert werden, um selbst vor Katastrophen wie Bränden oder Wasserschäden sicher zu sein.
  • Finger weg von RAID 0. Es mag verlockend erscheinen, die Kapazität aller Festplatten addieren zu können und mehr Speicherplatz für weniger Geld zur Verfügung zu haben. Allerdings geschieht das auf Kosten der Sicherheit. Fällt eine Festplatte aus, sind alle Daten unwiederbringlich verloren. Das gleiche gilt, wenn ein Controller im NAS versagt, der Strom ausfällt. usw. Daher gilt: In ein Standard 2-Bay NAS gehört immer ein RAID 1 Verbund, bei dem alle Daten auf allen Festplatten redundant gespeichert werden.
  • Nutzt Festplatten aus unterschiedlichen Chargen. Defekte treten bei Festplatten meist serienweise auf, also sind bei Produktionsfehlern in der Regel alle HDDs einer Charge betroffen. Die Chargen-Nummer findet ihr auf der jeweiligen Festplatte.
  • Kauft ein NAS für eure zukünftigen Anwendungsfälle. Häufig möchten wir am Anfang nicht besonders viel Geld ausgeben – ein einfaches Gerät reicht ja auch. Und sooo viel Speicher benötigt man ja auch gar nicht. Leider wachsen überall im Leben mit der Zeit auch die Ansprüche und dann ist das eben gekaufte Gerät auf einmal nicht mehr ausreichend. Das heißt nicht, dass ihr auf Teufel komm raus das teuerste NAS anschaffen müsst. Aber wer billig kauft, kauft leider auch häufig zweimal.
  • Setzt auf etablierte Hersteller. Ein NAS von Synology oder QNAP mag auf den ersten Blick vergleichsweise teuer erscheinen. Dasselbe gilt für die NAS-Festplatten von Seagate oder WD. Bedenkt, dass diese Hersteller jahrzehntelange Erfahrung haben und auch den besten Support bereitstellen, falls doch mal etwas schief gehen sollte.

Alles auf einen Blick

Alle bisher von uns getesteten NAS-Systeme findet ihr selbstverständlich bei uns im Blog.

*Alle Preise Stand Februar 2019

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Veröffentlicht von

Nerd, Geek, SciFi-Fan, Rollenspieler, Gamer. Beruflich schreibe ich seit 2011 Dinge ins Internet – seit 2017 als Redakteur und Community Manager bei notebooksbilliger.de. Erste Computer-Gehversuche ca. 1985 auf einem C64.

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